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Glockenspiel in historischer Altstadt

Wenn die Glocken nirgends süßer klingen als in der Burghauser St. Jakobskirche

St.Jakobskirche Kirchturm Altstadt Burghausen
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Pfarrer Erwin Jaindl ganz oben: Auf dem St. Jakobs-Kirchturm.

Der Burghauser Pfarrer Erwin Jaindl ist stolz auf „seine“ Jakobskirche in der Burghauser Altstadt. Bei einer Besichtigungstour zeigt er das Innenleben des 79 Meter hohen Kirchturms und die wunderschöne Rundumsicht in 50 Metern Höhe. Der Weg hinauf ist ein Erlebnis: Hat man den Schwindel überwunden kann man ganz oben die Kirchenglocken und das Glockenspiel bewundern, das mit seinen Klängen Jung und Alt gleichermaßen erfreut.

Burghausen – Man kommt schon tüchtig ins Schnaufen, will man den Kirchturm der Burghauser St. Jakobskirche erklimmen. 79 Meter am Montagvormittag sind für Pfarrer Erwin Jaindl aber kein Problem: Über abgewetzte Holzstufen, steil hinauf durch Staub, Taubenkot, Falkenfedern und Spinnenweben geht es in den Glockenturm. Es ist dunkel doch die Augen gewöhnen sich daran, bis Pfarrer Jaindl eine klapprige Holztür öffnet, und die Sonnenstrahlen durch das Loch in der Steinmauer hereinbrechen.„Wollen Sie mal eine schöne Aussicht sehen?“ Da sagt niemand ‚Nein‘, das ist sonnenklar.

Pfarrer Erwin Jaindl und die Kirchenglocken.

In 50 Metern Höhe strahlt der gebürtige Burghauser über beide Ohren und streckt zeigt für das Foto die großen stählernen Schlüssel, im Hintergrund die längste Burg der Welt. Bei einem kurzen Rundum-Blick wird bewusst, wie weit oben man sich plötzlich befindet. Es ist luftig hier, und bei Wind und Wetter würde man sich wohl nicht so einfach auf den engen „Balkon“ um den Kirchturm trauen. Bei Sonnenschein und gutem Wetter ist der Ausblick aber eine wahre Schau. Kurz hinauf und hinunterblicken und dann geht es auch schon weiter: denn die Zeit drängt. Es geht hinauf unters Gebälk, wo die wahren Hauptakteure zu finden sind: Die fünf Kirchenglocken und das Glockenspiel.

In der Sakristei befindet sich der Glocken-Computer.

Ein Erlebnis, diese Besichtigung: Aber nur für Schwindelfreie! Im Turm finden sich die fünf bronzenen Schwergewichte: Eine Feuerglocke aus dem Jahr 1505, eine Rosenkranzglocke aus dem Jahr 1723, eine Zwölfuhr- und die Christlehrglocke von 1506 und die Speisglocke aus dem Jahr 1755. Sie wiegen von 270 Kilogramm bis zu 2350 Kilogramm. Die kleine Sterbeglocke daneben wiegt dagegen „bloß“ 190 Kilo. Sie ist auch die Jüngste im Bunde und wurde erst im Jahr 1954 gegossen.

Wenn die Glocken nirgendwo süßer klingen

Pfarrer Erwin Jaindl bei der Kirchentour
Besichtigung der Glocken in der St. Jakobskirche. © Haindl
Pfarrer Erwin Jaindl bei der Kirchentour
Besichtigung der Glocken in der St. Jakobskirche. © Haindl
Pfarrer Erwin Jaindl bei der Kirchentour
Besichtigung der Glocken in der St. Jakobskirche. © Haindl
Pfarrer Erwin Jaindl bei der Kirchentour
Besichtigung der Glocken in der St. Jakobskirche. © Haindl
Pfarrer Erwin Jaindl bei der Kirchentour
Besichtigung der Glocken in der St. Jakobskirche. © Haindl
Pfarrer Erwin Jaindl bei der Kirchentour
Besichtigung der Glocken in der St. Jakobskirche. © Haindl
Pfarrer Erwin Jaindl bei der Kirchentour
Besichtigung der Glocken in der St. Jakobskirche. © Haindl
Pfarrer Erwin Jaindl bei der Kirchentour
Besichtigung der Glocken in der St. Jakobskirche. © Haindl
Pfarrer Erwin Jaindl bei der Kirchentour
Besichtigung der Glocken in der St. Jakobskirche. © Haindl
Pfarrer Erwin Jaindl bei der Kirchentour
Besichtigung der Glocken in der St. Jakobskirche. © Haindl
Pfarrer Erwin Jaindl bei der Kirchentour
Besichtigung der Glocken in der St. Jakobskirche. © Haindl
Pfarrer Erwin Jaindl bei der Kirchentour
Besichtigung der Glocken in der St. Jakobskirche. © Haindl
Pfarrer Erwin Jaindl bei der Kirchentour
Besichtigung der Glocken in der St. Jakobskirche. © Haindl
Pfarrer Erwin Jaindl bei der Kirchentour
Besichtigung der Glocken in der St. Jakobskirche. © Haindl
Pfarrer Erwin Jaindl bei der Kirchentour
Besichtigung der Glocken in der St. Jakobskirche. © Haindl
Pfarrer Erwin Jaindl bei der Kirchentour
Besichtigung der Glocken in der St. Jakobskirche. © Haindl
Pfarrer Erwin Jaindl bei der Kirchentour
Besichtigung der Glocken in der St. Jakobskirche. © Haindl

Das Glockenspiel besteht aus 14 Glocken. Sein Klang und ist sehr beliebt bei Kindern, Bewohnern und Besuchern der Burghauser Altstadt. Es ist täglich um 10:05, 11:50 und im Sommer um 18:50 Uhr zu hören. Kirchenpfleger Berhard Waas richtet das Programm am Kirchenjahr aus, so erklingen seit Aschermittwoch Fastenlieder und ab Gründonnerstag schweigen die Glocken bis zur Osternacht. „Dann wird Osterliteratur gespielt“, so Waas. „Heinrich Wimmer, unser Organist, schreibt die Lieder eigens für das Glockenspiel um. Meistens klingen die Spiele unsauber, weil Glocken nicht so aufeinander abgestimmt werden können, aber Wimmer ist ein absoluter Profi.“

Im Jahr 2016 wurde das Glockenspiel nach fünf Jahren Ruhepause wieder in Betrieb genommen. Dank einer großzügigen Spende der Stadt Burghausen konnte damals der neue Computer erstanden werden. Anhand eines E-Klaviers werden die Melodien auf einem USB-Stick gespeichert und über den Glockenspiel-Computer nach oben in den Turm gesendet. So konnte man in Burghausen sogar schon „Spiel mir das Lied vom Tod“ von Ennio Morricone in Glockenspiel-Version hören.

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