Der Ölkonzern trennt sich vom Tankstellennetz in Deutschland

Wie es mit den OMV-Tankstellen und am Firmenstandort Burghausen weitergeht

Die OMV-Tankstelle in Rott am Inn.
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Die OMV-Tankstelle in Rott am Inn.

Burghausen - Der OMV-Konzern verkauft sein deutsches Tankstellennetz: Wie geht es nun mit den 15 Tankstellen in der Region und am Standort Burghausen weiter?

285 OMV-Tankstellen in Deutschland sollen im kommenden Jahr ihren Besitzer wechseln. Für 485 Millionen Euro verkauft der Ölkonzern die Tankstellen an die britische EG Group. Wie geht es mit den Tankstellen nach der geplanten Übernahme weiter? 15 OMV-Tankstellen gibt es auch in unserer Region. Geregelt sei, dass die Tankstellen für maximal 18 Monate, bis das „Rebranding“ abgeschlossen ist, vom neuen Eigentümer weiterbetrieben werden müssen. Das teilte OMV-Sprecher Thomas Bauer auf Nachfrage von innsalzach24.de mit. Die weitere Zukunft liegt dann natürlich in den Händen der „EG Group“.


OMV verkauft Tankstellen in Deutschland

In unserer Region ist OMV mit Tankstellen in Altötting, Neuötting, Burghausen, Rosenheim, Raubling, Prien, Bernau, Bad Endorf, Rott am Inn, Kiefersfelden, Teisendorf, Schwindegg, Egglkofen, Ampfing und am Irschenberg vertreten. Das Tankstellengeschäft ist für OMV aber ohnehin nur ein „Nebenkriegsschauplatz“. Von den rund 500 Mitarbeitern am Standort Burghausen sind 35 fürs deutsche Tankstellennetz zuständig. „Der Verkauf bedingt keine Umstrukturierung des Standorts Burghausen“, so OMV-Sprecher Bauer.


Ob der OMV-Standort nun verkleinert wird oder ob im Zuge des Tankstellen-Verkaufs Arbeitsplätze in Burghausen gefährdet sind, lasse sich derzeit noch nicht sagen, so der OMV-Sprecher: „Der Vertrag wurde eben erst unterzeichnet. Der nächste Schritt ist das sogenannte Closing. Dies wird, vorbehaltlich benötigter behördlicher Genehmigungen, in 2021 erwartet.“ Die OMV wolle ihre Aktivitäten in Deutschland auf die Petrochemie in der Raffinerie Burghausen konzentrieren. 

„Wir setzen damit einen weiteren entscheidenden Schritt unseres angekündigten Devestitionsprogramms von zwei Milliarden Euro und realisieren mit dieser Veräußerung einen Entschuldungseffekt für die OMV von etwa einer halben Milliarde Euro zum Zeitpunkt des Closings», sagte OMV-Chef Rainer Seele zum Verkauf gegenüber der dpa.

xe

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