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Schneider: „Wollen Eigenverantwortung für Energieversorgung übernehmen!“

Ökostrom aus und für Burghausen: So sieht das Angebot konkret aus

Auf der Bürgerversammlung in Burghausen am Dienstagabend stellte Erster Bürgermeister Florian Schneider (SPD) die Planungen für ein eigenes Energieversorgungs-Unternehmen vor.
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Auf der Bürgerversammlung in Burghausen am Dienstagabend stellte Erster Bürgermeister Florian Schneider (SPD) die Planungen für ein eigenes Energieversorgungs-Unternehmen vor.

Bislang gab es bereits in Kooperation mit der Energie Südbayern in Burghausen ein eigenes Wärmeversorgungs-Angebot. Nun soll es auch auf Ökostrom ausgeweitet werden, wie Erster Bürgermeister Florian Schneider (SPD) am Dienstagabend erstmals auf der Bürgerversammlung bekanntgab.

Update, Freitag 19. November: So soll das Angebot für Ökostrom in Burghausen konkret aussehen - Pressemitteilung der Stadt

Burghausen - Die Stadt Burghausen wird nachhaltiger: Ab 1. Januar 2022 gibt es Grünen Strom aus Burghausen für die Burghauserinnen und Burghauser. Die „Energieversorgung Burghausen GmbH“ liefert ab Anfang des Jahres 2022 100% Ökostrom und das zu sehr „fairen Preisen“ wie Erster Bürgermeister Florian Schneider ankündigt. Außerdem wird die GmbH ein Büro mit Sitz in der Tittmoninger Straße ab Januar betreiben (neben Finanzamtsparkplatz). Die „Energieversorgung Burghausen GmbH“, die aus der Wärmeversorgung Burghausen GmbH (WBG) hervorgeht, ist zu 50% eine Tochtergesellschaft der Stadt Burghausen und zu 50 % der „Energie Südbayern GmbH“ (ESB). Der Vorteil von der neuen Gesellschaft: Die Stadt hat vertraglich geregelt das letzte Wort, wie Michael Bock, Leiter der Rechtsabteilung im Rathaus versichert. Die Stadt Burghausen erhöht ihre Anteile von bisher 20 bei der WBG auf 50 Prozent der EBG.

Die Energieversorgung Burghausen GmbH ist ein wichtiges Projekt, das dem Ersten Bürgermeister Florian Schneider sehr am Herzen liegt: „Wir wollen hin zu einer nachhaltigeren Stadt, zu einer nachhaltigeren Stadtgesellschaft, zu einer fairen und transparenten Stromversorgung. Hier ist der Burghauser Bürgerstrom zum Start in das Jahr 2022 nicht nur ein sehr gutes Signal, sondern auch der Startschuss für ein nachhaltiges Burghausen. Ein Thema, das uns ab jetzt gewissermaßen nachhaltig verfolgen wird und muss.“ Selbstverständlich steht der Burghauser Strom dann auch an den E-Tankstellen zur Verfügung. Auch hier strebt die Stadt einen weiteren Ausbau in Kombination mit verschiedenen E-Sharing-Modellen an.

Der Burghauser Strom wird durch Blockheizkraftwerke gewonnen, die auch größtenteils mit Biogas betrieben werden und durch die städtischen Photovoltaikflächen.

Der Burghauser Strom kann neben dem Burghauser Stadtgebiet in folgenden Kommunen bezogen werden: Tittmoning, Burgkirchen, Emmerting, Mehring, Haiming, Marktl, Stammham.

Wie genau die Burghauser ab 1. Januar 2022 zum Burghauser Bürgerstrom wechseln können wird sobald wie möglich bekannt gegeben. Die Stadt wird in der Rathauszeitung „Burghausen gestalten“ noch dieses Jahr detaillierter berichten.

