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PV-Anlagen auf den Dächern?

Leerstandskataster, Nachhaltigkeit und Denkmalpflege: Es soll sich was tun in der Burghauser Altstadt

Denkmalschutz und Nachhaltigkeit sind in der Burghauser Altstadt schwierig unter ein Dach zu bekommen.
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Auf welchen Dächern werden künftig PV-Anlagen installiert?

Der Altstadtkümmerer ist einsatzbereit und die Stadt Burghausen will demnächst loslegen: Es soll untersucht werden, wo in der Altstadt regenerative Energieerzeugung möglich ist und ein Leerstandskataster erstellt werden.

Burghausen – Am 7. Dezember stellte der Burghauser Bürgermeister Florian Schneider(SPD) das KDK vor: Ein Kommunales Denkmalkonzept welches Nachhaltigkeit und Denkmalpflege im Altstadtensemble von Burghausen berücksichtigen soll. Grundsätzliche Frage bei dem Plan sei „Wie gehen wir mit der Energieversorgung in der Altstadt um?“, so Schneider. „Das Denkmalschutzgesetz befindet sich aktuell zur Überarbeitung im Landtag. Unter bestimmten Bedingungen wird es künftig Photovoltaik-Anlagen auf denkmalgeschützten Häusern zulassen“, erläuterte er vorab.

Losfahren und PV-Anlage kaufen macht keinen Sinn

Bereits in seinem zweiten Satz warnte Schneider aber, dass es keinen Sinn mache, jetzt loszufahren und eine PV-Anlage zu kaufen. „Da wird nichts dabei rauskommen“, so Schneider. Die Stadt werde aber nun zusammen mit Stadtplaner Manfred Winkler ein Konzept ausarbeiten, wo in der Altstadt PV-Anlagen auf Dächern möglich seien und wo nicht. Abgestimmt mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalschutz soll ein Zonenplan der Dachflächen in bis zu fünf Abstufungen entstehen. Dabei spiele vor allem die Sichtbarkeit des Daches von der Burg aus eine Rolle. Innovative und gestalterisch gute Lösungen könnten in Modellprojekten gefördert werden. So sollen eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben werden, die sich mit möglichen PV-Anlagen auf den Dächern des Maria-Ward-Kindergartens und der Jugendherberge befasst. Bis alle Konzepte fertig und alle Beschlüsse gefallen sind, werde aber jede PV-Anlage einzeln im Bauausschuss behandelt. Wichtig für Genehmigung sei eine Zone ohne Einsehbarkeit, sowie die hochwertige Gestaltung und die Größe der Anlage im Verhältnis zur Dachfläche.

Altstadtkümmerer soll Leerstandskataster erstellen

Außerdem machte Erster Bürgermeister Schneider bekannt, dass inzwischen ein "Altstadtkümmerer" eingestellt wurde, und dieser nun einsatzbereit sei. Aktuell werde eine "Kümmererstruktur" in der Altstadt aufgebaut. Dazu soll zusammen mit dem KDK ein Leerstands- und Zustandskataster entwickelt werden. Zweiter Bürgermeister Norbert Stranzinger (CSU) lobte dies: "Vielleicht wird mit einem Kataster der ein oder andere Eigentümer bewegt." Er schlug vor, das Dach der TV-Turnhalle in die Überlegungen für PV-Anlagen miteinzubeziehen. Auch Norbert Englisch von der SPD und Stefan Angstl von den Grünen zeigten sich begeistert von dem Ansatz, wobei Angstl darauf. hinwies, dass die Dachflächen auf dem Kurfürst-Maximilian-Gymnasium schon geprüft worden seien.

Klare Vorgaben für Privatleute

Klaus Schultheiß (FDP) bat ausdrücklich um klare Vorgaben, was ein "Privater" machen darf. Aber auch er fand die Sache positiv. Heinz Donner(CSU) erinnerte an die Wichtigkeit der Dämmung: "Der Ansatz ist sehr gut und auch ein Leerstandskataster ist sehr sinnvoll. Wichtig ist vor allem eine gescheite Beratung: Engergiesparen geht bei guter Wärmedämmung und guten Fenstern." Dabei könne sehr viel erreicht werden. Der Bauausschuss war einstimmig dafür, dem Stadtrat den Beschluss zur Durchführung des KDK und der Machbarkeitsstudien, sowie die Entwicklung eines Leerstandskatasters zu empfehlen. Am 14. Dezember wird darüber in der Stadtratssitzung entschieden.

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