Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Burghauserin startet im Ausland durch

Merisha bringt deutschen Techno nach Neuseeland

Die Burghauserin hat eine Vorliebe für elektronische Musik made in Germany.
+
MERISHA bringt deutschen Techno nach Neuseeland.

Ursprünglich wollte sie nur für ein paar Monate Work & Travel ins Ausland. Jetzt startet die Burghauserin in Neuseeland als DJ und Eventmanagerin durch.

Burghausen, Wellington – Über drei Jahre ist es nun schon her, dass Merisha Haindl ihre Heimat Burghausen das letzte Mal gesehen hat. Ursprünglich wollte die 25-Jährige nur für ein paar Monate Work & Travel nach Australien. Daraus wurde nichts: Inzwischen arbeitet sie von Montag bis Freitag als Corporate Event Manager in einem Büro in Wellington, Neuseeland. An den Wochenenden bringt sie deutschen Techno in die neuseeländischen Clubs.

Wenn alles anders kommt, als geplant

2020, nach einem Jahr in Australien reiste Merisha weiter nach Neuseeland, um dort ein weiteres Jahr Work & Travel anzuhängen. Wegen Corona wurde aber aus den Plänen nichts. Gerade aus dem Flugzeug ausgestiegen wurden alle weiteren Flüge gecancelt und Neuseeland wurde von der Außenwelt isoliert. „Meine Mutter hatte einen Flug aus Deutschland gebucht. Mein Freund aus Sydney, Australien. Beide wurden storniert. Und so saß ich mehr als einen Monat auf einem Bauernhof bei Auckland fest, und wusste nicht was ich tun sollte“, so Merisha.

Die Burghauserin beim „Auflegen“.

Trotz Rückholaktion geblieben

Zwar hatte es eine Rückholaktion mit der Lufthansa gegeben, doch kurz vor Abflug überlegte es sich Merisha anders und blieb. „Mein Job war super, mein Boss unterstützte mich – und so konnte ich gut über die Zeit der Lockdowns kommen“, erzählt die 25-Jährige. Weil durch die Pandemie das Unternehmen ihrer Mutter kaputt ging, musste sich Merisha finanziell komplett allein durchschlagen. Dank ihres Fleißes schaffte sie das gut. Inzwischen lebt sie mit ihrem Freund Lewis – der selbst aus England stammt – in einer Wohngemeinschaft mit fünf weiteren Engländern. Ihre Erlebnisse hat Merisha seit Februar 2019 in mehreren Tagebüchern und auf Instagram festgehalten.

„Zuerst wurde mir davon abgeraten“

2021 begann Merisha dann wieder ihrem Hobby Gesang nachzugehen. Gemeinsam mit einer Gruppe befreundeter Maori produzierte sie einige Musiktracks. Ihr Weg an das DJ-Pult stand dann erst im Jahr 2022 an. Merishas Freund Lewis legte mit seinem Mixer und zwei Decks bereits in Wellington bei diversen Feiern auf. Dann versuchte auch die 25-Jährige ihr Glück: „Ich habe angefangen, weil ich deutschen Techno vermisse. In Deutschland gibt es da jede Menge Profis, die wirklich gute Musik produzieren“, erzählt sie. „Mir wurde trotzdem davon abgeraten, den deutschen Sound aufzulegen: Die Neuseeländer seien dafür nicht bereit, hieß es. Dann hab ich‘s einfach versucht – und siehe da: jetzt feiern das alle!

Inzwischen hat die 25-Jährige ein Arbeitsvisum für Neuseeland beantragt. Weihnachten möchte sie aber endlich einmal wieder heimkommen. Merisha: „Ich konnte jetzt drei Jahre das Land nicht verlassen, da ich wegen Corona nicht wieder einreisen hätte können. Zuhause hätte weder eine Wohnung noch eine Arbeitsstelle auf mich gewartet, während ich hier gut versorgt war. Aber meine Freunde und Familie habe ich jetzt schon zu lange nicht gesehen.“

Mehr von Merisha gibt es am 12. Juni in einem Live-Stream zu hören. Den Link dazu wird sie in ihrem Instagram-Profil veröffentlichen.

Kommentare