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Anwohner reagieren emotional

Noch weniger kostenfreie Parkplätze für Burghauser Altstadt-Bewohner?

Burghauser Bürger diskutieren an Lösungen für die Altstadt mit.
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Burghauser Bürger können ihre Ideen für die Stadt einbringen.

Erneut konnten sich Burghauser Bürger für die Gestaltung ihrer Altstadt aktiv einbringen. Trotz bestem Wetter fand der Mobilitäts-Themenabend großen Zulauf und diverse Diskussionsbeiträge.

Burghausen – Erneut fanden sich am Dienstagabend um die einhundert Burghauser im Stadtsaal ein. Weil es dabei um die Zukunft der Altstadt ging, waren vorrangig Anwohner gekommen. Wie? Das war die Frage, denn es ging um „Mobilität“. Wie Bürgermeister Florian Schneider in seiner Begrüßung treffend formulierte: „Ein Thema, das sicherlich jeden bewegt.

Nikola Richter von Ingevost stellte zu Beginn das integrierte Mobilitätskonzept vor, das von dem Ingenieursbüro aus München für die Burghausen erstellt wurde. Sie sprach dabei die Herausforderungen für die Altstadt durch den fließenden Verkehr an. Diese entstünden durch den Verkehr nach Österreich, den Burghauser Binnenverkehr sowie den Liefer- und Schulbusverkehr. Aber auch der „ruhenden Verkehr“ belaste die Altstadt. So erwähnte Richter dass der Parksuchverkehr reduziert werden müsse, Dauerparken reduziert und mehr kostenpflichtige Kurzparkplätze geschaffen werden sollten.

Parkplätze effizienter nutzen – was heißt das?

Eine erste Meldung gibt es bereits zu diesem Zeitpunkt aus dem Publikum. Doch mit den Beiträgen mussten sich die Anwohner noch bis zur anschließenden Diskussionsrunde gedulden, so die Moderatorin und Architektin Eva Beham vom Büro nonconform. Sie leitete mit ihrem Kollegen, dem Landschaftsarchitekten Korbinian Kroiß, durch den Abend. Nikola Richter von Ingevost legte daraufhin die Ziele des Mobilitätskonzeptes vor. Das Radfahren am Ludwigsberg müsse verbessert werden. Der Lenkungskreis der Stadt habe bereits Konkretes in Arbeit. So beispielsweise den Ausbau des Radverekehrsnetztes mit Radabstellplätzen, E-Bike-Ladestationen und einem Leihradsystem. In Bezug auf Fußgänger, empfahl Richter einen Fuß- und Schulwegeplan und Barrierefreiheit. Unnötiger LKW-Verkehr solle beseitigt und Parkplätze effizienter genutzt werden.

Parkplatz-Jahreskarten für die Anwohner?

Bevor die Bürger sich aber beteiligen durften, war noch Verkehrsplaner Michael Skoric aus Wien an der Reihe. Er brachte Vorschläge und Beispiele aus Österreich mit. So auch diverse Ideen Parkplatzlösungen für die Verbesserung der „vertikalen Mobilität“ – kurz einem Burgaufzug. Wohl die wichtigste Punkte seinerseits waren es, den Autoverkehr zu reduzieren und ein flächendeckendes Parkplatzmanagement. Beispiel: Grüne und Blaue Parkzonen, die jeweils gebührenpflichtig sind. Anwohner könnten dann Jahreskarten kaufen. Als Beispiel für ein gelungenes Parkleitsystem führte Skoric Hallstatt an. Dort werden Touristen noch vor der Einfahrt in die Innenstadt durch Schilder in Parkhäuser gelenkt. Dass die Tiefgarage hauptsächlich von Anwohnern und Angestellten belegt sei, bemängelte bereits Richter. Anwohner könnten in der Zaglau oder am Finanzamt kostenfrei parken.

Burghauser diskutieren über Mobilitätskonzepte.

Gleich nach der kurzen Pause fanden sich die sechs Diskussionsteilnehmer, darunter Schneider, Skoric und Richter auf den Stühlen ein. Die erste Diskussionsteilnehmerin aus dem Publikum ließ nicht lange auf sich warten. Andrea Hecht sagte gleich, dass sie sich schon beim Zuhören aufregen hatte müssen. Eine Jahreskarte für Anwohner sei einfach zu teuer für manche. Schneider konterte: „ Ein Tiefgaragenstellplatz kostet 50 Euro pro Monat“, und Richter fügte hinzu „Das wird keine Top-Down Entscheidung. Es gibt verschiedenste Ansätze und Möglichkeiten.“ Skoric betonte dass keine Benachteiligung für die Anwohner entstehe „Parkplatzmanagement heißt, dass das Parken für die Anrainer verbessert wird. Nicht gegen sondern für sie.“

Weitere Artikel über die Bürgerbeteiligung folgen. In der kommenden Woche werden Ideen im Offenen Ideenbüro der Stadt angenommen. Von 10. Mai bis 12. Mai im Stadtsaal. Mehr Informationen dazu erhalten Sie hier.