Chemische Produkte und Gefahrgüter auf die Schiene?

Schienenkonferenz in Burghausen: Die IHK sagt "ja" zur Bahn

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Burghausen/München – Die Schiene als umweltschonende Alternative auch für chemische Produkte und Gefahrgüter? Die IHK für München und Oberbayern spricht sich dafür aus. Am Montag gab es dazu in Burghausen eine Konferenz mit Besichtigung des neuen Umschlagterminals.

Die Förderung der Kombination unterschiedlicher Verkehrsträger und damit des Anteils der Bahn am Güterverkehr zu erhöhen, sei das Ziel, so Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern anlässlich der Konferenz zum Schienenverkehr in Burghausen. Er selbst hatte daran nicht persönlich teilnehmen können. Dafür waren rund 90 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Unternehmen dabei. Sie, so ein Sprecher der IHK, seien sehr interessiert am Thema gewesen. Schließlich sei die Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene gerade im südostoberbayerischen Chemiedreieck seit vielen Jahren Thema.

"Wirtschaftlicher Umstieg auf die Schiene"

Mehr Güter auf der Schiene schonen die Umwelt und entlasten Autobahnen und Bundesstraßen vom Güterverkehr“, wird Driessen in einer Pressemeldung der IHK zitiert. Insbesondere bei Stahl, Papier, chemischen Produkten und Gefahrengütern sei die Bahn eine umweltfreundliche, sichere und konkurrenzfähige Logistik-Option, deren Potenzial nicht ausgeschöpft sei. „Um langfristig einen höheren Güteranteil auf die Schiene zu bringen, brauchen wir in Oberbayern allerdings zusätzliche Umschlagplätze wie das Kombiterminal Burghausen. Solche Knotenpunkte verkürzen die Wege von der Bahn zu den Betrieben und machen den Umstieg auf die Schiene wirtschaftlich.“

„Drehkreuz für Waren aus den Mittelmeerhäfen“

Umschlagplätze wie das Kombiterminal in Burghausen sind das eine, die tatsächliche Schiene das andere. So fordert Peter Driessen den schnellen Bahnhausbau in Südostoberbayern. „Mit rund 20.000 Beschäftigten gehört das bayerische Chemiedreieck zu den größten Standorten dieser Branche in Deutschland. Das Nadelöhr für die Region und die Wirtschaft ist und bleibt die Schieneninfrastruktur. Wir wiederholen deshalb unsere Forderungen nach dem zweigleisigen Ausbau und einer vollständigen Elektrifizierung der Abschnitte ab Tüßling nach Burghausen und Freilassing“. (Pressemeldung der IHK für München und Oberbayern)

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Pressemeldung der IHK für München und Oberbayern/rw

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