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Sorge auch im Burghauser Stadtrat

Wie soll es jetzt weitergehen? Ist die Belebung der Altstadt missglückt?

Die Meinungen im Burghauser Stadtrat gehen auseinder.
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Ist an diesem Standort lohnendes Geschäft überhaupt möglich?

Die anstehende Schließung des Brückenwirtes am Stadtplatz und des Frischemarkts am Bichl warfen auch bei der Stadtratssitzung drängende Fragen auf. Lohnen sich Geschäfte in der Altstadt noch?

Burghausen – Viele große und wichtige Themen wurden am Mittwoch (13. Juli) bei der Stadtratssitzung in Burghausen auf den Tisch gebracht. Zwei der aktuellsten und drängendsten Fragen kamen allerdings erst nach der geplanten Tagesordnung auf den Tisch: Was führte zur geplanten Schließung des Edeka-Marktes am Bichl? Und was zur anstehenden Aufgabe des Brückenwirts am Stadtplatz? Werden sich Nachfolger finden lassen?

Gespräche mit Interessenten bereits am Laufen

Zwar habe die Verwaltung laut Bürgermeister bereits am 9. Juli einen Brief von dem Edeka-Betreiber erhalten. Dennoch sei er über die kurzfristige Schließung am 30. Juli mehr als überrascht. „Natürlich gab es vorher Gespräche“, sagte Schneider, „diese haben aber die Kurzfristigkeit so nicht dargestellt. Wir hätten uns einen besseren Übergang gewünscht.“ Gegen das Argument des Betreibers, nicht genügend Personal zur Verfügung zu haben, könne Schneider so nichts unternehmen, er könne keine Leute einstellen. „Wir sind aber bereits in Gesprächen mit zwei Interessenten. Das erste fand heute (13. Juli) statt, das zweite folgt in den nächsten Tagen“, berichtete der Bürgermeister. Die Bewerber würden bereits andernorts Nahversorgung betreiben und seien somit als verlässlich und professionell einzustufen. „Wir können noch nichts sagen, werden aber unterstützen und tun, was uns nur einfällt“, so Schneider. Auch in der Zeitung wolle man einen Aufruf starten, und damit schnell zu einer guten Lösung kommen.

„Der Laden wird zu wenig angenommen“

„Der Laden wird zu wenig angenommen. Die Leute schreiben und tun – aber sie gehen nicht hinein um einzukaufen“, warnte Klaus Schultheiß. Nicken und zustimmendes Raunen aus dem Stadtrat folgte der ausgesprochenen Befürchtung des FDP-Fraktionssprechers. Alex Gassner (SPD) sprach sich dafür aus – zumindest vorübergehend – den Dienstagsmarkt am Stadtplatz auszuweiten, damit keine Versorgungslücke entstünde. Peter Schacherbauer (UWB) dagegen meinte, dass der Standort am Bichl nicht der richtige sei. Er warf die Frage auf, wie es allgemein mit den Altstadtgeschäften im stehe. „Wir müssen aktiver werden“, warnte er: Das Thema sei zentral für die Altstadtentwicklung, weswegen die Standortfrage erörtert werden müsse. Bürgermeister Schneider hingegen zeigte sich überzeugt, dass man den Laden am Bichl erfolgreich betreiben könne.

„Es war keine Frage des Standorts“

„Es war keine Frage des Standorts - es ging um‘s Personal“, argumentierte er. Schultheiß hielt dagegen, dass bereits drei frühere Betreiber hochverschuldet den Laden aufgegeben hätten. „Wir müssen da aufpassen!“, warnte er. Der Bürgermeister meinte, die Pandemie sei teilweise verantwortlich – fügte aber hinzu: „Die Aufgabe ist jetzt, dass wir hoffentlich keinen Geschäfte-Leerstand bekommen, dass wir uns kümmern müssen. Genauso bei der Gastronomie, denn auch der Augustiner Brückenwirt wird schließen.“

Der Augustiner Brückenwirt in Burghausen schließt.

„Ich habe mit dem Wirt gesprochen und der Entschluss des Wirtes ist auf eine Vielzahl von Gründen zurückzuführen. Natürlich wollen wir ein Wirtshaus am Stadtplatz haben, und wieder ein vergleichbar gutes hinbekommen.“ 

Florian Schneider, Burghauser Bürgermeister

In dem Falle, dass ein Geschäft oder ein Gastronom vor existenziellen Entscheidungen stehe, könne die Stadt in ihrem Rahmen Hilfe anbieten, so Schneider. „Enorme Preissteigerungen und Personalknappheit wird es nun in sehr vielen Branchen geben. Wir müssen aufpassen und schauen, dass wir die Inhaber mit der Wirtschaftsförderung gut unterstützten!“

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