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Aber Unterstützung im Berchtesgadener Land 

Trotz steigender Pegel im Kreis Altötting: „Kein einziger Feuerwehreinsatz am Wochenende“

Die Wege in Burghausen entlang der Salzach waren am Sonntag komplett überflutet.
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Die Wege in Burghausen entlang der Salzach waren am Sonntag komplett überflutet.

Im Landkreis Altötting verlief das vergangene Wochenende aus Sicht der Feuerwehren ruhig. Zwar stiegen die Wasserpegel der Flüsse an, doch die Feuerwehren mussten nicht ausrücken. Einige Kameraden machten sich allerdings auf den Weg in das Berchtesgadener Land, um im schwer getroffenen Landkreis zu unterstützen.

Landkreis Altötting - „Bei uns war es ziemlich ruhig. Wir hatten keinen einzigen Hochwassereinsatz gehabt“, berichtet Franz-Xaver Haringer, Kreisrandrat Landkreis Altötting, gegenüber innsalzach24.de. Das Hochwasserkontingent der Feuerwehren war aber vorsorglich in Alarmbereitschaft gewesen. Lediglich ein paar Sichtungen habe die Feuerwehr durchgeführt, um die Prognosen des Wasserwirtschaftsamtes zu kontrollieren.

Steigende Pegel im Landkreis Altötting: Geringer Niederschlag entscheidend

Die Salzach in Burghausen hat beispielsweise zwischenzeitlich die dritte Meldestufe (630 Zentimeter) erreicht. Am Sonntag (18. Juli) gegen 18 Uhr meldete der Hochwassernachrichtendienst einen Höchststand von 655 Zentimeter. Bis Montag Mittags sank der Pegel bereits auf rund fünf Meter. Damit fehlten noch über zwei Meter zum Höchstwert von 894 Zentimeter aus dem Jahr 2013. Die Schutzhöhe der Altstadt liegt bei 920 Zentimeter. Nichtsdestotrotz waren die Wege am Salzachufer überschwemmt.

Der Blick auf die Salzach von der Alten Brücke in Burghausen.

Aus Sicht der Feuerwehr war es natürlich hilfreich, dass es im Landkreis Altötting kaum geregnet hat. „Die großen Wassermassen sind aus dem Berchtesgadener Land und dem Chiemgau gekommen. Zum Glück hat aber der Chiemsee sehr viel aufgefangen, so dass die Alz auch nicht so stark gestiegen ist“, erklärt Haringer. Auch die Traun selbst sei nicht so hoch angestiegen und habe dadurch nicht die Mengen in die Alz befördert.

Schreckliche Bilder auf dem Berchtesgadener Land

Die Bilder aus dem Berchtesgadener Land sind natürlich sehr schrecklich -auch für den Kreisbrandrat „Hoffentlich trifft uns ein solches Unwetter nicht“, beschreibt Haringer seine Gefühlswelt. Im Landkreis Altötting würde es natürlich nicht so viele Berge geben und dementsprechend sei die Gefahr für einen Erdrutsch nicht so riesig. Doch auch Starkregen könnte dies an einzelnen Hügel verursachen.

Haringer selbst könnte sich in seinen 40 Jahren als Feuerwehrmann nicht an ein ähnliches Szenario erinnern. „Man vergisst aber auch immer wieder Sachen. Ich würde mir ein Dokument wünschen, wo solche Schäden laufend dokumentiert werden, damit die nachfolgenden Generationen einen besseren Überblick haben“, so der Kreisbrandrat.

Unterstützung aus Altötting

Fünf Feuerwehren aus der Region waren auch dieses Mal bis Sonntag Abend zur Unterstützung im Berchtesgadener Land. In Bischofswiesen und in Schönau am Königssee haben sie geholfen Keller auszupumpen. „Auch die Drohne aus Burgkirchen ist zur Dokumentation von der Katastrophenschutzbehörde angefordert worden, damit eine Gesamtübersicht der einzelnen Ortschaften erstellt werden kann“, berichtet der Kreisbrandrat.

Wenn es jedoch für den Landkreis Altötting auch mal so schlimm kommen sollte, wünscht sich Haringer ebenfalls Hilfe aus den Nachbarlandkreisen – so wie es die Feuerwehren aus dem Landkreis Altötting praktizieren. „Aber wir Kreisbrandräte haben da eigentlich ein stilles Abkommen untereinander. Da mache ich mir eigentlich keine Sorgen“, so der Kreisbrandrat abschließend.

jz

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