Nachtragshaushalt in Burghausen verabschiedet

Steindl: "Sensationell guter Haushalt"

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Rosige Zeiten für den Burghauser Haushalt
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Burghausen - Am Mittwoch verabschiedete der Burghauser Stadtrat den Nachtragshaushalt. Die Kassen der Stadt freuen sich dabei über ein massives Plus im Bereich der Gewerbesteuereinnahmen.

In seiner Oktobersitzung beschloss der Burghauser Stadtrat um Bürgermeister Hans Steindl neben den obligatorischen Bauanträgen den Nachtragshaushaltsplan für das Jahr 2014. Die Kämmerei der Salzachstadt kann sich nun über 17 Millionen Euro mehr in ihren Kassen freuen. Ein massiver Zuwachs von mehr als 16 Millionen Euro ist dabei alleine auf die Gewerbesteuer der in Burghausen ansässigen Firmen zurückzuführen.

Die gestiegenen Einnahmen seien dabei unter anderem auf Nachzahlungen aus den Jahren 2011 bis 2013 zurückzuführen, so Steindl in der Sitzung am Mittwoch Nachmittag. Dabei zeichneten sich jedoch nicht nur die Hauptsteuerzahler und die getätigten Investitionen verantwortlich. Einen Großteil könne man aber durchaus auch der strategischen Ausrichtung und dem Vorstoßen in spezielle Produktnischen von Seiten der OMV zuschreiben. Eine Bestätigung wiederum für die Strategie der Stadt, so Steindl, den großen Arbeitgebern in Burghausen bei Vorhaben wie zum Beispiel dem Güterbahnhof "unter die Arme zu greifen." "Du kriegst nichts geschenkt", argumentierte Steindl gegenüber den Parteivertretern im Stadtrat. In manchen Bereichen sei es eben sinnvoll und wichtig in Vorleistung zu gehen. Die Öffentlichkeit mit ins Boot zu holen sei dabei ebenso essentiell wie die Berücksichtigung der Interessen der Wirtschaft, so der Bürgermeister.

Gewerbesteuereinnahmen um 39% gestiegen

Alleine mit einer gestiegenen Summe von über einer Million Euro im Bereich der Verzinsung von Steuernachforderungen aufgrund höherer Gewerbesteuerberichtigungen kann die Kassenverwaltung im Jahr 2014 nun rechnen. Doch auch im Baugewerbe scheint die Stadt auf einem sehr guten Weg zu sein. Mehreinnahmen im Bereich Verwaltungsgebühren aufgrund größerer Bauvorhaben schlagen nun mit 60.000 Euro zusätzlich zu Buche, ein Plus von 75%. Der neue Ansatz geht von insgesamt 140.000 Euro nur in diesem Teilbereich des Haushalts aus. Die wirtschaftliche Entwicklung der Großbetriebe sorgt insgesamt aber für den sattesten Zuwachs im Vergleich aller Posten des Nachtragshaushalts. 16 Millionen Euro zusätzlich lassen hier die Einnahmen auf insgesamt 42 Millionen Euro anschwellen.

Asylbetreuung gesonderter Posten im Haushalt 2015

Im Bereich der Ausgaben fiel den Stadträten ein Zuwachs von 10% gegenüber den letztjährigen Ansätzen im Bereich der Burghauser Bürgerinsel auf. Hans Steindl rechtfertigte die höheren Ausgaben mit gestiegenen Sach- und Personalkosten stellte aber gleichzeitig klar, dass er die ehrenamtlichen Mitarbeiter dort absolut elementar für eine der größten, zukünftigen Herausforderungen sehe, die Asylbetreuung. Weiter kündigte der Bürgermeister an, im kommenden Haushalt einen gesonderten Posten für die Versorgung, Integration und Betreuung der Flüchtlinge, die der Stadt zugeteilt werden, einzuplanen. "Ein wichtiger Beitrag, den wir leisten können und müssen", erklärte Steindl. Die Entwicklung in diesem Feld sei vorhersehbar, neben einer Koordinierungsstelle bei der Stadtverwaltung müsse zudem ein geeigneter Sprachunterricht und passende Unterkünfte zur Verfügung gestellt werden.

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