Zur Burghauser Stadtentwicklung

"Es gibt geheime Fördertöpfe": Was weiß Hans Steindl mehr als andere?

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Stadt Burghausen - Wie soll die Stadt in Zukunft aussehen? Was gibt es städteplanerisch zu beachten? Damit haben sich Stadt und Planer auseinander gesetzt. Neben Neustadt und Raitenhaslach ist die Altstadt eines der Themen, die im Fokus stehen. Viel kann man da nicht machen, oder doch?

Auf der Sitzung des Stadtrates am Mittwochnachmittag sind die jüngsten Ergebnisse im ISEK-Vorgang (Integrierte städtebauliche Entwicklung) vorgestellt worden: Die Neugestaltung Burghausens soll in der Neustadt beginnen und das noch in diesem Jahr: Salzachzentrum, der Bereich nördlich davon und nicht zuletzt die Erweiterung des campus Burghausen stehen auf der Agenda.

"Studieren, wo die Chemie stimmt" - Die Erweiterung des campus Burghausen steht Auf der Agenda zu der Entwicklung der Neustadt.

"Burghausen ist jede Mühe wert" (Andrea Gebhard)

Das Stadtbild soll durchlässig werden. Das bedingt laut Städteplanerin Andrea Gebhard und Erstem Bürgermeister Hans Steindl auch Überlegungen zur Neugestaltung der Rückansichten. Kurz gesagt: „Vorne hui und hinten pfui“ soll der Vergangenheit angehören.

Allgemein drehe es es sich in ganz Burghausen darum, Bestehendes weiter zu entwickeln und dabei Historisches zu bewahren. "Burghausen ist jede Mühe wert", sagte die Planerin Andrea Gebhard vor den Stadtrat, gerade wegen der topographischen Lage und - natürlich - der längsten Burg der Welt.

Die Zukunft im Blick: In punkto Städteplanung geht es in Burghausen auch viel darum, Bestehendes weiter zu entwickeln und insbesondere auch darum, Historisches zu bewahren.

Parkplatzproblem in der Altstadt

Die historische Altstadt ist neben neben der Burg ein Besuchermagnet und mehr noch: es gibt die Jazzwoche, Schulen, Anwohner und nicht zuletzt gastronomische Betriebe und noch vieles mehr. Das Auto parken? Je nach Datum und Uhrzeit kann das schon mal schwierig werden.

Am Finanzamtsparkplatz soll ein Parkdeck entstehen. In der Zaglau ist bereits ein neuer geschaffen worden. So sah das dort Anfang Januar letzten Jahres aus:

Parkdeck Zaglau: 24.000 Euro pro Stellplatz

"Wir haben bereits ein ´Gestaltungshandbuch´" (Paul Kokott)

Von einem "Gestaltungshandbuch", sprach Planerin Andrea Gebhard auf der Sitzung des Stadtrates am Mittwochnachmittag. Es soll Mittel und Wege aufzeigen, wie sich die Stadt gestalterisch entwickeln kann. Das Wichtigste dabei: Es soll sich ein stimmiges Gesamtbild ergeben, das zu Burghausen passt. Das bedeute nicht, dass alles fest in Stein gemeißelt ist, so Gebhard, sondern sei als ein roter Faden zu verstehen, der weiter gesponnen wird

Dieses "Gestaltungshandbuch" erfasst alles, was das Gesicht der Stadt ausmacht und richtet sich an Bürgerinnen und Bürger ebenso wie Unternehmen und Stadt selbst. In punkto Freiflächen gehören auch und insbesondere in Burghausens Altstadt gastronomische Betriebe dazu.

"Burghausen ist jede Mühe wert", sagte die Planerin Angela Gebhard auf der Stadtratssitzung am Mittwoch bei der ISEK-Vorstellung.

"Wir haben bereits ein ´Gestaltungshandbuch´", scherzte Stadtrat Paul Kokott, "und zwar in Form des Ersten Bürgermeisters." Das Ergebnis könne sich sehen lassen, so Kokott weiter. 

"Es führt kein Weg vorbei" (Hans Steindl)

Heute städteplanerische tätig zu werden sei eine ganz andere Sache als noch vor 30 Jahren, so Andrea Gebhard. Das Thema Barrierefreiheit gab es damals noch nicht in dem Maß. Genauso wenig hat man sich früher Gedanken über die älteren Menschen gemacht wie etwa: Wie kommen sie von A nach B? Wo müssen Verknüpfungen geschaffen werden und - ja, auch mal ganz praktisch gedacht - wo müssen Stolperstellen weg?

Eine Verknüpfung von Altstadt zu Burg und Neustadt ist der City-Bus (innsalzach24.de hatte über den Testbetrieb berichtet). Die Stadt hat zwei e-Busse für den City-Bus-Betrieb bestellt. Es führe dauerhaft kein Weg vorbei, so Steindl

Zwei neue e-Busse werden wohl demnächst im City-Bus-Verkehr eingesetzt.

Zu den Finanzen, die im Rahmen der vielen angedachten Projekte in Burghausen benötigt werden, sagte er geheimnisvoll launisch: "Ich weiß schon ungefähr, woher man Geld bekommt", und setzte nach: "Es gibt geheime Fördertöpfe.

Dem Thema "Aufzug zur Burg" widmet innsalzach24.de einen gesonderten Bericht.

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