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Angespannte Laborsituation

Fünf Jahre Campus Burghausen: Chancen und Herausforderung

In der Marktler Straße prägen die Gebäude des Campus Burghausen bereits jetzt das Stadtbild. Mit einem neuen Technikum am Salzachzentrum könnte es weitere Veränderungen geben.
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In der Marktler Straße prägen die Gebäude des Campus Burghausen bereits jetzt das Stadtbild. Mit einem neuen Technikum am Salzachzentrum könnte es weitere Veränderungen geben.
  • Jens Zimmermann
    VonJens Zimmermann
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Prof. Dr. Philipp Keil, Leiter Campus Burghausen, berichtete in der Stadtratssitzung vom Mittwoch (16. Juni) über den Status Quo des Standortes. Dabei sah er viele Chancen für die Region, aber auch noch große Herausforderungen, die gemeistert werden müssen.

Burghausen - „Wir haben eine Erfolgsstory aufgebaut, die wir gerne fortsetzen wollen“, zieht Prof. Dr. Philipp Keil, Leiter Campus Burghausen, zu Beginn seines Vortrages vor dem Burghauser Stadtrat ein durchaus positives Fazit. Seit fast fünf Jahren ist der Campus nun in Burghausen beheimatet.

Fünf Jahre Campus Burghausen - Neues Labor hat höchste Priorität

Für einen neuen Standort sei laut Keil Mundpropaganda sehr wichtig. Dennoch müssten auch die Rahmenbedingungen passen. Ein großer Baustein spiele hier die Infrastruktur. Im Gebäude in der Robert-Koch-Straße entsteht derzeit eine Bibliothek und ein zentrales Studentenservicecenter. Auch in der Marktler Straße wird eine Cafeteria gebaut. Beides soll bis zum 1. Oktober fertig gestellt sein.

Im Gebäude in der Robert-Koch-Straße entsteht derzeit eine Bibliothek und ein zentrales Studentenservicecenter.

Größte Baustelle ist und bleibt aber ein neues Laborgebäude. Aktuell laufen Gespräche, dass dieses am Salzachzentrum entstehen könnte. „Das neue Gebäude könnte einen Leuchtturm-Effekt haben“, glaubt Keil. Bis dahin dürfte aber noch einige Zeit vergehen. Die aktuelle Laborsituation ist jedoch laut dem Campusleiter sehr beengt. Die Zwischenlösung am BbiW umfasst derzeit nur rund 450 Quadratmeter, der Bedarf liege aber bei 3.000 Quadratmetern. „Das ist ein ganz großes Thema – auch für die Stahlkraft und die Studentenakquise“, so Keil.

Innovative Forschungsfelder wie Wasserstoff

Zwar soll in Zukunft innovative Forschungsfelder wie das Thema Wasserstoff vorangetrieben werden, für das der Standort Burghausen auch mehrere Millionen Euro vom Bund erhalten hat, und somit die Attraktivität für Studieninteressierte erhöht werden. Doch dafür wird das neue Technikum dringend benötigt. Bis zur Fertigstellung müssten weitere Übergangslösungen her, beispielsweise moderne Laborcontainer.

325 Studierende in vier Bachelorstudiengängen und einem Masterstudiengang zählt der Campus aktuell, hinzu kommen elf Professor/innen. Drei weitere Stellen sollen hier bis 2022 besetzt werden. „Das ist keine Selbstverständlichkeit auf dem angespannten Arbeitsmarkt“, schildert Keil. Positiv sei zudem, dass ab dem 1. Oktober der Standort auch eine Fakultät für Chemische Technologie und Wissenschaft ist und keine Hochschul-Institut mehr.

Chancen und Herausforderungen

Die Chancen seien vielfältig, auch aus kommunaler Perspektive. So könnte die Gestaltung eines innerstädtischen offenen Campus mit hervorragendem Studienbedingungen und überregionaler Attraktivität geschaffen werden und auch das Stadtbild positiv beeinflussen. Dazu bietet der Campus eine regional verankerte akademische Aus- und Weiterbildung, innovative anwendungsorientierte Forschung und die Entwicklung im Chemiedreieck in Zukunftsthemen.

Die Herausforderungen seien aber nicht zu unterschätzen. Die Campus-Infrastruktur müsste verbessert werden, aber auch die Sichtbarkeit und Attraktivität für Studieninteressierte muss weiter erhöht werden. Bei beiden Aspekte spielt auch die derzeitige Laborsituation eine große Rolle.

Florian Schneider: „Müssen den Blick nach vorne richten“

Doch auch der starke Wettbewerb durch benachbarte Hochschulen im Umkreis von 100 Kilometern dürfe nicht unterschätzt werden. Hier nennt Keil Deggendorf und Wels als Beispiele. Letztere haben vor zwei Jahren ein hochmodernes Laborgebäude gebaut. „Wir tun uns überregional noch schwer. Wir sehen ja auch, woher die Bewerber kommen“, so der Campusleiter.

„Wir sehen, was bisher geschaffen wurde. Aber wir müssen den Blick nach vorne richten“, so Bürgermeister Florian Schneider, der auch die Wichtigkeit des neuen Technikums hervorhebt. Das müsse jedoch Aufgabe des Staates sein und nicht der Kommune. Es würden besondere Chancen bestehen, besonders beim Thema Wasserstoff. Damit könnte die Marke Burghausen weiter gestärkt werden. Doch auch die Studenten frischen das Stadtleben auf. „Die Studenten werden in Zukunft ein wichtiger Teil der Stadt sein“, ist sich Schneider sicher.

jz

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