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Steffi Groß: „Am Morgen fühlte es sich noch ganz unwirklich an“

Endlich wieder geöffnet: Burghauser Friseurin über den ersten Öffnungstag

Steffi Groß, Friseurin aus Burghausen.
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Steffi Groß, Friseurin aus Burghausen.

Nach elf Wochen durften Friseursalons am 1. März wieder öffnen, und darüber freuten sich nicht nur die FriseurInnen sondern auch die KundInnen. Ein erster kleiner Schritt zurück in die Normalität, den viele begrüßen und genießen. Die Burghauser Friseurin Steffi Groß spricht sogar von 138 Prozent Auslastung, das macht Mut und verspricht einen guten Start in den Frühling.

Burghausen - Obwohl sich Steffi Groß wegen der Wiederöffnung ihres Friseursalons am 1. März die ein oder anderen Sorgen gemacht hat, lief alles Bestens. Bei frühlinghaftem Sonnenschein durften ihre ersten Kunden einen Haarschnitt genießen und sich über ein Stück wiedergewonne Normalität freuen: „Viele der Kunden waren einfach nur froh, dass sie kommen durften.“ berichtetet die Salonbesitzerin aus der Burghauser Altstadt, „Und wir auch: Endlich dürfen wir wieder arbeiten!“

Vor allem Männer gehörten zu den ersten Kunden

Den lang ersehnten ersten Friseurbesuch machten vorrangig die Herren der Schöpfung. „Die ein oder andere Kurzhaarfrisur einer Dame war heute schon auch dabei, aber die meisten Frauen ließen zuerst ihre Männer kommen.“ Kein Wunder! Durfte sich doch heut so mancher Mähnenwolf endlich wieder in einen ordentlich frisierten Ehemann zurückverwandeln. „Die Wertschätzung, die uns heut entgegengebracht wurde, war sehr groß.“ erzählt Steffi.

Aber nicht nur Wertschätzung, sondern auch Blumen und Trinkgeld waren heut für die FriseurInnen auf der Tagesordnung. „Es ist wirklich schön, die Treue unserer Kunden zu sehen. Manche waren einfach nur froh, dass wir den Lockdown als Betrieb überlebt haben.“ Steffi Groß hat, wie viele andere SaloninhaberInnen, in den letzten drei Monaten einiges mitmachen müssen. Anträge die ewig nicht gestellt werden konnten. Kurzarbeitergeld auslegen, zurückfordern. Kein Wunder, dass ein Aufatmen durch die Branche geht.

„Unser Team war glücklich wieder arbeiten zu dürfen“

Obwohl Friseurbetriebe in den meisten Fällen Montags geschlossen haben, wurde am 1. März natürlich eine Ausnahme gemacht. „Unser Team war einfach nur glücklich wieder arbeiten zu dürfen.“ erzählt Steffi Groß, „Wir haben auch auf Anhieb wieder genauso gut funktioniert wie vor der Schließung.“ Den Alltag zurück, das bekamen nicht nur Friseure, sondern auch Gärtner, Fußpfleger Blumenhändler und Arbeiter in Baumärkten. Etwas das sich andere Branchen verzweifelt wünschen.

„Vor Corona war es normal, dass wir 167% Auslastung pro Stunde hatten, heute waren wir bei 138%.“ Steffi Groß ist Unternehmerin und ihr Geschäft lief gut. Für sie, wie für viele andere Selbstständige war es ein Greuel, Hilfe beantragen zu müssen und nicht arbeiten zu dürfen. Die Bilanz des ersten Tages jedoch macht Mut, und auch die Dankbarkeit der KundInnen tut ihr Übriges.

„Am Morgen fühlte es sich noch ganz unwirklich an, wieder zurück in den Salon zu gehen. Nach 11 Wochen von Null auf 200 hochzufahren ist nicht ganz ohne.“ Die Friseurin ist froh so viel Platz in Ihrem Laden zu haben, die Abstände können so ohne Probleme eingehalten werden. „Insgesamt waren wohl 50 Personen da, und terminlich sind wir in der nächsten Zeit gut ausgelastet.“ berichtet die Saloninhaberin. Froh war sie auch, dass alle KundInnen mit einer FFP2-Maske eintraten und niemand sich deswegen beschwerte.

Nächste Woche wird die Friseurin noch einmal am Montag öffnen. Aber nur bis der erste Kundenansturm nach dem Lockdown bewältigt ist. Durchaus glücklich und zufrieden blickt die Burghauser Friseurin auf ihren ersten Arbeitstag zurück: Ein kleiner Schritt zurück Richtung Alltag ist getan. Bleibt nur zu hoffen, dass auch andere Branchen bald wieder an die Arbeit dürfen.

dha

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