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Nach tödlichen Schüssen: So informierte die Polizei

Beunruhigte Anwohner in Burghausen: „Warum werden die Leute hier nicht gewarnt?“

Großeinsatz der Polizei in Burghausen am 14. Juli 2022
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Schwer bewaffnete Polizisten auf den Straßen in und um Burghausen: Diese Situation sorgte in der Bevölkerung am Donnerstagabend (14. Juli) für Furcht.

Der Großeinsatz der Polizei nach den tödlichen Schüssen in Burghausen löste Furcht in der Bevölkerung aus. Wir haben bei der Polizei nachgefragt, wie die Kommunikation in einem solchen Fall abläuft und auf welchen Portalen sich die Bürger am schnellsten informieren können.

Burghausen – „Weiß jemand warum der Hubschrauber über Burghausen kreist?“ So oder ähnlich klangen die Facebook-Posts besorgter Burghauser am vergangenen Donnerstag (14. Juli). Am Abend der tödlichen Schüsse im Gewerbepark Lindach wanderten Berichte von schwer bewaffneten Polizisten und Straßensperren durch Social Media und Messenger-Dienste – Stunden bevor die Polizei ihre offiziellen Warnungen absetzte. Das führte bei Anwohnern zu Irritation und Verunsicherung:
„Wenn der Täter flüchtig ist und eine Waffe hat, warum werden die Leute hier in der Gegend nicht gewarnt?“, fragte eine Userin auf Facebook. Die Warnmeldung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd kam etwa 30 Minuten später.

„Informationen müssen zu 100 Prozent wasserdicht sein“

„Der Notruf ist bei uns um 20.30 Uhr eingegangen, die Warnmeldung erfolgte etwa 2,5 Stunden später“, so Alexander Huber, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. „Als Behörden sind wir verpflichtet, dass die Informationen, die wir herausgeben, zu 100 Prozent wasserdicht sind. Wir sind sehr daran interessiert, die Bevölkerung frühestmöglich zu warnen, wir dürfen sie aber auch nicht aufschrecken und dann zurückrudern.“ Laut Huber sei es gefährlich, inflationär mit Warnungen umzugehen, da die Bürger die Warnmeldungen sonst nicht mehr ernst nähmen. Auch Panik solle vermieden werden.

Als um 20.30 Uhr der Notruf einging, waren Polizei und Notarzt sogleich vor Ort. Kurz nachdem der Hubschrauber und das Spezialeinsatzkommando aus München ausrückten durchdrangen schon die ersten Fragen die sozialen Netzwerke. Um 21.57 Uhr wurde laut Pressesprecher Markus Szehr die Freiwillige Feuerwehr Burghausen alarmiert um den Tatort für die Spurensicherung auszuleuchten. Um 23.03 Uhr ging die Warnmeldung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd auf Facebook und Twitter raus und wurde danach stündlich aktualisiert.

Außerordentlich schnelle Reaktion der Beamten

„Zuerst müssen wir verifizieren, was passiert ist. Dann wird entschieden was rausgegeben werden darf und auf welchen Kanälen. Am Donnerstagabend wird beispielsweise anders gewarnt, als an einem Samstagnachmittag. In jedem Einzelfall läuft die Warnkette deswegen ein wenig anders“, so Huber. Im Falle der Schießerei reagierten die Einsatzkräfte außerordentlich schnell. Der Täter konnte innerhalb weniger Stunden dingfest gemacht werden. Der österreichische Innenminister lobte den schnellen und erfolgreichen grenzübergreifenden Einsatz der Beamten. Unzählige Polizisten aus Ober- und Niederbayern sowie aus Oberösterreich waren zum Schutz der Bevölkerung stundenlang im Einsatz gewesen. Auch 80 Feuerwehrleute aus Burghausen, Raitenhaslach, Burgkirchen und von der Kreisbrandinspektion waren zur Unterstützung gerufen worden.

Direkte Infos über Polizei-Kanäle

„Wenn die Polizei eine Warnung rausschickt, dann brauchen wir immer die Medien“, so der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. „Wir geben unsere Sofortmeldungen über unseren Presseverteiler aus und parallel dazu unsere Warnungen über die Social Media. Wenn Bürger sich direkt über uns informieren wollen, dann sollten sie die entsprechenden Kanäle auf Facebook, Instagram, Twitter und unseren RSS Feed abonnieren.“

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