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Grundlage für Umgang mit Bodenmaterial

PFOA-Allgemeinverfügung: Das sind die Ergebnisse für Burghausen

Die Karte zur Allgemeinverfügung des Landratsamts Altötting zum Umgang mit PFOA-belastetem Bodenmaterial. Das Stadtgebiet von Burghausen ist dabei nicht betroffen.
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Die Karte zur Allgemeinverfügung des Landratsamts Altötting zum Umgang mit PFOA-belastetem Bodenmaterial. Das Stadtgebiet von Burghausen ist dabei nicht betroffen.
  • Heinz Seutter
    VonHeinz Seutter
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Inzwischen liegt die Allgemeinverfügung des Landratsamts Altötting zum Umgang mit PFOA-belastetem Bodenmaterial vor. Auch der Bauausschuss von Burghausen befasste sich nun in seiner jüngsten Sitzung damit.

Burghausen - In seiner jüngsten Sitzung befasste sich der Bauausschuss mit einer Allgemeinverfügung des Landratsamts Altötting zum Umgang mit PFOA-belastetem Bodenmaterial. Entsprechende Flächen werden nun im Flächennutzungsplan gekennzeichnet. Auf Nachfrage von Stadtrat Bernhard Harrer (CSU) berichtete Erster Bürgermeister Florian Schneider (SPD), dass auch nach seinem Verständnis im gesamten Stadtgebiet die „Zone 0“ gilt. Einzeluntersuchungen für Kleinstmengen müssen damit nicht mehr beachtet werden.

Allgemeinverfügung des Landratsamts Altötting zum Umgang mit PFOA-belastetem Bodenmaterial - Burghauser Stadtgebiet nicht betroffen

Das Landratsamt Altötting hatte im Vollzug des Bundes-Bodenschutzgesetzes und des Abfallrechts eine Allgemeinverfügung zum Umgang mit im Landkreis Altötting ausgehobenem Bodenmaterial das erhöhte Gehalte von Perfluoroctansäure (PFOA) aufweist, erlassen. Die Allgemeinverfügung kann auf der Website des Landratsamts eingesehen werden und enthält auch Karten der betroffenen Gemeindegebiete mit den jeweiligen Belastungszonen innerhalb der Gemeindegrenzen sowie Tabellen mit den Belastungszonen der einzelnen Ortsteile.

Die Karte zur Allgemeinverfügung des Landratsamts Altötting zum Umgang mit PFOA-belastetem Bodenmaterial.

Das Gebiet mit erhöhtem Schadstoffgehalt wird dabei in vier Belastungszonen mit jeweiligen Konzentrationsbereichen unterteilt:

(Die Zone 0 wäre demnach alles unterhalb der Belastungszone I)

  • Belastungszone I: (dunkelgrün auf der Karte) Konzentrationsbereich von 0,1 – 0,4 μg/l
  • Belastungszone II: (hellgrün auf der Karte) Konzentrationsbereich von 0,4 – 1,0 μg/l 
  • Belastungszone III: (orange auf der Karte) Konzentrationsbereich von 1,0 – 10,0 μg/l
  • Belastungszone IV: (rot auf der Karte) Konzentrationsbereich ab 10,0 μg/l

„Wäre es sinnvoll, bezüglich der Darstellung im Flächennutzungsplan auch über die Grenzen Burghausen hinauszugehen, um eine Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden, wie beispielsweise Burgkirchen beim Thema Trinkwasser in Betracht zu ziehen?“, erkundigte sich Dritter Bürgermeister Stefan Angstl (Grüne). Bürgermeister Schneider sah dazu keine Notwendigkeit. „Jede Stadt und Gemeinde hat eine solche Darstellung für das eigene Gebiet erhalten.“

Stadtrat Franz Kammhuber (SPD) berichtete, ihm seien zwei Stellen im Stadtgebiet bekannt, an welchen es Schwierigkeiten gab: Der Bau der Burghauser Wohnbau GmbH (BuWoG) an der Burgkirchener Straße und das Güterverkehrszentrum. „Sind durch die Allgemeinverfügung nun beide Fälle hinsichtlich der zeitlichen Befristung gelöst?“ Bürgermeister Schneider entgegnete, er sehe hier nicht unbedingt eine Lösung. „Es wird ein weiterer Verwaltungsweg mit Einbindung des Wasserwirtschaftsamts notwendig sein. Durch die Allgemeinverfügung ist die zeitliche Befristung nicht entfallen.“ Auf Nachfrage von UWB-Stadtrat Stefan Niedermeier antwortete Schneider außerdem, dass laut Karte kein privates Grundstück in der „Zone 1“ liegt.

PFOA wird Region noch lange beschäftigen

Die Chemikalie Perfluoroctansäure (PFOA) wird die Menschen der Region Altötting noch über viele Jahre belasten. Der Stoff, der nach Experteneinschätzung eine Reihe von Krankheiten wie auch Krebs begünstigen könnte, konnte 2016 bei Kontrollen in Blutspenden aus dem Raum Altötting festgestellt werden. Inzwischen wurden Trinkwasserbrunnen geschlossen und zusätzliche Aktivkohleanlagen eingebaut, um das Wasser zu reinigen. Dennoch werde die Belastung aufgrund der hohen Halbwertszeit im Blut nur langsam abnehmen, teilte die Staatsregierung mit. Die Halbwertszeit liege laut Umweltbundesamt bei dreieinhalb Jahren. Die Chemikalie stammte aus der Produktion einer Firma im Chemiepark Gendorf im Landkreis, in der sie bis vor etwa zehn Jahren legal verwendet wurde.

hs

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