Viele Bilder von Freitag

Gemütlicher Auftakt beim Burghauser Burgfest 2019

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Traditioneller Einzug des Herzogs und Herzogin, die mit ihrem Troß vom Feldlager in der Nähe des historischen Feldlagerturms in die Dürnitz, dem Hauptteil der historischen Burg.

Burghausen - Bedingt durch das wechselhafte Wetter lief das traditionelle Burgfest auf der längsten Burg Europas am Freitagabend gemütlich an. Dies konnte den Veranstaltern vom Verein Herzogstadt e.V. aber nicht die Vorfreude auf das anstehende Ereignis trüben. Vielmehr im Gegenteil freute sich Herzog Frank Wagenhofer vom Verein Herzogstadt e.V., kurz bevor die Tore am Curaplatz für die Besucher geöffnet wurden: „Jetzt ist alles bereitet, das Handy abgeschaltet, jetzt kann es los gehen!“.

Schließlich handelt es sich bei dem jährlichen Fest, das seine Wurzeln vor rund 50 Jahren hatte, „um das authentischste Mittelalterfest, das ich kenne!“, wie beispielsweise „Graf“ Frank „Sciarra“ von der Interessengemeinschaft „L’esprit de la Resistance“ aus Schwendi im oberschwäbischen Landkreis Biberach beteuert. Seit Jahren schlagen er und seine Gleichgesinnten, natürlich „gewandet“, beim historischen Burgfest ihre Zelte auf. Eine offizielle Funktion bei dem bunten Treiben haben die Schwaben zwar nicht, aber „eine Riesenmenge Spaß“, so der Wochenend-Graf, der mit seinem Verein auch schon andere Mittelalterfeste besucht hat. 

Auch aus der Region kommen immer mehr Teilnehmer am, wie Christoph und Stefanie von den Scaligern aus Wald an der Alz bestätigen können. Zusammen mit einer rund 20-köpfigen Gruppe von Mittelalterbegeisterten, haben sie sich dem Troß des Herzogspaares angeschlossen. Auch ihre Kinder sind natürlich schon „gewandet“ und haben ganz offensichtlich großen Spaß am bunten Treiben rund um das historische Zeughaus, wo die Mittelalterbegeisterten mit der Leiter im Wappen in diesem Jahr ihren „Stützpunkt“ haben.

Der Freitag auf dem Burghauser Burgfest

„Gewandet“ heißt, dass man sich entsprechend dem Mittelalter gekleidet hat. Dann kostet nämlich auch der Eintritt zum Burgfest nur die Hälfte, genau, wie für Jugendliche. Kinder unter 12 Jahren genießen generell freien Eintritt. Hat man diesen entrichtet, taucht man direkt in eine andere Welt ein: Gaukler, Musikanten, Handwerker, Tänzerinnen, Korbflechter, Schmiede, Bauersleut, Bettler, die vielen verschiedenen Wachmannschaften aus nah und fern und nicht zuletzt „Truchsäss“ Heinz Donner: „Ich bin schon ganz gespannt, wie unsere neue Gauklertruppe bei den Kindern ankommt!“, freut sich der Mann, der auch im wirklichen Leben Chef der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung in Burghausen ist. 

Die Spannung von Donner löste sich alsbald in Wohlgefallen auf, denn die Truppe kam gut an: der altbekannte Ritter Rüdiger und die drei neuen Lanzenreiter begeisterten Heerscharen von Kindern gleich zum Auftakt des Festes an der großen Bühne auf dem historischen Waffenplatz. Später nahmen dann die Mittealter-Rocker von Narrengold und Furunkulus das Szepter in die Hand, um die inzwischen mehrere tausend Gäste auf dem Waffenplatz mit ihren Liedern zu erfreuen.

Große Attraktion am Samstag wird der Festzug mit seinen 1500 Teilnehmern in ihren historischen Rüstungen und Kleidern sein, die gegen 14 Uhr dann mit ihren 40 Pferden und Gespannen vom Stadtplatz in der Burghauser Altstadt hoch zur Burg ziehen. Der inzwischen 720 Mitglieder zählende Verein Herzogstadt e.V. und seine vielen Unterstützer aus nah und fern freuen sich trotz des durchwachsenen Wetters auch in diesem Jahr auf zahlreiche Besucher.

pbj

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