Kommunalwahl Bayern 2020: Bürgermeisterkandidat für Burghausen

18 Fragen an Klaus Schultheiss (FDP)

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Bürgermeisterkandidat in Burghausen: Klaus Schultheiss (FDP).

Burghausen - Am 15. März 2020 finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Auch in Burghausen wird der Bürgermeister gewählt. Wir stellen Ihnen die Kandidaten vor. Dieses Mal: Klaus Schultheiss (FDP).

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Die Antworten auf unseren Fragebogen:

1. Name

Klaus Schultheiss


2. Partei

FDP/ Liste 6

3. Alter

58

4. Wohnort

Burghausen (seit fast 40 Jahren)

5. Geburtsort

Neumarkt Sankt Veit

6. Familienstand

verheiratet

7. Kinder

Eine Tochter

8.  Wie verlief Ihre bisherige politische Karriere?

  • Seit 1998 Aufsichtsrat der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Burghausen 
  • Seit 2010 Aufsichtsrat der Wirtschaftsbeteiligungsgesellschaft Burghausen 
  • 2008 – 2014 Stadtrat und Mitglied im Bauausschuss

9. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

In meinen jungen Jahren Franz Josef Strauß. Im Rückblick auf über 40 Jahre politisches Interesse an der deutschen Politik Hans-Dietrich Genscher

10. Was verbindet Sie mit Ihrer Kommune? Was ist das Besondere Ihrer Kommune?

Ich habe in Burghausen vor vielen Jahren mein privates und geschäftliches Glück gefunden und aufgebaut. Burghausen ist eine wunderbare Stadt, mit aktiven Bürgern, einer tollen

Historie und einem tief verankerten Vereinsleben. 

Ich bin ein langjähriges Mitglied in vielen Vereinen, wie zum Beispiel: 

  • Sportverein SV Wacker 
  • Burghauser Automobilclub 
  • Ortsverein Arbeiterwohlfahrt 
  • Freiwillige Feuerwehr (passiv) 
  • Altmännerverein Burghausen 
  • Trachtenverein Lindach 
  • TV 1868 Burghausen

11. Warum sind Sie genau der Richtige?

Ich bin der Richtige, weil ich ein Macher bin! Ich will nicht mehr tatenlos zuschauen, wie ein Top-Grundstück versauert, die Rücklagen durch Wahlgeschenke wie ein Solebecken für 4,5 Millionen auf null gehen und wir Industrie und Mittelstand mit den Herausforderungen alleine lassen. Ich war immer ein Macher. Mit Mut, Plan und Erfahrung für ein lebenswertes, modernes Burghausen. Dafür stehe ich.

12. Was wurde in der vergangenen Amtszeit verpasst? Was wollen Sie besser machen?

Die Zeit der „Brot und Spiele“ ist vorbei. Hans Steindl war über 4 Amtsperioden ein Glücksfall für Burghausen. In der letzten Periode hat er aber die gravierenden wirtschaftlichen Veränderungen zu spät erkannt. Nicht unbedingt notwendige bzw. verschiebbare Projekte (z. B. ein neues Solebecken, ein Motorik - Park oder der Neubau des Familienhauses) wurden noch begonnen. Die Rücklagen der Stadt wurden dadurch erheblich reduziert und es wurde dadurch versäumt, die wirtschaftliche Stabilität der Stadt langfristig zu sichern. Das Salzach-Zentrum-Debakel ist ein weiteres Thema! Seit 10 Jahren passiert überhaupt nichts – das kann doch nicht sein!

13. Was ist für Sie die größte Herausforderung Ihrer Kommune? Wie stehen Sie dazu und was gedenken Sie zu tun?

Finanzen! In Burghausen steht und fällt aktuell alles mit der Liquidität. Nach der Kreisumlage sind wir quasi auf null. Auch den Ansatz der Gewerbesteuereinnahmen im Stadthaushalt für das Jahr 2020 in Höhe von 38 Mio. sehe ich als viel zu hoch an. Wir müssen deshalb in den Dialog mit der Industrie treten: Was können wir dazu beitragen, um die Gewerbesteuereinnahmen zu stabilisieren? Das bedeutet auch die Frage der günstigen Stromversorgung zu klären, die die chemische Industrie so dringend braucht. Wir müssen aber auch an unsere kleinen Betriebe und den Handel denken. Sie brauchen endlich eine Sicherheit, wie es mit der Neustadt weitergehen soll.

