Februar-Sitzung des Stadtrats an der Salzach

"Letzte Chance für Jahrzehnte nutzen"

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Burghausen - 12.000 Fahrzeuge pro Tag auf der Burgkirchner Straße, rund 10.000 im Zentrum der Stadt. Eine Resolution im Stadtrat soll dem Verkehrschaos auf der B20 nun endlich ein Ende bringen.

"Über Jahrzehnte werden wir keine weitere Möglichkeit dazu haben", verlieh Hans Steindl der Resolution Nachdruck, die B20 in den vordringlichen Bedarf im Bundesverkehrswegeplan aufzunehmen. Ein einmal aufgestellter Plan habe dann eine Gültigkeit zwischen 15 und 18 Jahren. Falle ein Projekt aus finanziellen Gründen aus diesem verkehrszweigübergreifenden Investitionsrahmenplan des Bundes, so Steindl, werde dafür kein Ersatzprojekt in die Bearbeitung aufgenommen.

Letztes Nadelöhr zwischen Straubing und Freilassing

Neben der Engstellen in Laufen bilde Burghausen eines der letzten Nadelöhre auf der Transitstrecke zwischen Straubing und Freilassing. In der Salzachstadt komme dann zum PKW-Verkehr der Urlauber und dem sogenannten Ziel- und Quellverkehr schließlich noch der Schwerlastverkehr der ansässigen Industrie, der Zulieferer und der zahlreichen Firmen belastend hinzu. Mit 8.000 Fahrzeugen pro Tag auf dem Ludwigsberg, einer der Verbindungsstrecken zwischen Alt- und Neustadt, 7.500 Kraftfahrzeugen auf der Tittmoniger Straße, 10.000 auf der Innenachse und sogar 12.000 KFZs auf Burgkirchner Straße erreiche man dort mittlerweile Bundesstraßen-Niveau, zumindest was die Auslastung der Strecken angehe.

Chancen für die Umfahrung

"Ich bin ziemlich optimistisch, dass die B20 aufgenommen wird", erklärte Bürgermeister Steindl im Rahmen der Stadtratssitzung am Mittwoch. Die Finanzierung der Maßnahme sei ungeachtet dessen aber weiter unklar, da die erforderlichen Mittel aus dem Bundeshaushalt zur Verfügung gestellt werden müssten. Wenigstens die Ausschreibung und die Planung der Umgehung könnte bei einer erfolgreichen Aufnahme in den vordringlichen Bedarf vorangetrieben werden.

Eine Vorfinanzierung der geänderten Streckenführung durch die Stadt könne dabei aus rechtlichen Gründen nicht erfolgen, erklärte Bürgermeister Steindl. Der Stadtrat stimmte der Resolution im Anschluss zu. Weitere Maßnahmen zur Bürgerbeteiligung, um dem Vorhaben bei den Abgeordneten an betreffender Stelle weiter Nachdruck zu verleihen, sollen demnächst zusätzlich anlaufen.

Rubriklistenbild: © pa/dpa

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