Burghausener Burgfest 2015

Von schräg bis historisch: Freude für alle Sinne

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Burghausen - Von schräg bis historisch war der Samstag am Burghausener Burgfest eine Freude für alle Sinne. Die Vielzahl von Veranstaltungen und Darstellern zog ein Publikum in ihren Bann, das unterschiedlicher nicht sein könnte.

Bei hochsommerlichen Temperaturen zog es tausende Menschen zur Burg nach Burghausen. Die ganze Stadt scheint ergriffen von dem Spektakel, das auf der längsten Burganlage Europas an diesem Wochenende stattfindet. Wohin man blickt, findet man Menschen jeden Alters, die nicht nur ein ungewöhnliches Fest besuchen, sondern, selbst mehr oder weniger historisch kostümiert, ein Teil davon werden. Oft verwischen die Grenzen zwischen Darstellern und Besuchern, was gerade den Reiz dieses herrlichen Festes ausmacht. So erlebt man viel Lehrreiches, ohne je belehrt zu werden und Unterhaltsames, ohne auch nur eine Sekunde gelangweilt zu sein.

Die Sonne knallt vom Himmel, 30 Grad und mehr zeigt das Thermometer. Aber es mangelt nie an Erfrischungen. Die über einen Kilometer lange Burg bietet immer wieder schattige Plätzchen und hin und wieder weht ein lauer Wind, der den Geruch von Holzfeuer mit sich trägt. Die Luft ist erfüllt von Stimmen und Musik. Trommeln und Fanfaren sind zu hören, spontaner Applaus, Lachen und Kinderstimmen.

Am Waffenplatz wird es laut. Die Band „Furunkulus“ ist auf der Bühne erschienen. Die Künstlernamen sind Programm: „Thalis, König der Pfeifen“, „Pollux, der Schlächter“ und „Batu, der Gezeichnete“ rund um Leader „Laurin, des Tuifels Trummler“, heizen dem Publikum ein, dass einem schwindlig wird. Eine knappe Stunde dauert das Konzert, die Leute sind begeistert. Es soll „Mittelaltermusik“ sein. Sicher nicht historisch überliefert, aber rhythmisch, originell und trotz der geradezu diabolisch anmutenden Stimme Mario Stiebers (Laurin) erstaunlich melodisch. Es macht einen Mordsspaß zuzuhören, zuzusehen, wie „Furunkulus“ im Rauch der Nebelmaschinen mit Verve Kesselpauken, Gongs und Trommeln schlägt.

Keine fünfzig Meter dann leise Töne. Ein Plausch bei Kaffee und Kuchen. Oder – es ist ja ein historisches Fest – bei Met oder frisch gebrühtem Tee aus Kräutern. Gaukler versetzten Kinder wie Erwachsene in Staunen. Ein Minnesänger gibt vor einer kleinen Gruppe Umstehender Lieder zum Besten. Im Innenhof der Hauptburg, im Schatten einiger Bäume, ein weiteres Konzert. Ruhig, ohne großes Tamtam. Das erklärt die große Beliebtheit dieses Burgfestes. Die riesige Vielfalt in einer traumhaft schönen Burganlage ist es, die die Besucher sofort in den Bann zieht. Sehen und gesehen werden, genießen, lachen und tanzen. Dazulernen oder einfach nur wundern – alles ist möglich hier oben auf der Burg.

Burghausener Burgfest 2015 (1)

Burghausener Burgfest 2015 (2)

Albert Bohn 

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