Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Workshop für Gewaltprävention und Austausch

„Suibamoond“ unterstützt Fortbildung der Jugendsozialarbeiter im Landkreis Altötting

(v.l.) Magnus Stummvoll, Burghauser Polizei Erkut Balkan, Alfons Hasenknopf von Suibamoond und Florian Zitzelsperger von der Burghauser Jugendpflege.
+
Freuen sich über den gelungenen Workshop und mehr Austausch (v.l.) Burghausens Jugendbeauftragter Magnus Stummvoll, Jugendbeauftragter der Burghauser Polizei Erkut Balkan, Alfons Hasenknopf von Suibamoond und Florian Zitzelsperger von der Burghauser Jugendpflege.

Gerade in der Corona-Pandemie ist die Aggressivität und Gewaltbereitschaft mancher Jugendlicher aufgrund von zeitweise fehlenden Strukturen gestiegen. Dafür sollen mehr Netzwerktreffen stattfinden um Fachkräfte in dieser Richtung weitgehender zu schulen.

Meldung im Wortlaut

Burghausen - Bereits bei einem Netzwerktreffen im Sommer 2020 aller Burghauser Institutionen, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben, entstand die Idee zur gemeinsamen Fortbildung. Coronabedingt musste diese auf Herbst 2021 verschoben werden. Die Themen Gewaltprävention und Handlungsstrategien bei aggressivem Verhalten von Jugendlichen sollten im Fokus stehen.

Schnell konnte der Verein „suibamoond“ sowie der Musiker Alfons Hasenknopf als finanzielle Unterstützer für so eine gemeinsame Weiterbildung gefunden werden. An der Franz-Xaver-Gruber Schule in Burghausen kamen alle Fachkräfte der Stadt Burghausen zusammen, die im Bereich Jugendarbeit tätig sind, aber im Sinne des kollegialen Austauschs auch die Jugendsozialarbeiterinnen der Burgkirchner Wirtschaftsschule sowie der Neuöttinger Pestalozzi-Schule.

Als ein Fazit kann vorweggenommen werden: „Der kollegiale Austausch und damit auch das persönliche Treffen ist gerade in der Jugendarbeit extrem wichtig. Das hat uns diese Pandemie gezeigt. Umso schöner, dass durch die Unterstützung von Alfons Hasenknopf so ein hochqualifiziertes Seminar stattfinden konnte.

Als Ergebnis nehmen wir glaube ich, alle mit, dass wir durch die Folgen der Pandemie vor noch größere Herausforderungen in der Jugendarbeit gestellt sind, aber auch dass wir zusammen sehr motiviert sind und einander unterstützen“, sagt Magnus Stummvoll, Jugendbeauftragter der Stadt Burghausen und Initiator des Netzwerktreffens.

v.l. Germain Bennett, Anti-Aggressivitätstrainer von Jonathan Soziale Arbeit Sandra Dachgruber, Jugendsozialarbeit an der Wirtschaftsschule Burgkirchen Christine Taubenreuther, Jugendsozialarbeit an der Pestalozzi-Schule Neuötting Martin Höllmüller, Trainer von Startklar Soziale Arbeit Florian Zitzelsberger, Jugendpfleger/JuZ Burghausen Ariana Weise, Jugendsozialarbeit an der FXGruber-Mittelschule Burghausen Inga Tahirovic, Studentin der TH Rosenheim und Praktikantin im Jugendbüro Burghausen Martina Szantho von Radnoth, Schulsozialarbeit an der Maria-Ward-Realschule Burghausen Merle Ertl, Schülerin der FOS AÖ und Praktikantin im Jugendbüro Burghausen Magnus Stummvoll, Lehrer und Jugendbeauftragter der Stadt Burghausen Bettina Schweda, Jugendsozialarbeit an der Hans-Kammerer-Grundschule Burghausen Hannes Schwankner, Jugendpfleger/Jugendbüro Burghausen

Aufgrund der zeitweise weggefallenen (schulischen usw.) Strukturen in der Corona-Pandemie, aber auch aufgrund entwicklungstypischer Rebellion in der Pubertät oder wegen schwierigen familiären Verhältnissen ist ein Teil der Jugendlichen aggressiver geworden und hat eine höhere Gewaltbereitschaft als zuvor. Das war die Ausgangslage für den Workshop mit den Experten und Trainern Germain Bennett und seinem Kollegen Martin Höllmüller aus dem Kreis Traunstein.

Der erste Teil des Workshops fand am 14. Oktober 2020 im Seminarraum des Burghauser Jugendzentrums statt. Pandemiebedingt konnte der zweite Teil des Workshops erst im Herbst 2021 in der Franz-Xaver-Gruber- Mittelschule stattfinden. Inhalte des Workshops: Ursachen und Hintergründe von Gewalt und Konfliktbereitschaft bei Kindern und Jugendlichen, Einblicke in die sogenannte konfrontative Pädagogik, Handlungs- und Deeskalationsstrategien für Fachkräfte in konkreten Situationen sowie für die Elternberatung.

Ein Fokus liegt dabei auf Klarheit, Beharrlichkeit und eigener Souveränität der Erwachsenen, die mit aggressiven Kindern und Jugendlichen konfrontiert sind. Ein weiterer Fokus liegt auf der Förderung der Selbstwahrnehmung und Selbstwirksamkeit von Kindern und Jugendlichen, so dass sich die Aggressivität und Gewaltbereitschaft allmählich abbauen kann.

In Übungen, Rollenspielen und Erfahrungsaustausch konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Wissen vertiefen und ihr methodisches Handwerkszeug erweitern. „Streit und Konflikte sind ja auch wichtig, grad bei Jugendlichen. Das ‚Sich Gspürn‘ in der Reibung mit Anderen gehört zum Erwachsenwerden dazu,“ so die Teilnehmerin Christine Taubenreuther während des Workshops.

„Umso wichtiger ist es dann, dass da Erwachsene sind, die die Einhaltung von Regeln klar einfordern, die die Spannungen dabei aushalten können und den Blick nicht im Regelwerk verlieren, sondern verstehen, welche Bedürfnisse grad aus dem Jugendlichen sprechen.“

Pressemitteilung der Stadt Burghausen

Kommentare