Aus dem Burghauser Stadtrat

Neben dem Bürgerhaus: Warum das "Haus der Familie" nur ein Vorentwurf ist

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Oberhalb des Burghauser Bürgerhauses soll das "Haus der Familie" entstehen. 
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Stadt Burghausen - Auf seiner Sitzung am Mittwochnachmittag hat sich der Burghauser Stadtrat eingehend mit dem Projekt „Haus der Familie“ beschäftigt. Kostenpunkt nach derzeitigem Stand der Planungen: 5.500.000 Euro. So weit, so gut, doch es gibt Diskussionsbedarf.

Das geplante Burghauser „Haus der Familie“ müsse da hin, wo es hin gehöre: in die „Neue Mitte“ der Stadt. Es soll eins werden mit dem bestehenden Bürgerhaus. Auf dessen Nordseite gibt es noch Platz. Da soll das „Haus der Familie“ hin. Kostenpunkt nach derzeitigem Stand der Planungen: 5.500.000 Euro.

Details werden noch besprochen

Letztendlich haben alle anwesenden Mitglieder des Burghauser Stadtrates nach langer Aussprache doch den einstimmigen Beschluss gefasst, dass die Verwaltung die am Mittwochnachmittag vorgestellte Planung weiter entwickeln soll. Im weiteren Schritt sollen die erforderlichen Beauftragungen an die Planer erteilt werden. Detaildiskussionen hat das Gremium bei seiner Entscheidung am Mittwochnachmittag erst einmal verschoben.

„Hier werden Sie geholfen“

Laut Erstem Bürgermeister Hans Steindl wird es ein Haus der Begegnung für Jung und Alt. Diverse Beratungsstellen soll es darin geben. Alles soll hell und freundlich sein. „Hier werden Sie geholfen“, wie es in einer Fernsehwerbung für Rufnummernauskunft seinerzeit hieß.

Im September soll Baubeginn sein. Zwei Stockwerke soll das zukünftige Burghauser „Haus der Familie“ neben dem bestehenden Bürgerhaus haben. „Wir wollen hier kein Bürohaus mit verschlossenen Türen“, sagte der Erste Bürgermeister Hans Steindl dazu, wie es sich innen abspielen soll.

Das „Haus der Familie“ soll ein Anlaufpunkt sein für die unterschiedlichsten Anliegen und damit auch für Probleme, Sorgen und Nöte von Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Burghausen. Genau an diesem Punkt gibt es Zweifel, Grund zur Diskussion. Sie betreffen die Anonymität, die bitte gerne gewahrt bleiben soll.

Problem Anonymität

Im "Haus der Familie" werden Beratungsstellen untergebracht. Das betrifft sensible Bereiche wie etwa beim Thema Schuldnerberatung. SIe soll auch darin untergebracht werden. Entsprechende Kritik kam aus dem Stadtratsgremium. Trotz oder gerade wegen all der hellen und offenen Gestaltung wie auch dem geplanten Ablauf drinnen sei doch eines klar: Jeder könne herausfinden, wenn es dem Nachbarn schlecht geht und er etwa zur Schuldnerberatung muss

Lesen Sie am Freitagnachmittag mehr zu diesem Thema.

rw

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