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Kneipe mit Herz am Stadtplatz in Burghausen

Stammkneipe gerettet: Gäste übernehmen Burghauser Kult-Kneipe „Piffer“

Sechs Gäste taten sich zu einer Unternehmergesellschaft zusammen.
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Sechs Gäste taten sich zu einer Unternehmergesellschaft zusammen.

„Der Piffer“ galt 45 Jahre lang als feste Institution in der Altstadt. Dass die Lieblingskneipe der Burghauser schließen sollte, konnte eine Gruppe von Stammgästen nicht einfach hinnehmen.

Burghausen – Als Peter Piffer, der ehemalige Pächter der „Burgkeller-Bar“ am Burghauser Stadtplatz, ankündigte, dass er seine Kneipe schließen wolle, blieb so manchem seiner Gäste vor Schreck die Spucke weg. Als echtes Wohnzimmer hatte „der Piffer“ 45 Jahre lang seine Tür für jeden Gast – ob jung oder alt, reich oder arm – geöffnet. „Der Piffer“ war der Ort, wo die Burghauser Jugend sozialisiert wurde, wo jeder Burghauser das „Fortgehen“ lernen konnte. Und egal ob Anzugträger oder Barfußgeher: Alle waren gleichermaßen willkommen und dementsprechend bewirtet: Mit einem Bier und einem „Piffer-Burger“ – also einer Leberkäs- oder Käsesemmel.

Burgkeller Bar soll bleiben wie sie war

„Es war wirklich schmerzhaft zu hören, dass es die Kneipe nicht mehr geben soll“ sagt Simone Mayer(40). „Natürlich hab ich dem Peter von Herzen seine Ruhe gegönnt, nachdem er 45 Jahre fast täglich im Laden stand“, so Manuel Einwang (35). Zusammen hätten Mayer und Einwang, sowie ein ganzer Schwung von Stammgästen viele Stunden darüber diskutiert wie „der Piffer“ gerettet werden könne. „Am Ende haben sich sechs Personen herauskristallisiert“, so Einwang. Die kleine Gruppe habe dann eine Unternehmergesellschaft gegründet, um die legendäre Mehrgenerationenkneipe übernehmen und erhalten zu können – unter einer Bedingung: Dass „der Piffer“ originalgetreu bleibt.

Bunte Truppe ergänzt sich perfekt

So warfen sich die sechs Gesellschafter ins Zeug und teilten die Zuständigkeiten geschickt auf, denn jeder Beteiligte sollte die zusätzliche Arbeit durch die Kneipe mit seinen familiären und beruflichen Pflichten austarieren können. Veronika Pittner kümmert sich seither als gute Seele um die Organisation, Georg Daum um den Einkauf, Manuela Feichtenschlager um die Buchhaltung, Frank Kokott um die Steuer, Simone Mayer um das Marketing und Manuel Einwang – dessen Opa schon Bierbrauer war – um die Geschäftsführung der Kneipe. Gemeinsam mit der Piffer-Community, die zu einem nicht unerheblichen Teil aus Handwerkern besteht, renovierte die bunte Truppe ihre Stammkneipe. So musste die Kühltheke und Schankanlage erneuert werden und auch bei den Toiletten standen Arbeiten an.

Crowdfunding zum Erhalt der Stammkneipe

Die Kosten für die Instandsetzung und Ausstattung für die Wiederbelebung des Kellers sollen über das Crowdfunding hereingeholt werden. Bis Ende Januar läuft die Aktion noch und die anfangs erhofften 5.000 Euro sind längst überschritten. Nun heißt es: „Wer hat noch nicht, oder wer will noch einmal unter burgkellerbar.de unterstützen, um im Laufe des nächsten Jahres wieder Konzerte im legendären Keller genießen zu können. Am 25. November konnte die Burgkeller-Bar dann schließlich im ersten Schritt das Erdgeschoss wieder eröffnen: Und das mit vollem Erfolg. Einwanger sagt, der Laden sei gesteckt voll gewesen – die Gäste waren begeistert. Sogar Bürgermeister Florian Schneider war beim Eröffnungsabend der Kult-Kneipe mit dabei und ein paar Tage später kam auch Altbürgermeister Hans Steindl zu Besuch.

Sechs Stammgäste haben sich für die Rettung ihrer Stammkneipe stark gemacht.

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