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Keine Gefahr für Nachbarschaft

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Burghauser Wohnraum wird knapp

Etwa 4000 Kräfte zum OMV Turnaround in Burghausen erwartet

Burghauser Wohnraum wird vor allem im Sommer 2022 knapp werden
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Wohnungen sind vor allem in der Altstadt knapp.

Es gibt viele Menschen, die in Burghausen eine Wohnung suchen: ob jung, alt oder getrennt lebend. Im Sommer wird das Wohnungsangebot wohl noch knapper, denn der OMV Turnaround steht an.

Burghausen – Noch nie war das Bedürfnis nach Leerstandsmanagement größer. Vor allem in Städten wie Burghausen, die eine Vielzahl an Arbeitsplätzen und gleichzeitig hohe Lebensqualität zu bieten haben. Gerade weil im August der Turnaround der OMV ansteht, wird Wohnraum vor allem in den Sommermonaten schwer zu finden sein. Bei der Generalinspektion, die vom 22. Juni bis zum 7. August 2022 auf dem Werksgelände der OMV und der Borealis Group in Burghausen stattfindet, werden etwa 4000 externe Mitarbeiter tätig sein.

Gerade jene Menschen, deren Geldbeutel nicht so locker sitzt, tun sich bei der Wohnungssuche in Burghausen schwer. „Junge Familien, junge Menschen, die ausziehen wollen oder müssen, Alleinstehende oder Menschen nach Trennungen, sie alle brauchen Wohnraum. Aber auch ältere Personen, die barrierefreien Wohnraum benötigen, Frauen aus Frauenhäusern, Asylbewerber und Flüchtlinge leiden unter chronischer Wohnungsnot“ sagt Sabine Bachmeier, Sozialreferentin der Stadt Burghausen. „Mit den hochgradig bezuschussten Krippen und KiTa-Plätzen war Burghausen bayernweit Vorreiter“, so Bachmeier. „Auch die Gründung der BuWoG (Burghauser Wohnbau Gesellschaft) ist nahezu beispiellos. Sie leistet seit ihrer Gründung vor 30 Jahren einen wesentlichen Beitrag dazu, dass die Mieten auf einem vertretbaren Niveau bleiben. Dennoch besteht dringend Handlungsbedarf.“

Problem: Zuviel Leerstand

Das Problem ist, dass in Burghausen viele Häuser leer stehen. „Manche Erben lassen die Häuser leer, weil sie keine Not haben. Es gibt aber auch Spekulationsobjekte, bei denen die Spekulante noch auf höhere Renditen für Baugrund und Häuser warten“, erläutert Bachmeier. Schwierig sei, das die Vermietung als Monteurzimmer oder per AirBnB mehr Einnahmen bringe als Dauermieter. Ein Leerstandskataster gibt es in Burghausen derzeit nicht. Die Anmeldungen von Zweitwohnungen sind auf einem relativ niedrigem Niveau. Laut Einwohnermeldeamt waren in Burghausen zum 1. Mai 2022 insgesamt 1117 Personen mit Nebenwohnungen gemeldet. Dies bedeute aber nicht, dass die Wohnungen als Zweitwohnungen genutzt würden, denn oftmals handele es sich dabei um studierende Kinder.

Leerstände melden und zwischenvermieten

Sabine Bachmeier nennt aufgrund des akuten Bedarfs die Möglichkeit, dass Eigentümer oder Wohnungssuchende, Leerstände auf den Internetportalen immobilo.de und hausgold.de melden. Das WohnraumSchutzGesetz sehe vor, dass Wohnungen, die länger als drei Monate leer stehen, gemeldet werden müssen. Dadurch könnte die Dauervermietung an Monteure oder per AirBnB eingeschränkt werden. Die Sozialreferentin fände außerdem hilfreich, wenn leerstehende Häuser oder Wohnungen zwischenvermietet würden. „Natürlich müssten diese vor Besetzung und Verfall geschützt werden und bei neuen Plänen des Eigentümers wieder entmietet werden können. Hierfür wären beispielsweise kurzfristige Verträge mit Studenten denkbar.“

Der Burghauser Bürgermeister Florian Schneider sagt: „Wir sind offen als Ansprechpartner und gehen auch auf Hausbesitzer zu, wo es uns auffällt, aber uns fehlt die rechtliche Grundlage. Wir als Stadt können dem Eigentümer nicht vorschreiben, dass er etwa vermieten muss. Mit unserer BuWoG schaffen wir aktiv guten und leistbaren Wohnraum und haben so etwa 800 Wohnungen in städtischem Bestand.“

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