Alle Bürgerinnen und Bürger, die derzeit überlegen ihren Stromanbieter zu wechseln oder vermehrt von Anbietern telefonisch kontaktiert werden, haben ab Januar die Möglichkeit Kunde bei der heimischen Energieversorgung Burghausen zu werden - dem verlässlichen und fairen Partner in Sachen Ökostrom-Bezug. Das Kündigen des vorherigen Stromvertrages übernimmt die EBG für die neuen Kunden. Wenn jedoch ein Kündigen aufgrund von Vertragsbindungen nicht möglich ist, muss man abwarten bis der alte Vertrag aufgelöst werden kann.

Pressemitteilung der Stadt Burghausen

Bericht aus der Bürgerversammlung Ende Oktober: Ökostrom für Burghausen erstmals vorgestellt

Burghausen - „Und jetzt habe ich noch eine Sache, da haben Sie auch noch nichts dazu in der Zeitung gelesen, denn die wusste da auch noch nichts davon“, verkündete ein verschmitzter Erster Bürgermeister Florian Schneider (SPD) auf der Bürgerversammlung in Burghausen am Dienstagabend. Die Rede war von der „Energieversorgung Burghausen“ (EBG) die Reiter auf der Veranstaltung erstmals der Öffentlichkeit präsentierte. Diese Gesellschaft, an welcher zu jeweils 50 Prozent die Stadt und die Energie Südbayern (ESB) beteiligt sind, soll künftig nachhaltige und bezahlbare Energie, konkret sowohl Wärme als auch Strom, anbieten. Die weiteren Details, wie beispielsweise der weitere Ablauf und Zeitplan, sollen demnächst im Stadtrat vorgestellt und beraten werden.

1997 war bereits gemeinsam mit der ESB die Wärmeversorgung Burghausen GmbH (WBG) gegründet worden. Mit der WBG sollte eine Wärmeversorgung realisiert und betrieben werden, um CO₂-Reduzierung zu erreichen. Ziel war es, im Endausbau mindestens 12 Prozent des Gesamtwärmebedarfs über die thermische Leistung von Blockheizkraftwerken darzustellen und Schritt für Schritt eine Nahwärmeversorgung aufzubauen. „Diese Ziele konnten in der Zusammenarbeit mit Energie Südbayern realisiert und zum Teil sogar übertroffen werden“, wie die ESB auf ihrer Website berichtet. „Nach der Versorgung mit Wärme wird nun der nächste Schritt nun ein Angebot von Ökostrom für Privatkunden sein“, berichtete Bürgermeister Schneider am Dienstagabend.

Burghausen will mit Energieversorgung Burghausen künftig eigenes Angebot für Ökostrom bieten

Ziel sei die Erzeugung von 3,2 Millionen Kilowattstunden Strom in unseren Blockheizkraftwerken. Die WBG betreibt aktuell bereits vier moderne Kraftwerke dieser Art, die mit Pflanzenöl und Biomethan befeuert werden und rund 750 Haushalte bereits mit Wärme versorgen. „Zusätzlich ist die Stromerzeugung aus Photovoltaik-Anlagen auf Frei- und Dachflächen geplant“, so Schneider. Daneben solle auch der Aufbau einer umfassenden Infrastruktur für E-Mobilität in Angriff genommen werden. Jüngst hatte es auch bereits durch den Landkreis die Vorstellung eines E-Auto-Sharing-Konzepts gegeben, das teils mit Interesse aber auch kritischen Stimmen aufgenommen wurde.

„Wir wollen sichere, nachhaltige und bezahlbare Energie im Versorgungsgebiet, zu 100 Prozent Ökostrom. Gleichzeitig wollen wir die Eigenverantwortung für die Energieversorgung übernehmen und ihre Umweltverträglichkeit konkret mitbestimmen“, schloss Schneider. „So wollen wir die Wertschöpfung in unserer Region ausweiten, uns den wachsenden Herausforderungen im Energiemarkt stellen und neue Formen der Mobilität aktiv entwickeln und für den Bürger nutzbar machen.“

hs

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