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Bike- und Skatepark für Burghausen

„Wenn nichts im Weg steht, kann die Anlage noch diesen Sommer fertig werden“

Präsentation im Stadtsaal Burghausen beim Bauausschuss.
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Bei der Präsentation im Bauausschusssitzung in Burghausen.

Beim Bauausschuss der Stadt Burghausen wurde am 9. März ein Konzept für einen neuen Bike- und Skatepark präsentiert. Am Waldpark Lindach soll auf einer Fläche von 542 qm auf feinstem Beton geskatet werden können. Zusätzlich soll auf einer Fläche von 2000 qm ein Bikepark mit Dirtjump Line entstehen.

Burghausen – Wer sich unter einem neuen Skatepark eine geteerte Partyecke für Jugendliche vorstellt, der liegt bei dem geplanten Vorhaben der Stadt Burghausen falsch. Langlebig und wartungsarm soll er sein, und für eine Vielzahl von Rollsportarten befahren werden können. Darum herum soll ein neuer Bikepark für Anfänger und Fortgeschrittene entstehen, inklusive Technikparcours, natürlichen sowie künstlichen Hindernissen und einem Dirtjump-Bereich. Dort geht es um Tricksprünge mit den Bikes. Fallschutz und Sicherheit für die Sportler sind genauso fix eingeplant, wie eine zugehörige WC-Anlage.

Der neue Park soll im Waldpark Lindach entstehen, wie bereits bei Innsalzach24.de berichtet. Es soll ein Ort werden, der für Vier- bis Siebzigjährige, und somit die ganze Familie geeignet ist. Eine Sportanlage, in der Balance, Motorik und Geschicklichkeit auf Parcours mit Wellen- und Kurvenelementen wetterunabhängig trainiert werden können. Robin Specht, Geschäftsführer und Gründer der Firma Radquartier GmbH präsentierte dem Bauausschuss der Stadt ein 41-seitiges Konzept, das zu dem Vorhaben der Stadt passte. Radquartier ist einer der deutschlandweit führenden Hersteller von Bikeparks.

„Der Bike- und Skatepark soll ein Alleinstellungsmerkmal für Burghausen werden“, sagte Specht. Nach seinem Konzept soll auf einer Grundfläche von 2000 qm der Bikepark, und auf 542 qm der Skatepark entstehen. „Skateboarden gehört inzwischen zu den olympischen Sportarten, und erfordert eine glatte und widerstandsfähige Oberfläche für die kleinen harten Rollen der Boards“, erläuterte Specht. So sollen auf einem Stahluntergitter geschwungene Bodenplatten aus Ortbeton gegossen werden. Die Schwachstellen älterer Parks, lägen vor allem bei den aufgesetzte Elementen. Diese würden laut Specht auch eine höhere Lärmemission und höhere Wartungskosten verursachen.

Der geplante Bike- und Skatepark in Burghausen.

Der Bike-Bereich soll eine 285 Meter lange Fahrfläche enthalten. Einen Parcours, und Trails im Dirtjump-Bereich. Naturnahe Untergründe, Sand, Stein, Wellen, Kurven und extra Zugänge für den Skate- und den Bikepark sind eingeplant. Auch rostfreie Stahlelemente sollen eingebaut werden, und alles, was nicht Fahrfläche ist, mit Rasen bedeckt sein. „Die Anlage wird auf jeden Fall gut genutzt werden“, schloss Specht seine Präsentation.

Die Fragen der Mitglieder des Bauausschusses beschäftigten sich vorrangig mit Lärmschutz. Ein Gutachten dazu sei zwar in Arbeit, so Specht, doch die Anlage sei ohne Beleuchtung konzipiert, so dass die Nutzung lichtabhängig sei. Bezüglich möglicher Konflikte mit Anwohnern der Bachstraße, Steinbeißweg und der Reisinger Alm müsse im Bauauschauss noch geredet werden. Bürgermeister Florian Schneider fügte hinzu, dass noch keine konkreten Pläne für die ehemalige Bayerische Alm vorlägen.

Robin Specht betonte, dass bezüglich des möglichen Missbrauchs für Partys, und gegen Vandalismus Vorkehrungen durch die Miteinbeziehung der Jugend getroffen würden: „Die Nutzer werden bei unseren Bauausführungs-Workshops in Pflege und Instandhaltung der Anlage ausgebildet. Auch Gruppen der Schulen und spezielle Ansprechpartner können dabei eingebunden werden. Das steigert den Anreiz zu nachhaltiger Nutzung und Pflege der Anlage.“

Die Konzeption beinhalte auch Daten, die für Förderanträge wichtig seien, so Specht. Ein Förderantrag, der seitens der Stadt an LEADER gestellt wurde, sei positiv ausgefallen, wie Bürgermeister Florian Schneider ergänzte. Alles in allem würde die Anlage 573.000 Euro kosten. Bei dem Voranschlag handele es sich allerdings nicht um eine Ausschreibung mit den konkreten Angeboten regionaler Firmen. „Wenn nichts im Weg steht, kann die Anlage noch diesen Sommer fertig werden“, beantwortete Specht eine Frage des Ausschusses. „Am wichtigsten ist, dass was Gescheites am Schluss dabei rauskommt“, fügte er hinzu. Und auch Bürgermeister Schneider stimmte dem zu: „Qualität geht vor Geschwindigkeit.“

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