Kommunalwahl Bayern 2020: Bürgermeisterkandidat für Burghausen

18 Fragen an Florian Schneider (SPD)

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Will in Burghausen Bürgermeister werden: Florian Schneider (SPD).

Burghausen - Am 15. März 2020 finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Auch in Burghausen wird der Bürgermeister gewählt. Wir stellen Ihnen die Kandidaten vor. Dieses Mal: Florian Schneider (SPD).

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Die Antworten auf unseren Fragebogen:

1. Name

Florian Schneider


2. Partei

SPD

3. Alter

47 Jahre

4. Wohnort

Burghausen (seit 1972)

5. Geburtsort

Burghausen

6. Familienstand

verheiratet

7. Kinder

Katharina (14 Jahre) und Franziska (12 Jahre)

8.  Wie verlief Ihre bisherige politische Karriere?

-

9. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

-

10. Was verbindet Sie mit Ihrer Kommune? Was ist das Besondere Ihrer Kommune?

Ich bin begeisterter Burghauser, „schon immer“ hier ehrenamtlich engagiert und mit meiner Familie fest verwurzelt. Burghausen ist einzigartig mit einer perfekten Kombination aus starker Wirtschaftsstadt, außerordentlicher Lebensqualität und vielen Menschen, die sich dafür engagieren.

11. Warum sind Sie genau der Richtige?

Ich bringe als Geschäftsführer des traditionsreichen Burghauser Familienunternehmens Kreutzpointner mit rund 110 Mio. Euro Umsatz und etwa 1.200 Beschäftigten die nötige Kompetenz mit. Daneben habe ich als überzeugter Burghauser das richtige Gefühl für unsere Stadt und ihre Bürger. Ich bin hier vielfältig ehrenamtlich engagiert, als Finanzvorstand des SV Wacker, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats in der Altstadt und in vielen weiteren Vereinen. Zudem habe ich mit 47 Jahren genau das richtige Alter auch langfristig etwas bewegen zu können.

12. Was wurde in der vergangenen Amtszeit verpasst? Was wollen Sie besser machen?

In den letzten 30 Jahren mit SPD-Bürgermeister Hans Steindl wurde vor allem sehr viel richtig gemacht. Burghausen hat sich sehr gut entwickelt! Jetzt möchte ich diese erfolgreiche Arbeit mit neuen Akzenten fortsetzen: ein Seniorenheim auf den Weg bringen und gleichzeitig Jugendliche mitgestalten lassen. Den Citybus verbessern und das Radwegenetz schließen. Wirtschaftspolitik machen und die Ökologie stärken. Für bezahlbaren Wohnraum sorgen und das Kultur- und Freizeitangebot so wunderbar erhalten. Schulen modern gestalten, Bildung ausbauen und weiterhin umfassende Kinderbetreuung gewährleisten. Und eine durchdachte Lösung beim Salzachzentrum verwirklichen.

13. Was ist für Sie die größte Herausforderung Ihrer Kommune? Wie stehen Sie dazu und was gedenken Sie zu tun?

Unter schwierigeren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Lebensqualität weiterhin so hervorragend zu gestalten, die Sicherung von Arbeitsplätzen politisch zu unterstützen und die großzügige soziale Ausrichtung der Politik beizubehalten.

14. Was sind – neben den größten Herausforderungen – Ihre drei wichtigsten Ziele in den kommenden sechs Jahre? Was wollen Sie für die Menschen in ihrer Kommune erreichen?

Wir brauchen eine gute Lösung für das Salzachzentrum, die vor allem auch die Bedürfnisse der Menschen mit einer guten Aufenthaltsqualität in der Neustadt gewährleistet. Zudem möchte ich ein dringend benötigtes Altenpflegeheim auf den Weg bringen. Als dritten Punkt möchte ich den Verkehr in der Stadt besser organisieren mit einem optimierten Citybus und einem durchgängigeren Radwegenetz.

15. Bezahlbarer Wohnraum ist bei uns Mangelware. Wie sehen Sie die aktuelle Situation in Ihrer Kommune und was gedenken Sie hier zu tun?

Es wurde in den letzten Jahren viel Wohnraum geschaffen, aber bezahlbarer Wohnraum ist nach wie vor knapp. Die vor über 25 Jahren von der SPD initiierte städtische Wohnbaugesellschaft BuWoG spielt hier eine ganz wichtige Rolle. Ich möchte weitere Wohnungen mit günstigen Mieten bauen und die BuWoG als Gegengewicht zu den privaten Bauträgern stärken. Daneben möchte ich ein Flächenmanagement etablieren, um vorausschauend planen zu können, welche Grundstücke für weitere Bebauungen interessant sind. In der Innenstand möchte ich dabei weiter vernünftig „in die Höhe“ bauen.

16. Der Klimaschutz ist im Moment in aller Munde. Wie wichtig ist Ihnen dieses Thema und was gedenken Sie hier zu tun?

Der Klimaschutz ist selbstverständlich wichtig. Ich möchte Burghausen zum ökologischen Vorreiter machen mit einem noch besser getakteten Citybus, der etappenweise kostenlos werden soll und mit einem besseren geschlossenen Radwegenetz. Genauso möchte ich auch das Bewusstsein für den Umweltschutz durch die Angebote des Umweltamtes, wie z.B. die Aktion „Burghausen plastikreduziert“ steigern und Förderprogramme bewerben.

17. Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und neue Düngeverordnung: Wie stehen Sie zu den Protesten der heimischen Landwirte und gedenken Sie in diesem Punkt zu handeln? Falls ja, wie?

Natürlich gibt es in Burghausen auch Landwirtschaft, aber vor allem ist unsere Stadt industriell geprägt. Ich befürworte eine regionale ökologisch ausgerichtete Landwirtschaft. Bei Problemen mit Verordnungen des Landes oder Bundes werde ich das Gespräch mit den Betroffenen suchen, auf kommunaler Ebene gibt es hier aber nur beschränkten Spielraum.

18. Gibt es noch ein wichtiges Anliegen, das Sie Ihren Wählern gerne mit auf den Weg geben würden? Falls ja, welches?

Nach 30 Jahren Bürgermeister Hans Steindl geht in Burghausen eine sehr erfolgreiche Ära zu Ende. Mit einem neuen Stil und neuen Ideen möchte ich diese erfolgreiche Politik fortsetzen – mit meinem Team im Stadtrat, mit den Mitarbeitern der Stadtverwaltung und mit einer Politik, die alle einbindet. Als Geschäftsführer eines großen Unternehmens habe ich klare Ziele und weiß, wie ich den Überblick behalte und Menschen motivieren kann. Das möchte ich auch als Bürgermeister so machen.

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten der Kandidatin/des Kandidaten wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

Quelle: rosenheim24.de

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