CSU will Zukunftsfähigkeit von Burghausen stärken

Bürgermeisterkandidat Heinz Donner (CSU): "Die Chemie stimmt!"

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Hoffnungsfroh blicken die CSU-Kandidaten rund um ihren Bürgermeisterkandidaten(Bildmitte) in Richtung der Kommunalwahlen. vlnr: Andreas Pfefferl(verdeckt), Stadträtin Isabelle Brodschelm, Heinz Donner, Stadtrat Dr. Markus Braun und Geschäftsführer Martin Unterstaller

Burghausen - Rund 150 Menschen waren am Dienstagabend einer Einladung der Burghauser CSU ins Bürgerzentrum gefolgt. Nur einen Tag nach der Bürgerversammlung stellte Bürgermeisterkandidat Heinz Donner am gleichen Ort seine 23 Mitstreiter für die Kommunalwahlen am 15. März der Öffentlichkeit vor. „Mit inzwischen fünf Bürgermeisterkandidaten wird es wohl in eine Stichwahl gehen“, meinte Burghausens Dritter Bürgermeister, Norbert Stranzinger, im Anschluss an die Kandidaten-Präsentation im Gespräch mit innsalzach24.de.

Für eine solche rechnet sich die Burghauser CSU mit ihrem Spitzenkandidaten gute Chancen aus, schließlich seien Heinz Donners lange Haare nicht nur für die „längste Burg der Welt“ gut, wie Stranzinger bei der abschließenden Präsentation des Bürgermeisterkandidaten süffisant anmerkte: durch sein großes Engagement im Verein Herzogstadt, der alljährlich das beliebte Burgfest ausrichtet, aber beispielsweise auch bei den erfolgreichen Handballern sei Donner "zuhause" und damit schon heute eine prägende Persönlichkeit in Burghausen. Darüber hinaus habe er durch seine frühere Tätigkeit im Finanzamt schon Erfahrung mit einem großen Verwaltungsapparat sammeln können, was ihn, neben seiner zügigen Bereitschaft zur Kandidatur, für den Chefposten im Rathaus prädestiniere: „Als wir ihn auf unserer Klausurtagung gefragt haben, da haben seine Augen geleuchtet!“, erinnerte sich Stranzinger, „sowas brauchen wir in Burghausen“.


Die übrigen 23 Kandidaten hatte Heinz Donner zuvor bereits selbst vorgestellt, nachdem der Geschäftsführer der Burghauser CSU, Martin Unterstaller, zur Begrüßung der Gäste und im Gegensatz zu dem, was am Vorabend auf der Bürgerversammlung zu hören gewesen sei, eine positive Zukunftsvision für die Industriestadt forderte. Mit welchem Team Heinz Donner diese Probleme angehen will, erläuterte der Bürgermeisterkandidat dann, indem er die Kandidaten einzeln auf die Bühne rief und den Anwesenden vorstellte. Donner dankte seinen Mitstreitern dafür, dass sie ihre meist beruflich, aber auch durch ihr Engagement in der Freizeit erworbenen Kompetenzen, für die CSU zur Verfügung stellen. „Wir haben jetzt auch ein Büchlein mit allen Kandidaten“, erklärte Donner am Ende der rund einstündigen Präsentation, bei der die Kandidaten selbst aber nicht zu Wort kamen. Das Heft erinnere bewusst an ein Dixi-Büchlein und habe mit den Kinderbüchern gemein, dass „so viel Kompetenz, Engagement und Sachverstand“ der darin beschriebenen Kandidaten „jedem Burghauser einen beruhigten Schlaf ermöglichen“ solle, so Donner.

Dass die Burghauser CSU der chemischen Industrie den Rücken stärken will, erläuterte Heinz Donner nach der Kandidatenvorstellung im Gespräch mit innsalzach24.de. So forderte der CSU-Spitzenkandidat, dass man beim nachhaltigen Wirtschaften nicht den Anschluss verlieren dürfe: „In Schwechat(Wien, Anm. der Red.) gibt es momentan eine Recycling-Testanlage zur Rückgewinnung von Erdöl aus Kunststoffen“, so Donner. Für den Anwärter auf den Rathaus-Chefsessel sei es wünschenswert, solche Zukunftstechnologien auch in Burghausen anzusiedeln. 


Als weiteres Thema sprach Donner bei der Gelegenheit ein verkehrsberuhigtes Stadtzentrum an: „Wegen der Ortsumgehung muss man mit unserer Nachbargemeinde Mehring ins Gespräch kommen“, sagte der Kandidat. Zwar ist ein erster Schritt bereits zum 1. Januar erfolgt. Seither führt die B20 nämlich offiziell nicht mehr durch die Burghauser Neustadt, sondern wurde auf die Burgkirchener Straße verlegt. Allerdings hat sich baulich bisher nichts geändert. Einer etwa sechs Kilometer langen Umgehung der Herzogstadt, die westlich an Unghausen und Lindach vorbei führen könnte und östlich von Pirach die Bahntrasse unterqueren soll, um bei Unterhadermark auf die bestehende Trasse zu münden, stehen aber landwirtschaftlich genutzte Wald- und Ackerflächen in den Gemeinden Mehring und Burgkirchen im Weg.

Kandidatenliste: 

1) Heinz Donner, Verwalter der Burg Burghausen, 58 Jahre 

2) Stadtrat Bernhard Harrer, Diplom-Ingenieur, 62 Jahre 

3) 3. Bürgermeister Norbert Stranzinger, Betriebsrat, 60 Jahre 

4) Stadträtin Isabelle Brodschelm, Busunternehmerin, 33 Jahre 

5) Frank Kokott, Steuerberater, 40 Jahre 

6) Gerlinde Wagenhofer, Selbständig, 48 Jahre 

7) Stadtrat Gerhard Hübner, Rentner, 67 Jahre 

8) Martin Unterstaller, Unternehmer, 43 Jahre 

9) Stadtrat Dr. Gerfried Schmidt-Thrö, Bauingenieur, 67 Jahre 

10) Andrea Hecht, Justizangestellte, 53 Jahre 

11) Simon Geith, Bankfachwirt, 23 Jahre 

12) Stadtrat Dr. Markus Braun, Arzt, 58 Jahre 

13) Simone Fischerbauer, Einkäuferin, 30 Jahre 

14) Stadtrat Martin Lengfellner, Produktingenieur, 46 Jahre 

15) Manfred Hofbauer, Maschinenbautechniker, 58 Jahre 

16) Manuela Eglseder, Ergotherapeutin, 37 Jahre 

17) Andreas Pfefferl, Gerätewart der FFW Burghausen, 53 Jahre 

18) Doris Bruckmeier, Bedienung, 47 Jahre 

19) Dr. Stephan Brohr, Augenarzt, 47 Jahre 

20) Jürgen Löblein, Geschäftsführer, 53 Jahre 

21) Angelika Weiß, Schulleiterin/Lehrerin, 59 Jahre 

22) Josef Auer, Gastronom, 54 Jahre 

23) Roman Bauer, Rechtsanwalt, 45 Jahre 

24) Jörg Schmitzberger, Unternehmer/Werbefachmann, 53 Jahre

Peter Becker

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