Aus dem Burghauser Hauptausschuss

Vier Schulen und ein Problem: Es gibt zu wenig Ganztagsplätze

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Stadt Burghausen – Ab 2025 soll es einen gesetzlichen Anspruch auf Nachmittagsbetreuung von Grundschulkindern geben. Das bedeutet noch viel Arbeit für die Stadt. Für das nächste Schuljahr müssen Kinder nämlich abgelehnt werden.

Auf seiner jüngsten Sitzung hat sich der Hauptausschuss der Stadt Burghausen mit der Situation der Ganztagsklassen / Mittagsbetreuung beschäftigt. Dabei ging es viel um Zahlen, konkret darum, was das Angebot kostet und wer dafür in welcher Höhe aufkommt. Es ging dabei die Angebote in der Johannes-Hess-Schule, der Hans-Kammerer-Schule, der Franz-Xaver-Gruber-Mittelschule und in der Hans-Stethaimer-Schule. Die jeweiligen Angebote in punkto Ganztagsklassen / Mittagsbetreuung teilen sich auf in „offene“ und „gebundene“ Ganztagsklassen. Das generelle Problem derzeit: Es gibt zu wenige Plätze.

Chancengleichheit und Förderung

Ab 2025 soll es einen gesetzlichen Anspruch auf Nachmittagsbetreuung für Grundschulkinder geben. Die Bayrische Staatsregierung ist davon überzeugt. Chancengleichheit in der Bildung der Kinder und Vorteile für die persönliche Lebensplanung der Eltern soll die Angebote bringen. Viel Geld also, welches der Freistaat dafür in die Hand genommen hat und weiter nehmen will.

Der flächendeckende und bedarfsgerechte Ausbau von Ganztagsangeboten in allen Schularten ist ein vorrangiges Ziel der Bayerischen Staatsregierung und stellt einen wesentlichen Beitrag zur zukunftsorientierten Weiterentwicklung des bayerischen Bildungswesens dar. Er ermöglicht nicht nur eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Eltern und Erziehungsberechtigte, sondern trägt auch zu mehr Chancengerechtigkeit und individueller Förderung für die Schüler bei.“ (Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus)

Nachfrage größer als das Angebot

Auf der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses in Burghausen stellte Stadtrat Norbert Englisch aber fest, dass zusätzliches Personal angefordert werden müsse. Die steigende Nachfrage nach den Ganztagsangeboten an den vier Schulen sei dem Zuzug zuzuschreiben. Der Mehrbedarf an Personal sei auch der Tatsache geschuldet, dass offenbar besonders viele Kinder von Familien aus dem Osteuropa mit nur geringen Deutschkenntnissen dazu gehören. „Um eine qualitative Nachmittagsbetreuung leisten zu können, müssen die Plätze begrenzt werden“, vorerst.

Schon jetzt ist die Nachfrage nach Ganztagsangeboten an den vier Schulen groß, Tendenz steigend. Erster Bürgermeister Hans Steindl sieht das genauso, insbesondere weil mit dem neuen Baugebiet an der Burgkirchner Straße – und das sei bereits bekannt – insgesamt 173 Kinder hinzukommen werden. Weitere seien in weiteren Wohnbauprojekten der BuWoG und der BLUE Group seien hier noch nicht mit einberechnet. Zudem sei eine Steigerung der Geburten zu verzeichnen, so Steindl. Er gehe davon aus, dass sich die Einwohnerzahl in Burghausen in den nächsten Jahren der 20.000er Marke nähern wird.

Da es sich bei diesem Tagesordnungspunkt um einen Bericht zum Thema handelte, gibt es keinen konkreten Beschluss, wie das Problem zukünftig behandelt werden wird.

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