Zum Kultursommer-Finale wurde es bayrisch-bissig

Finale in Raitenhaslach: Polt und Well Brüder!

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Gerhard Polt auf dem Kultursommer in Raitenhaslach
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Burghausen/Raitenhaslach: Mit bayrisch-bissigem Humor machten sich Gerhard Polt und die Well Brüder am Wochenende an "Die Vorstufe zum Paradies": Filetiert und in Häppchen dargereicht.

Bayern, das ist ganz gewiss, 
Ist die Vorstufe zum Paradies

Zugegeben, auf Hochdeutsch funktionieren die Texte von Gerhard Polt und – wie oben – die der Well Brüder nie so gut wie auf Bayrisch. Eines sei an dieser Stelle auch gleich erwähnt: Klar kann man in Zeiten von youtube und Co. alles irgendwo finden und anschauen. Die volle Dosis Polt und Well Brüder gibt’s aber nur live. Am Samstag- und Sonntagabend gab es sie zum Finale auf dem 1. Kultursommer in Raitenhaslach zu sehen und natürlich zu hören.

Bilder: Gerhard Polt und die Well Brüder in Raitenhaslach

Das hat Tradition

Es hat schon Tradition, dass sich die Well Brüder zur Eröffnung eines Abends mit dem jeweiligen Spielort auseinandersetzen, natürlich in Gstanzlform. So werde Burghausen regiert vom Sonnenkönig Hans Steindl, "der Stephan Mayer grinst aus jeder Zeitung", der SV Wacker, die wackeren Burghauer, das Salzach-Einkaufscenter und schließlich Landrat Erwin Schneider – die Brüder Well sind gut informiert.

Ja sagts, wo samma denn heid glandt?
Im Salzach-Einkaufscenter-Erwartungsland

Bayern hat (k)ein Problem

In einer Figur als Hochwürden aus Indien diagnostiziert Gerhard Polt: „Bayern is emergenzy“. Keine Chance auf Re-Christianisierung. „Sheperd but no sheep in church“. Als Hochwürden aus Indien habe er die Kulinarik zwar probiert aber “In Garden Eden is no Weißwurschting”.

Nein, sowas, solche Menschen habe es früher nicht gegeben. Kinder grüßen nicht mehr auf der Straße und erst die Eltern. In einer anderen Spielfigur nennt er die Redakteurin vom Regionalsender eine „Dumme Amsel“ weil sie wichtige Dinge hinweg lässt, wie die Jugendfeuerwehr und ihre Aktion „Drogen schaden auch Dir“ an der Bar zum 125-jährigen Feuerwehrfest im Ort. In seiner unnachahmlichen Art nimmt Gerhard Polt das Publikum mit auf jeweils ganz verschiedene aber sehr personalisierte Geschichten und Erlebnisse von Menschen, die es so oder so garantiert auch in Wirklichkeit gibt im schönen Bayernland.

Es ist aber noch nicht alles verloren. Das war schon immer so und das wird auch immer so sein und mit dem „Bube“ unterstreicht Polt das: „Solang da Bube unter meiner Obhut ist, wird er ein Demokrat und zwar ein lupenreiner“.

Darauf legen die Well Brüder nach, wonach wir in Bayern sogar eine Opposition haben. Gut, die stehe unter Artenschutz aber: „In Bayern hat jeder das Recht, dass er sich der Mehrheit anschließt“.

Fazit:

Und das Eine, das ist ganz gewiss,
Dass Mecklenburg-Vorpommern die Hölle ist

Wie gesagt: Auf Hochdeutsch funktionierts nicht so gut wie auf Bayrisch.

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