Großübung

Das steckte hinter dem Feuerwehreinsatz bei Wacker

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Jahreshauptübung der WACKER-Werkfeuerwehr

Burghausen - Einmal im Jahr probt die Wacker-Werkfeuerwehr gemeinsam mit internen und externen Einsatzkräften den Ernstfall. Bei der Jahreshauptübung werden die Zusammenarbeit aller Gefahrenabwehrkräfte sowie die reibungslose Kooperation mit den Behörden trainiert. Außerdem werden die Melde- und Alarmierungswege sowie die Gefahrenabwehrpläne überprüft.

Am vergangenen Donnerstag war es wieder so weit: Sirenen heulten, Rauchwolken stiegen auf, Einsatzkräfte rückten an. Alles sollte so realistisch wie möglich ablaufen, damit der Lerneffekt für die Beteiligten groß war.

Die Wacker-Werkfeuerwehr erwartete ein fingierter Notfall: In einer Kühlanlage war Stoff ausgetreten, entwichene Dämpfe wurden mit ferngesteuerten Turbolöschern niedergeschlagen, eine defekte Rohrleitung musste abgedichtet und Kontrollmessungen vorgenommen werden. Außerdem wurde eine Person vermisst. 

Das Werkstor in Burghausen.

Aber das Übungsszenario sah noch eine Steigerung vor. Ein weiteres "Unglück" ereignete sich parallel, zu dem nun die Freiwillige Feuerwehr Burghausen angefordert wurde: Ein Brand an der Tankwagenabfüllung, wo eine Produktleitung gerissen war. Die Einsatzkräfte kämpften gegen die intensive Rauchentwicklung, die teilweise auf nebenliegende Gebäude übergriff. Auch hier musste nach vermissten Personen in den stark verrauchten Stockwerken gesucht werden. Im Vergleich zu den Jahren zuvor waren bei dieser Jahreshauptübung sehr viel weniger aktive Hilfskräfte im Einsatz. 

Neues Konzept

Das liegt im neuen, abgestuften Alarmierungskonzept begründet. Je nach Art und Umfang des Einsatzes (Stufen 1-3) wird in der Leitstelle Traunstein über den Einsatzleitrechner entschieden, wie viele Löschfahrzeuge, Feuerwehrmänner und Löschmittel eingesetzt werden. Im diesjährigen Übungsszenario wurde zunächst die Alarmierungsstufe 1 geprobt. Beteiligt waren die Freiwilligen Feuerwehren von Burghausen und Garching, sowie die Werkfeuerwehren der OMV und des Industrieparks Werk Gendorf. Insgesamt waren rund 120 Aktive und Beobachter im Werk.

Ein Polizeiauto am Ort der Übung.

Der stellvertretende Werkleiter Dr. Rainer Baumann dankte nach Abschluss der Übung allen Mitwirkenden für ihr großes Engagement und die hervorragende Zusammenarbeit: "Im Falle eines Einsatzes hier am Standort bilden wir immer wieder ein neues Team, denn kein Ereignis ist vorhersehbar. Und dieses Team gilt es kontinuierlich zu trainieren und aufzubauen. 

Deshalb sind unsere jährlichen Großübungen seit vielen Jahren fester und wichtiger Bestandteil des Sicherheitskonzepts am Standort Burghausen." Nach Auswertung der Großübung wird mit allen beteiligten Organisationen eine Manöverkritik durchgeführt.

Pressemitteilung Wacker Chemie AG

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