Februar-Sitzung des Stadtrats an der Salzach

Auch 2015 sollen die Kassen weiter klingeln!

  • schließen
  • Weitere
    schließen
  • schließen

Burghausen - In der Februar-Sitzung des Stadtrats wurde der Haushaltsplan für die Kommune an der Salzach und die Haushaltssatzung verabschiedet. Welche Einnahmen und Ausgaben 2015 anstehen:

Traditionell hielten die Fraktionen im Burghauser Stadtrat vor der Verabschiedung des Haushaltsplans und der neuen Haushaltssatzung ihre Reden zu den bevorstehenden großen Themen; den Einnahmen und Investitionen der nächsten Monate.

Konstant hohe Einnahmen, niedrige Kreisumlage

Gewohnt stolz zeigten sich die Stadträte und Stadträtinnen in Hinblick auf die konstant hohen Gewerbesteuer-Einnahmen. Die Verwaltung an der Salzach rechnet für 2015 in diesem Bereich mit rund 35 Millionen Euro. Ein Betrag, der im Vorfeld bereits von den großen Steuerzahlern der Stadt aufgrund von einem gesteigerten Wachstum bei Export, prognostiziert werden konnte.

Insgesamt soll das Haushaltsvolumen der Stadt im aktuellen Jahr rund 77,5 Millionen Euro betragen, rund 13 Millionen Euro mehr, als noch 2014 veranschlagt waren. Dank eines starken Nachtragshaushalts konnte man im vergangen Jahr das Volumen sogar auf insgesamt 92,5 Millionen Euro steigern.

Aus dem Gesamtbetrag für 2015 ergeben sich dann laut Verwaltung 58,6 Millionen Euro für den Verwaltungshaushalt und 18,9 Millionen im Vermögenshaushalt im Vergleich zu 67,3 und 25,2 Millionen im Vorjahr. Die Rücklagen der Stadt sollen sich von jetzt 40,5 Millionen Euro auf dann 58 Millionen Euro steigern, eine Maßnahme die vor allem für die sehr hohe zu erwartende Kreisumlage im Jahr 2016 notwendig sei.

Die Abgabe an den Landkreis im Haushaltsjahr 2015 bewege sich aufgrund der geringen Steuereinnahmen im Jahr 2013 auf einem sehr niedrigen Niveau von 13,8 Millionen Euro. Für 2016 hingegen rechnet die Verwaltung mit mehr als einer Verdoppelung auf dann knapp 30 Millionen Euro. Rund 12 Millionen Euro werden bei der Gewerbesteuerumlage fällig, ein relativ hoher Betrag aufgrund einer Nachzahlung aus dem vergangenen Jahr in Höhe von 4,5 Millionen Euro. Die Schulden der Stadt sollen weiter bei rund 3,5 Millionen Euro konstant gehalten werden.

"Gut angelegt und eine Investition in die Zukunft"

Besonders zufrieden zeigten sich die Fraktionsvorsitzenden der Parteien im Stadtrat über die freiwilligen Leistungen der Stadt im sozialen Bereich. Alleine im Bereich der Museen, der Musikschule, bei der Jugendarbeit, den Grünflächen, der Stadtbibliothek und anderen Einrichtungen "die über das normale Maß von Kommunen unserer Größenordnung hinausgehen", so der Stadtrat, werden rund 1,5 Millionen Euro alleine an Personalkosten fällig. Insgesamt trägt die Stadt Personalkosten in Höhe von 8 Millionen Euro. Dieser Ausgabeposten wurde im Vergleich zu 2014 konstant gehalten. Tarifliche Erhöhungen bei den Gehältern wurden durch Einsparung von Personalstellen ausgeglichen.    

Für den Grunderwerb plant die Verwaltung rund 2,5 Millionen Euro ein, um "die Handlungsfähigkeit der Stadt nicht nur in Hinblick auf den Hochschulstandort erhalten" zu können. Die geplante Verlängerung der Tiefgarage Neustadt, von der Englkreuzung weiter in Richtung Bahnhof, soll mit 3 Millionen Euro zu Buche schlagen. Eine zentrale Maßnahme, die schließlich mit dem Neustadt Einkaufszentrum gekrönt werden soll.

"Da muss man was riskieren. Wir dürfen hier nicht nur mitmachen. Wir müssen uns in Zukunft als Experimentierpartner anbieten", so Bürgermeister Hans Steindl über die Zukunftspläne der Stadt. Besonders in Bezug auf die Abschöpfung der Kaufkraft habe die Stadt noch starken Aufholbedarf. Die Zahlen 2014 hätten bewiesen, dass sich die Kaufkraft der Burghauser weiter gesteigert hatte. Die Zentralität, der Anteil des Geldes, der auch tatsächlich in den Geschäften der Stadt ausgegeben wurde, habe sich jedoch noch weiter nach unten entwickelt.

Rubriklistenbild: © pa/dpa

Zurück zur Übersicht: Stadt Burghausen

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser