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Am Montag ist das 9-Euro-Ticket erhältlich

Umstieg auf ÖPNV? Was im Landkreis Altötting funktioniert, und was nicht

Regionalverkehr ohne Ende: Ab dem 23. Mai soll das 9-Euro-Ticket bereits erhältlich sein.
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Das 9-Euro-Ticket soll ab 23. Mai in der DB App erhältlich sein.

Ab dem 23. Mai ist das 9-Euro-Ticket erhältlich. Doch kann man im Landkreis Altötting wirklich auf den ÖPNV umsteigen? Die wichtigsten Daten zum Regionalverkehr im Landkreis.

Landkreis AltöttingBenzin ist teuer und Parkplätze sind knapp: Kein Wunder dass vor allem junge Menschen über ein Leben ohne Auto nachdenken (müssen). Doch ist es wirklich möglich auf einen PKW zu verzichten? Manche Arbeitsstellen sind mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen, doch was, wenn man die Oma besuchen möchte?

Die Linien von Bus und Bahn im Landkreis

Glücklich ist, wer einen Bahnhof in der Nähe hat, denn obwohl an der Grenze nach Österreich das Eisenbahnnetz der Deutschen Bahn schon einmal in Sackgassen endet, lohnt es sich ab dem 23. Mai ein 9-Euro-Ticket zu erstehen. Damit kommt man in Regionalbahnen überall hin, und das einen ganzen Monat lang. Vom Eisenbahnknoten in Mühldorf kommt man praktisch in jede Himmelsrichtung weiter: Nach Simbach, Burghausen, Freilassing, Traunstein, Rosenheim, Passau, München oder Landshut. Die Busse, die dann an den Bahnhöfen stehen, dürften dort weiterhelfen wo es keine Eisenbahn mehr gibt.

Ausschnitt aus dem Regionalzug-Liniennetzplan Bayern.

Auch die Bus-Linien im Landkreis Altötting sind überschaubar. Es existieren gleich mehrere Unternehmen, die sich zu einer Verkehrsgemeinschaft zusammengeschlossen haben. So koordinieren Karl Beck, Vorderobermeier, Brodschelm, Wengler, der DB Regio-, Ostbayern-, und Oberbayernbus im VGAÖ ihre Fahrpläne und haben einen einheitliche Preistabelle. Der Linienplan ist in Waben eingeteilt: Eine Einzelfahrt innerhalb einer Wabe kostet 2,20 Euro für Erwachsene. Bis 6 Jahre ist die Fahrt kostenfrei. Die Fahrt wird je nach Anzahl der Waben, die man passieren muss teurer. Ein Schüler- und Studententicket kostet 11 Euro. Mit dem Jugend-Freizeitticket können Jugendliche ab für 2 Euro pro Monat die Busse nutzen. Ab Juni sollen aber auch hier alle Busfahrten im 9-Euro-Ticket möglich sein.

Der Wabenplan des VGAÖ.

Man kommt also von Burghausen nach Gumperstorf und zurück doch manche Waben werden auch von Bussen nicht bedient. Hier ist dann Fantasie gefordert. Am schwierigsten jedoch ist es, die Fahrpläne der Buslinien im Internet zu finden. Will man nicht alle Pläne downloaden und mit der Lupe arbeiten, dann sind gute Apps gefragt.

Preistafel der Verkehrsgemeinschaft Altötting.

Welche App im Landkreis am besten funktioniert

Leider sind die Fahrpläne und Routen der regionalen Bus-Unternehmen noch immer nicht Bestandteil des Google-Maps Routenplaners. Doch es gibt Neuigkeiten: „Die VGAÖ und auch die meisten Nachbarlandkreise haben die App WohinDuWillst eingeführt. Diese gibt Auskunft über sämtliche ÖPNV-Verbindungen, sowohl Bus als auch Bahn“, so Manuel Brodschelm vom gleichnamigen Busunternehmen in Burghausen. In Zukunft soll über die App eine Echtzeit-Auskunft wie auch E-Ticketing möglich sein. „Push-Benachrichtigungen bei Umleitungen oder Ausfällen stehen ganz oben auf der To-Do-Liste“, sagt Brodschelm. „Wir stehen hier in stetigem Kontakt mit dem Landratsamt, der VGAÖ, sowie den Entwicklern und hoffen, dass die Fahrgäste das Potential der App bald vollumfänglich nutzen können.“

Fazit: Der Umstieg auf Öffis ist möglich erfordert aber Vorausschau

Positiv: Ab Juni ist er Umstieg auf den ÖPNV besonders einfach: Preistabellen können getrost ad acta gelegt werden, und mit 9 Euro kommt man einen ganzen Monat lang durch. So billig kann kein Auto gefahren werden. Das Ticket kann außerdem ganz einfach über die DB-App gekauft und auf das Handy geladen werden. Top! Auch die Fahrpläne sind dank der WohinDuWillst App schnell zu finden.

Negativ: Schade ist aber, dass die App WohinDuWillst einige Fahrpläne noch nicht kennt. Auch dass man nicht mit Google Maps navigieren kann ist ein Manko. Das Liniennetz hat diverse Lücken und manche Fahrten und Anschlüsse sind einfach nicht möglich.

Fazit: Sind die Ziele klar, Fahrzeiten laut Linienplan vertretbar und die Wege nicht zu kompliziert ist ein Umstieg auf den ÖPNV definitiv machbar und eine Überlegung wert. Für Familien ist der Verzicht auf ein Zweit-Auto machbar und auch als junger Mensch braucht man nicht unbedingt ein Auto. Sollte man jedoch in einem abgelegenen Ort wohnen, schlecht zu Fuß sein und längere Fahrten machen müssen ist der ÖPNV immer noch keine echte Alternative zum eigenen PKW.

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