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Brückenstreit in Burghausen weiter in aller Munde

Anonyme Briefe, Putin-Vergleiche, Beleidigungen: „Es ist ein Wahnsinn, was man da liest“

Augenschein des Verwaltungsrichters auf der Grenzbrücke
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Der Augenschein auf der „Alten Brücke“.

Das Brücken-Thema verschwindet nicht vom Tisch: Auch wenn Bürgermeister Florian Schneider zurecht findet, dass es aktuell wichtigere und bösere Themen gibt, wird in Social Media weiterhin heftig diskutiert. Vizebürgermeister Norbert Stranzinger wendet sich direkt an die Querulanten im Netz und fordert Bürger zur Mitarbeit auf. Ab Ende April gibt es dazu Gelegenheit.

Burghausen – „Es geht nicht darum, heute etwas zu beschließen“, begann der Burghauser Bürgermeister Florian Schneider (SPD) seine Präsentation zur „Brückenthematik“ in der Stadtratssitzung vom 6. April. Das Urteil des Verwaltungsgerichts in München war im Fall „Brückeneinbahn“ negativ für die Stadt ausgefallen, der Probebetrieb musste unverzüglich beendet werden. Daraufhin hagelte es Hohn und Beleidigung gegen Schneider in den sozialen Medien: Von Vorwürfen sich wie ein Diktator zu verhalten, bis zu Vergleichen mit Putin und weiteren Kommentaren unter der Gürtellinie. Neben der großen Medienaufmerksamkeit eine enorme Belastung für alle Beteiligten, auch für den Kläger und Mitglieder der Bürgerinitiative L501 aus Ach.

Machtwort vom Vizebürgermeister

Norbert Stranzinger, zweiter Bürgermeister der Stadt Burghausen sprach hierzu ein Machtwort bei der Stadtratssitzung: „Die Brückenthematik überdauert inzwischen 20 Jahre und drei Bürgermeister-Perioden in Hochburg-Ach. Ich bin selbst Anwohner und erhalte anonyme Briefe zum Thema. Aber wem soll man bei einem anonymen Brief antworten? Die Kommentare der User in den sozialen Medien sind zum größten Teil unter der Gürtellinie. Es ist ein Wahnsinn, was man da liest. Da sind wir verpflichtet hinter dem Bürgermeister zu stehen.“ Mit der österreichischen Seite habe man schon immer ein hervorragendes Verhältnis, da könne es nicht sein, dass das Klima und die Nachbarschaft durch ein paar Leute beschädigt werde. An die Community im Internet richtete Stranzinger einen persönlichen Appell: „Machts an guadn Vorschlag, dann kann man drüber reden!

Bürgermeister wünscht sich mehr Beteiligung

„Ich erwarte mir schon, dass die Diskussion über Mobilität in Gang kommt. Ich glaube es ist nach wie vor richtig, in Sachen Lärmschutz zu verbessern. Auch die Sicherheit der Schüler am Stadtplatz wird weiterhin wichtig bleiben.“ Nach dem persönlichen Empfinden von Schneider habe sich in den sozialen Medien viel aufgestaut. Die Frage nach den Kosten für das Gutachten für den Gerichtsstreit geisterte durch die Plattformen „10.000 Euro hat das Verkehrsgutachten gekostet“, beantwortet der Bürgermeister die Sticheleien im Internet. Er betonte anschließend noch einmal die Möglichkeit selbst aktiv zu werden, und sich für die Gestaltung der Altstadt sowie ein Mobilitätskonzept zu engagieren.

„Möglichkeit hierzu bieten die Themenabende am 26. April und 3. Mai im Stadtsaal. Unter altstadt-burghausen.de kann man Ideen an die Stadt senden. Bisher sind glaub ich nur zwei eingegangen.“ Es kann übrigens jeder mitmachen, bei den Ideenworkshops: Egal ob aus Neu- oder Altstadt, fügte Schneider noch hinzu.

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