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Mehr Sicherheit dank Schneewaage

Burghausen - Die Neuöttinger Firma Freudlsperger hat ein einzigartiges Instrument zur Ermittlung der Schneelast auf Dächern entwickelt und patentieren lassen: die Schneewaage.

Der erste Serientyp der Schneewaage ist schon den ganzen Winter über auf dem Dach des Burghauser Hallenbades in Betrieb. Tom Roßhuber, Geschäftsführer der Firma Freudlsperger in Neuötting, hat das Modell nun im Beisein von Bauhofleiter Albert Günthner, Bäderleiter Markus Günthner und Bürgermeister Hans Steindl offiziell der Stadt übergeben. Anlass für die Erfindung des Gerätes war in erster Linie der Einsturz der Eissporthalle in Bad Reichenhall im Jahr 2006. "Wir haben zwar festgestellt, dass unsere Hallen durch ihr hohes Eigengewicht weniger einsturzgefährdet sind, aber auch, dass es eigentlich keine verlässliche Messmöglichkeit für die Schneelast auf Dächern gibt", berichtet Roßhuber. Nach einer einjährigen Testphase mit einem Prototyp der Waage auf dem Neuöttinger Firmengelände, wandte sich das Unternehmen an die Stadt Burghausen und erhielt die Erlaubnis, den ersten Serientyp auf dem Dach des Hallenbades in Betrieb zu nehmen.

"Die Schneewaage ist vergleichbar mit einer herkömmlichen Küchenwaage", erklärt Roßhuber. Schnee fällt in einen dreieckigen Acrylglasbehälter, unter dem eine ein Quadratmeter große Wägeplatte installiert ist, die das Gewicht der Schneelast ermittelt. Über die seitlichen Öffnungen des oberen Behälters kann Tauwasser abfließen. Damit die Waage auch bei niedrigen Temperaturen genau arbeitet, ist die Wägeplatte mit einer Induktionsheizung ausgestattet. Das Gerät übermittelt aktuelle Daten an einen Monitor im Inneren des Gebäudes, wo sie jederzeit abgelesen werden können.

"Für unsere Mitarbeiter war die Schneewaage hilfreich", meint Bürgermeister Hans Steindl, der sich über die neue Messmethode in Burghausen freut. Nun müsse man nicht vorsorglich den Betrieb einstellen und das Gebäude auf Verdacht schließen, sondern könne verlässlich mit einem Blick erfahren, wie groß die Schneelast auf dem Dach tatsächlich ist. Höchstens 100 Kilogramm Schnee pro Quadratmeter kann das Hallenbaddach laut Albert Günthner aushalten. Aufgrund der verschiedenen Aggregatszustände von Schnee könne aber keine pauschale Gewichtsgrenze für Gebäude bestimmt werden.

5000 Euro soll die Schneewaage ohne Transpoort und Aufbau kosten. "Der Bedarf im Landkreis is da", zeigt sich Roßhuber überzeugt. Abnehmer der neuartigen Entwicklung werden seiner Meinung nach aber nicht Privatpersonen, sondern die Städte und Gemeinden sein.

Anette Mrugala

Rubriklistenbild: © Anette Mrugala

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