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Bürgermeister aus Burghausen zieht zum Amtsjubiläum Bilanz

Florian Schneider im Interview: „Ein Jahr, das mich gefordert hat“

Seit über einem Jahr lenkt Bürgermeister Florian Schneider nun die Geschicke in Burghausen.
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Seit über einem Jahr lenkt Bürgermeister Florian Schneider nun die Geschicke in Burghausen.

Burghausen - Seit über einem Jahr ist Florian Schneider nun Bürgermeister in Burghausen. Im Interview mit innsalzach24.de zieht das Stadtoberhaupt eine erste Bilanz, berichtet von seinen persönlichen Erfahrungen und erläutert, wie es um die Stadtfinanzen aussieht.

Hallo Herr Erster Bürgermeister Florian Schneider. Vielen Dank, dass Sie sich Zeit genommen haben. Sie sind jetzt ein Jahr im Amt. Wie fällt ihr persönliches Fazit aus? Sind ihre Erwartungen an das Amt eingetroffen?

Es war sicherlich ein besonderes erstes Jahr. Ein besonderes Jahr, unter anderem wegen der Corona Pandemie, aber auch ein Jahr mit deutlich weniger Gewerbesteuereinnahmen: 20 Millionen statt 70 Millionen Euro, wie noch vor zwei Jahren. Es war ein spannendes Jahr und ein Jahr mit leider viel zu wenig direkten Begegnungen. Trotzdem ein schönes Jahr und ein Jahr, in dem wir viel auf den Weg gebracht haben. Im Bereich der Stadtentwicklung, der Aufenthaltsqualität, der Investitionen: Ein Jahr, das mich gefordert hat.

Werden Sie nun deutlich öfters erkannt oder angesprochen?

Natürlich wird man in der Stadt anders wahrgenommen, öfters angesprochen. Ich finde es angenehm, wie die Leute auf mich zu gehen und freue mich immer, wenn man ins Gespräch kommt. Das ist leider sowieso diesem Jahr zu kurz gekommen.

Hat sich in Ihrem Freizeitverhalten etwas verändert?

Mein Freizeitverhalten ist das Gleiche. Ich muss auch auf das verzichten, worauf gerade alle verzichten: Einfach in der Stadt unterwegs sein, durch Geschäfte bummeln, in die Wirtschaften gehen. Aber ansonsten genieße ich in Burghausen die Landschaft, die Natur und habe das gleiche Freizeitverhalten wie zuvor

Vor Ihrem Dienstantritt haben Sie uns mitgeteilt, dass der Start natürlich viel leichter sein könnte. Wie schwer war es denn rückblickend?

Der Start war natürlich nicht leicht, wie gesagt, es gab weniger Steuereinnahmen. Es gibt Corona und wir blicken alle ein bisschen unsicher in die Zukunft.

Trotzdem, es war ein guter Start und ich bin sehr zufrieden, was ich gemeinsam mit dem Stadtrat alles auf den Weg gebracht habe und bis jetzt hat sich Burghausen auch wirklich gut entwickelt. Ich bin froh, dass die Stadtgemeinschaft weiter so gut zusammenhält und jetzt alle hoffentlich gut durch diese Krise kommen. Ich bin sicher, wir schaffen das gemeinsam.

Auch in diesem Jahr musste das traditionelle Anschwimmen im Wöhrsee am 1. Mai ausfallen. Stellen Sie sich oft vor, wie es ohne Corona verlaufen wäre bzw. wie groß ist Ihre Sehnsucht nach etwas Normalität?

Nicht nur das Wöhrseeanschwimmen ist ausgefallen. Auch das traditionelle Aufstellen des Maibaums mit einem schönen Fest und allem was sonst noch dazu gehört musste ausfallen. Natürlich wünscht sich jeder Normalität, nicht nur ich. Jeder wünscht sich diese Feste zurück, einfach das Leben zu genießen, miteinander unterwegs zu sein. Die Aufenthaltsqualität und dieses wunderbare und einzigartige Burghausen-Gefühl genießen…das fehlt uns allen!

Finanziell ist es derzeit ein Auf und Ab. Erst deutlich weniger Einnahmen (Gewerbesteuer), dann die Kompensation durch den Bund. Wie schätzen Sie aktuell die Lage ein?

Natürlich hat der Bund letztes Jahr mit der Kompensation der ausgefallenen Gewerbesteuereinnahmen die Kommunen stark unterstützt. Es war aber auch notwendig, denn sonst hätten wir unsere Leistungen einfach nicht aufrechterhalten können. Auch in Burghausen war es notwendig, um so einigermaßen gut durch die Krise zu kommen.

Nach wie vor blicken wir unsicher in die Zukunft. Wir haben es im Griff, aber dennoch muss man die Lage immer wieder neu beurteilen: Wie entwickelt sich das wirtschaftliche Klima, wie geht es voran. Ich schätze es nicht schlecht ein. Aber für echten Optimismus ist es noch ein bisschen zu früh. Wir werden gut durchkommen, da bin ich mir sicher, aber nicht ganz ohne Einschränkungen.

Hinzu kommt eine noch höhere Kreisumlage. Was halten Sie vom Kompromiss von 52 Prozent?

Eine Kreisumlage von 52 % ist ein gutes Zeichen. Ein guter Kompromiss, womit der Landkreis den Kommunen nicht zu viel abverlangt. Es ist ein Kompromiss, der im Kreistag sicherlich schwer umkämpft war. Die Ausgaben wurden jetzt erneut auf den Prüfstand gestellt. Da zu reduzieren, wo Ausgaben nicht notwendig sind, die Kommunen nicht über Gebühr zu belasten war gefordert und das ist mit 52 % gut gelungen.

Im zweiten Teil unseres Interviews mit Florian Schneider (demnächst auf innsalzach24.de) äußert sich der Bürgermeister u.a. zur neuen Regelung an der alten Brücke, die Pläne für das Salzachzentrum und die B20-Ortsumfahrung.

jz

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