14. Was sind – neben den größten Herausforderungen – Ihre drei wichtigsten Ziele in den kommenden sechs Jahre? Was wollen Sie für die Menschen in ihrer Kommune erreichen?

  1. Solider Haushalt 
  2. Einnahmenstärkung durch schnellstmöglichen Ausbau des Güterverkehrszentrums. 
  3. Rückkauf der Stadtwerke

15. Bezahlbarer Wohnraum ist bei uns Mangelware. Wie sehen Sie die aktuelle Situation in Ihrer Kommune und was gedenken Sie hier zu tun?

Hier war die Stadt mit ihrer städtischen Tochtergesellschaft der Buwog sehr aktiv. Insgesamt besitzt die Buwog mittlerweile über 800 Wohnungen. 50 Sozialwohnungen werden gerade fertiggestellt und mit dem Bau von 60 weiteren Sozialwohnungen wird gerade begonnen. Auch auf dem privaten Sektor werden gerade ca. 200 Eigentumswohnungen errichtet. Trotzdem sollten wir weiterhin die staatlichen Fördermittel nutzen und mit der Buwog weiteren sozial geförderten Wohnraum errichten.

16. Der Klimaschutz ist im Moment in aller Munde. Wie wichtig ist Ihnen dieses Thema und was gedenken Sie hier zu tun?

Der Klimaschutz ist mir sehr wichtig, schließlich gibt es unseren Planeten nur einmal. Ich bin selbst schon lange auf ein E-Auto umgestiegen und bin ein großer Befürworter neuer Technologien. Dafür muss die Stadt die nötige Infrastruktur schaffen. Ein Beispiel wäre hier eine Schnellladestation für E-Autos. Ich glaube an das grüne Wachstum und möchte Ökologie und Ökonomie vereinen. Mit der Ressource Wasser müssen wir allenfalls sparsam umgehen.

17. Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und neue Düngeverordnung: Wie stehen Sie zu den Protesten der heimischen Landwirte und gedenken Sie in diesem Punkt zu handeln? Falls ja, wie?

Ich kann es verstehen, warum die Landwirte protestieren. Leider hat es die Landespolitik versäumt gemeinsam mit den Landwirten eine Lösung zu erarbeiten, sondern verabschiedete die neue Düngeverordnung quasi übers Knie. Grundsätzlich ist es ja richtig, dass es jetzt eine Düngeverordnung gibt, aber mir fehlt in diesem Punkt eine differenzierte Betrachtungsweise. Letztendlich ist Gülle nicht gleich Gülle. Wenn man sich an die Gesetze der Natur hält und den Prinzipien einer regenerativen Landwirtschaft folgt, dann tut man sehr viel mehr für den Artenerhalt, als durch utopische Beschlüsse. Und: Es gibt bereits positive Beispiele auch hier in der Region. Wir müssen voneinander lernen und nicht immer nur über die schlechten Sachen berichten. Wertschätzung beginnt mit einer differenzierten Berichterstattung und Akzeptanz seitens der Politik. Dafür werde ich mich einsetzen.

18. Gibt es noch ein wichtiges Anliegen, das Sie Ihren Wählern gerne mit auf den Weg geben würden? Falls ja, welches?

Burghausen muss für alle Bürger ein lebenswertes Zuhause bieten: Jung und Alt. Das ist mir ein großes Anliegen. Dafür brauchen wir frische Ideen und ALLE Bürger dürfen diese äußern. Überhaupt wünsche ich mir eine ergebnisoffene Diskussion zu allen Themen, egal von wem der Vorschlag kommt. Die Gedanken müssen wieder frei sein.

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten der Kandidatin/des Kandidaten wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

Quelle: rosenheim24.de

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