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Ökostrom für Burghausen

Kein Scherz: Ab 1. April gibt es super günstigen Burghauser Strom

Die Stadt Burghausen produziert und verkauft jetzt auch Ökostrom.
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Günstigen Ökostrom aus Burghausen: Ab April gibt‘s ihn.

Wenn Alexandra Burghardt, die schnellste Frau Deutschlands für eine Sache als Botschafterin ins Rennen geht, dann muss es nachhaltig sein. Mit Bürgermeister Florian Schneider den Projektleiter und dem Geschäftsführer der Energieversorgung Burghausen (EBG) wirbt Burghardt für günstigen Burghauser Ökostrom. Dieser soll ab 1. April erhältlich sein.

Burghausen – „Es ist ein wunderbarer Termin heute“, so der Burghauser Bürgermeister Florian Schneider kurz vor der Ankündigung zum Verkaufsstart von Burghauser Ökostrom. Neben ihm sitzt Alexandra Burghardt, die bei den Olympischen Winterspielen eine Silbermedaille im Zweierbob abstauben konnte, und außerdem schnellste Sprinterin Deutschlands ist. Als Werbebotschafterin für den Strom von der Energieversorgung Burghausen (EBG) freut sie sich, ein Vorbild in der Region sein zu dürfen. „Als Regionalistin spielen Heimatverbundenheit und Nachhaltigkeit für mich eine große Rolle“, sagt sie und erzählt, dass sie vor kurzem selbst unter die E-Autofahrer gegangen ist. „Es ist der erste Schritt in eine tolle Richtung.“

Die EBG gibt es nun seit 1997 und ist ein gemeinsames Unternehmen der Stadt Burghausen und der Energie Südbayern GmbH mit aktuell jeweils 50 Prozent Beteiligung. Bisher versorgte die EBG etwa 300 Kunden im Stadtgebiet mit selbsterzeugter Wärme. Betrieben werden die sechs Anlagen mit Blockheizkraftwerken mit Biomethan und Erdgas, wofür aktuell nach Alternativen gesucht werde. Nach der Umfirmierung im Herbst 2021 ergänzte die EBG ihr Angebot um Ökostrom und will nun die lokale Stromproduktion, E-Ladeinfrastruktur und E-Carsharing ausbauen und vorantreiben.

Faire Preise für die Region

„Wir wollen Strom für Burghausen und verschiedene Gemeinden in der Region Strom verkaufen“, so Schneider. Auch Burgkirchen, Emmerting, Haiming, Marktl, Mehring, Stammham und Tittmoning gehören zum Strom Vertriebsgebiet der EBG. „Der zertifizierte Ökostrom ist etwas Besonderes und das zu einem attraktiven Preis“, sagt der Burghauser Bürgermeister. Mit einem Grundpreis von 108 €/a zahlt man im fixen Vertrag mit EBG 29,21 Cent pro Kilowattstunde und im variablen Vertrag 30,15 Cent. Gerade hier kann man sich mit dem Burghauser Ökostrom Geld sparen.

Burghauser Ökostrom im Preisvergleich.

„Wir wollen ernsthaft nachhaltig werden“

Tanja Erb, Projektleiterin der EBG und Pascal Steinbach Projektleiter der Energie Südbayern GmbH versprechen, dass die Preise im fixen Vertrag bis Ende September diesen Jahres stabil bleiben. „Wir können diese fairen Preise anbieten, weil wir langfristig geplant haben. Allerdings können wir später für Neukunden nicht die gleichen Preise garantieren.“ Die EBG habe an der Strombörse Strom in einer bestimmten Menge eingekauft, die aber nicht ewig ausreichen wird. „Wir können nicht garantieren, was die Zukunft bringen wird“, so Anton Erb, der Geschäftsführer der EBG. Schneider fügt hinzu: „Wir haben keine überzogenen Renditeerwartungen. Wir wollen dem Bürger etwas geben und wir wollen ernsthaft nachhaltig werden.“

Zum Verkaufsstart schreibt die EBG 6600 Burghauser Haushalte an, ein Stromvertrag zum Wechseln gleich inklusive. Auch online auf energieversorgung-burghausen.de kann ab dem 31. März ein Vertrag abgeschlossen werden. Die ersten 100 Neukunden erhalten jeweils 3 Burghauser Zehner als Geschenk. Die Aktion würde erst einmal in Burghausen gestartet und künftig auf die weiteren Gemeinden ausgeweitet, so Tanja Erb. So wolle man Zeit für die Abarbeitung neuer Anträge gewinnen.

E-Mobilität künftig zentrales Thema

Laut Anton Erb soll außerdem die PV-Anlage auf dem Pieringer Feld erweitert und ab Frühjahr 2023 mit einer Leistung von 4000 kWp die lokale Stromproduktion ergänzen. Derzeit werden 3,2 Millionen kWh Strom erzeugt. Die Gesamtinvestition für die Erweiterung betrage 2,5 Millionen Euro. Auch E-Mobilität soll ein zentrales Thema in Burghausen werden. Der Ausbau von E-Ladestationen und einem E-Carsharingsystem soll vorangetrieben werden. Neue Ladesäulen werden im Spätsommer und Herbst diesen Jahres erwartet. „Das Motto beim Carsharing ist ‚Ausprobieren‘“, so Schneider. „Je besser es angenommen wird, desto mehr Autos wird es geben. Erst einmal werden wir mit einem E-Auto starten.“

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