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Burghausen-Urlauber stehen ohne Unterkunft da

Fake-Angebot auf Buchungsportal? Adresse existiert nicht

Booking.com ist ein Anbieter für Hotels, Ferienwohnungen und vieles mehr. Jedoch nicht alle Angebote werden ausreichend geprüft.
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Die Online-Buchungsoberfläche hält Überraschungen bereit.

Sie buchten ein Zimmer für eine Nacht, doch nach der Ankunft wird klar: die Buchung ist ein Fake und die Übernachtungsmöglichkeit existiert nicht einmal. Bekommen die Gäste nun ihr Geld zurück?

Burghausen – Es sollte ein schöner Konzertabend auf der Burg mit anschließender Übernachtung in der Altstadt von Burghausen werden. Was dann folgte entsprach den Vorstellungen des Ehepaars Huber (Name von der Redaktion geändert) aus Wasserburg allerdings nicht. Auf Booking.com hatten die beiden noch eilig ein Zimmer gemietet, und weil alles schnell gehen musste gleich per Paypal bezahlt. Bereits kurz nach der Ankunft des Pärchens folgt der Schock: Die Adresse der Unterkunft existierte überhaupt nicht. Eine ganze Weile suchten die Hubers den Stadtplatz ab und fragten nach der Adresse, bis sie schließlich aufgaben und den Vermieter anriefen. Weil das Angebot aber auch nach seinen Angaben nicht existierte, blieb den Hubers nur noch der Weg ins Hotel – wo zum Glück noch ein Zimmer für die beiden frei war.

„Mindesten drei Paare waren schon auf der Suche nach der Adresse“

Im Hotel Post am Stadtplatz kennt man die Geschichte von der mysteriösen Adresse bereits. „Mindestens drei Paare waren schon auf der Suche nach der Adresse. Doch Stadtplatz 10 gibt es nicht“, sagt Wirtin Johanna Mitterer. Auch bei der Stadt Burghausen kennt man die Adresse nicht. Der Mann am Telefon hatte Elisabeth Huber gesagt, es sei bloß ein Treffpunkt gewesen, die eigentliche Wohnung habe sich woanders befunden. „Er gab an, dass das Angebot bei booking.com von seinem Vater eingestellt worden war. Dieser wäre aber leider verstorben“, so Huber. „Um die Rückzahlung würde sich booking.com kümmern, hat er gesagt.“ Auf eine anonyme Interessenten-Anfrage der Innsalzach24-Redaktion bei dem Vermieter, gibt er die gleiche Auskunft. Nach einem Betrüger klingt das nicht – aber die Frage nach dem bereits bezahlten Betrag blieb für die Hubers erst einmal offen.

Zwar mit Wartezeit, aber booking.com erstattet Kosten

Nachdem das Pärchen die Buchung storniert und bei Paypal eine Reklamation eingereicht hatte, mussten die Hubers fast eine Woche auf eine Antwort von booking.com warten. Auch eine Anfrage der Innsalzach24-Redaktion blieb erfolglos. „Wir haben es dann einfach auf die Seite gelegt und einen schönen Abend beim Spider Murphy Konzert verbracht“, erzählt Huber unbeschwert. In Bezug auf Buchungen über das Onlineportal sei sie allerdings jetzt vorsichtiger geworden. „Am Ende war es ja drei mal teurer, als wir eigentlich geplant hätten. In Zukunft werde ich direkt bei Hotels buchen und mir vorher mehr Zeit lassen“, so Huber. Normalerweise ist das junge Paar mit Kindern nur mit dem Wohnwagen im Urlaub. Am 4. August erhalten die beiden endlich einen Anruf von booking.com, und siehe da: Das Buchungsportal erstattet die Buchung und sogar die Unterkunftskosten beim Hotel Post! Noch erfreulicher für das Ehepaar ist, dass sogar die Zahlung bereits eingegangen ist.

Bei Booking.com nehmen wir die Sicherheit und die Überprüfung der Angebote auf unserer Plattform sehr ernst. In den sehr seltenen Fällen, in denen eine bestimmte Unterkunft Anlass zu Bedenken gibt, untersuchen wir diese und handeln sofort und entfernen sie von unserer Website, so wie wir es in diesem Fall getan haben. Wir haben uns bei dem Kunden entschuldigt, eine vollständige Erstattung vorgenommen und werden alle Umzugskosten übernehmen.

Booking.com

Anzeige ausdrücklich erwünscht

Zwar scheint es sich im Fall der Hubers nicht um einen vorsätzlichen Betrug zu handeln, dennoch bittet Alfred Jung, stellvertretender Inspektionsleiter der Polizei Burghausen potenzielle Zimmer-Bucher um Vorsicht. Er empfiehlt Menschen, die mit einem solchen Vorfall konfrontiert sind, in jedem Fall eine Anzeige zu erstatten. „Am besten gleich mit dem Ausdruck oder der E-Mail und den Kontaktdaten des vermeintlichen Vermieters bei uns vorbeikommen“, rät er Betroffenen und fügt hinzu höchste Vorsicht beim Umgang mit persönlichen Daten walten zu lassen. „Oft fordern die vermeintlichen Vermieter ein Foto des Personalausweises per E-Mail . Auf diese Forderung sollte man nicht eingehen, da die Daten für weitere Betrugsdelikte missbraucht werden können.“ Erst vor wenigen Wochen war ein Burghauser Wirt fast Opfer eines betrügerischen Angebots auf AirBnb geworden.

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