Münchner Christbaum kommt von Burghauser Paar

Annemarie (81): "Mein Schorsch wäre ganz sicher stolz gewesen!"

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Aufstellen des Christbaums vor dem Rathaus in München
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München/Burghausen - Der Christbaum am Marienplatz steht. Der Baum kommt aus Burghausen und wurde in der Nacht auf Mittwoch in die Landeshauptstadt transportiert. Diese rührende Liebesgeschichte steckt dahinter:

Wie unser Partnerportal tz.de berichtet, pflanzte vor rund 45 Jahren ein frisch verheiratetes Pärchen aus Burghausen eine zwei Meter hohe Fichte in ihrem Garten. Es ist auch die Geschichte von Annemarie Rott (81) und ihrem Schorsch.

Im Januar 1970 hatte die damals 34-jährige Annemarie ihren Schorsch Rott, damals 38 Jahre alt, geheiratet. "Im Frühjahr pflanzten wir eine veredelte serbische Fichte in unserem Garten", erinnert sich Annemarie Rott. Zwei Meter groß war der Baum damals schon. Gut 47 Jahre später ist die Fichte ein 24 Meter hoher Riese, sechs Tonnen schwer. Zu groß für den Garten, zuletzt bestand die Gefahr, dass er im Sturm umfällt. "Ein Nachbar hat ihn dann bei der Stadt als Christbaum vorgeschlagen", erzählte Annemarie der tz. Mit Erfolg.

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Am Montagmorgen wurde der Baum gefällt, zurechtgeschnitten und schließlich nach München gebracht. Ab 27. November, wenn der Christkindlmarkt beginnt, soll er dann unter anderem mit Lichtern geschmückt am Marienplatz "glänzen".

Dass "sein" Hochzeitsbaum noch einmal für so viel Glanz sorgen wird, das kann Schorsch Rott nicht mehr sehen. Er starb bereits vor 17 Jahren. "Doch er wäre sicher stolz gewesen", sagt seine Gattin Annemarie. Ihre Tochter Cornelia wird dafür zur Christkindlmarkt-Eröffnung nach München kommen, um dem Baum noch einmal nahe zu sein.  

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