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Sollte am Dienstag stattfinden

Darum wird der Bürgerdialog zur B20-Ortsumfahrung in Burghausen verschoben

 Grünen-Kreisvorsitzender Peter Áldozó betont, die „Bürgerdialoge“ des Aktionsbündnis Verkehrswende Altötting“ zur B20-Ortsumfahrung in Burghausen und Mehring sollen bewusst beide Seiten zu Wort kommen lassen.
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Grünen-Kreisvorsitzender Peter Áldozó betont, die „Bürgerdialoge“ des Aktionsbündnis Verkehrswende Altötting“ zur B20-Ortsumfahrung in Burghausen und Mehring sollen bewusst beide Seiten zu Wort kommen lassen.
  • Heinz Seutter
    VonHeinz Seutter
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Eigentlich sollte am Dienstag dieser Woche im Bürgerhaus in Burghausen die abschließende „Bürgerdialog“-Veranstaltung des Aktionsbündnisses „Verkehrswende Altötting“ stattfinden. Gegenüber innsalzach24.de berichten die Veranstalter nun, warum sie sich für eine Verschiebung des Termins entschieden haben.

Burghausen - „Wir haben uns aus zwei Gründen für eine Verschiebung auf den 20. Oktober entschieden“, berichtet Grünen-Kreisvorsitzender Peter Áldozó im Gespräch mit innsalzach24.de. „Zum Ersten wegen des Vorwurfs, es handle sich um eine verkappte Wahlkampf-Veranstaltung. Zum Zweiten weil es damit auch eine Zusage von Burghausens Erstem Bürgermeister, Herrn Florian Schneider gibt.“ Genauere Informationen zu der Veranstaltung am neuen Termin würden zeitnah im Vorfeld bekanntgegeben. „Es wird eine professionell moderierte Dialog-Veranstaltung sein, bei der beide Seiten ausführlich zu Wort kommen werden“, verspricht Áldozó.

„Bürgerdialog“ des „Aktionsbündnis Verkehr“ zur B20-Ortsumfahrung in Burghausen wird auf Oktober verschoben

Schon seit vielen Jahren laufen Planungen für eine B20-Ortsumfahrung. So soll Burghausen, laut den Verantwortlichen, eine erhebliche Reduzierung der aktuellen Verkehrsbelastung erhalten. Verkehrszählungen aus dem Jahr 2018 hätten ein Aufkommen von über 13.000 Fahrzeugen festgestellt, darunter mehr als tausend Lastwägen. Für 2035 erwarte man knapp 15.000 Fahrzeuge. „Rund 9.000 davon könnten dann auf die Ortsumfahrung ausweichen“, so Bernadette Wallner vom Staatlichen Bauamt Traunstein bei der Vorstellung des aktuellen Projekt-Stands im Burghauser Stadtrat.

Doch erhebliche Kritik daran kommt aus der Nachbargemeinde Mehring, durch welche die Umfahrung dann führen soll. Betroffen davon wären zwar nur verhältnismäßig wenige Anwohner, aber dafür eine erhebliche Naturfläche. In Mehring argumentiert man nun, unter anderem, die kalkulierten Kosten in Höhe von rund 40 Millionen Euro würden die prognostizierte Lärmentlastung von nicht mal zwei Dezibel nicht rechtfertigen. Weiterhin bedeute die prognostizierte Entlastung nur einen Rückgang um 3.000 bis 4.000 Fahrzeuge pro Tag. Überhaupt würden nicht viele Anwohner von einer solchen Umfahrung profitieren. Von Richtung Wacker-Pforte sei die Burgkirchener Straße zunächst geprägt von Gewerbe, dann ein bisschen Wohnbebauung, gefolgt vom Neubaugebiet mit Lärmschutzmaßnahmen, abschließend folge wieder ein Gewerbegebiet.

Erster „Bürgerdialog“ Ende Juli

Dieser Argumentation schließt sich auch das „Aktionsbündnis Verkehrswende Altötting“ an. Ihm gehören, unter anderem, die Grünen, die ÖDP, der Bund Naturschutz und die Gemeinde Mehring an. Nicht aber beispielsweise CSU und SPD, von denen es zuletzt im Burghauser Stadtrat Zustimmung dafür gegeben hatte. Weiterhin werden als Kritikpunkte aufgelistet: „Overfly und Brückenbauten als Betonmonster durch wertvolle Natur- und Ackerlandschaft, hoher Flächenfraß, hoher CO2-Ausstoß, Gefährdung der Artenvielfalt, 43,9 Mio. Euro Kosten (fehlen beim Bahnausbau), Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Klimaschutz.“ Dies würde die Vorteile bei der Verkehrsentlastung erheblich überwiegen, fasst es Áldozó zusammen.

Zahlreiche Teilnehmer des „Bürgerdialogs“ in Mehring lauschten Ende Juli den Argumenten der Redner, wie hier dem Altöttinger Verkehrsreferent Marcel Seehuber (Die Liste) gegen die B20-Ortsumfahrung für Burghausen.

Eine erste „Bürgerdialog“-Veranstaltung hatte es Ende Juli in Mehring gegeben. Zahlreiche Redner führten dabei in Mehring ihre Argumente gegen die B20-Ortsumfahrung für Burghausen aus. Neben Áldozó, der durch die Veranstaltung führte, sprachen noch Mehrings 1. Bürgermeister Robert Buchner (Freie Wähler), der Vorsitzende der Ortsgruppe Burghausen des Bund Naturschutzes, Dr. Ernst-Josef Spindler, als Vertreter der Landwirte Josef Schick, der Altöttinger Stadtrat (Die Liste) und Referent für Mobilität Marcel Seehuber sowie Andreas Engl aus Burghausen. Im Wesentlichen wiederholten die Redner an diesem Samstagabend die bereits ins Feld geführten Argumente gegen das Projekt. Sie betonten jedoch, es ginge ihnen nicht um alternativlose Ablehnung. Stattdessen lautete der einhellige Appell: Statt der Ortsumfahrung seien Lärmschutzmaßnahmen die sinnvollere, günstigere und schneller umsetzbare Lösung für das Verkehrsproblem der Stadt.

hs

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