50 Jahre Raffinerie in Burghausen/30 Jahre OMV in Deutschland

Ilse Aigner: "Wenn die OMV hustet, hat auch Bayern einen Schnupfen"

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50 Jahre Raffinerie in Burghausen/30 Jahre OMV in Deutschland: "Wenn die OMV hustet, hat auch Bayern einen Schnupfen" (Ilse Aigner)
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Burghausen/Bayern – Zum Festakt „50 Jahre Raffinerie in Burghausen/30 Jahre OMV in Deutschland“ war das Stadtsaalgebäude am Donnerstagabend in Grün und Blau angestrahlt. Als Ehrengast hielt Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner die Hauptrede. Rückblickend auf die Geschichte, sagte die Politikerin: „Sie haben die Ärmel hochgekrempelt.“

1966: Die „Deutsche Marathon Petroleum GmbH“ errichtet in Burghausen eine Raffinerie. Ein Jahr später geht sie in Betrieb. Das Rohöl kam aus Libyen. Dieses bei der Muttergesellschaft „Marathon Oil“ in den USA zu verarbeiten, wäre unwirtschaftlich gewesen. Deswegen und wegen dem Anschluss zu weiteren chemischen Betrieben in der Region, hatte man sich damals für Burghausen als Standort entschieden. Eine entsprechende Pipeline von Italien nach Süddeutschland machte es möglich.

1985/86: Es gibt ein Problem mit dem Rohöl aus Libyen. Die USA hatten ein Wirtschaftsembargo verhängt. Schließlich kaufte die OMV die Raffinerie in Burghausen und investierte kräftig in die Technik. Umweltauflagen und nicht zuletzt der Wettbewerb auf dem Markt wollten schließlich befriedigt werden.

„Sie haben die Ärmel hochgekrempelt“ (Ilse Aigner, Bayrische Wirtschaftsministerin)

Wenn die OMV hustet, dann hat auch Bayern einen Schnupfen“, sagte Wirtschaftsministerin Ilse Aigner am Donnerstagabend beim Festakt „50 Jahre Raffinerie in Burghausen/30 Jahre OMV in Deutschland“ im Stadtsaal in Burghausen. Angesichts der fünf beziehungsweise drei Jahrzehnte Industriegeschichte dürfte das Taschentuch für Bayerns Wirtschaft nur selten zum Einsatz gekommen sein. Wenn man es nicht von Anfang an gut gemacht hätte, würde man heute nicht so gut dastehen, wird Downstream Vorstand Manfred Leitner (OMV) in seiner Rede dazu noch ausführen.

"Sie haben die Ärmel hochgekrempelt" (Ilse Aigner)

Sie haben die Ärmel hochgekrempelt“, erklärte Aigner. Der Schlüssel zum Erfolg – in ihren Augen seien das die Mitarbeiter und die Investitionen in sie. Rund 500 sind es heute am Standort in Burghausen. Sie, wie auch die der anderen Industriebetriebe, würden für das „wirtschaftliche Kraftzentrum“ des südostoberbayerischen Chemiedreiecks stehen und die Wertschöpfung bleibe in der Region.

Ilse Aigner: "Wenn die OMV hustet, hat auch Bayern einen Schnupfen"

„Mit 50 ist man noch jung“ (Rainer Seele, Vorstandsdirektor OMV)

Das sagte der OMV-Vorstandsdirektor Rainer Seele in seiner Rede. Auch für ihn seien die Mitarbeiter der Schlüssel zum Erfolg. Nur mit deren Kompetenz, Schaffenskraft und Engagement sei der Erfolg am Standort Burghausen erst möglich gewesen. Er verspüre großen Stolz auf die Mitarbeiter und die Entwicklung in den letzten 30 Jahren, so Seele weiter. Nach der Übernahme der Raffinerie vor nunmehr 30 Jahren habe sich der Standort mehr zum petrochemischen Werk verändert. Das sichere Flexibilität auf dem Markt, mache die OMV stark.

"Mit 50 ist man noch jung" (Rainer Seele)

Hans Steindls Wunsch – er richtete als erster des Abends seine Grußworte an die Festgäste – nach stabilen Steuereinnahmen, könne er, könne die OMV aber nicht mit Garantie nachkommen

Hans Steindl sprach als Erster seine Grußworte. Einer seiner Wünsche: stabile Steuereinahmen.

Es werde sich einiges tun in der Petrochemie in den kommenden Dekaden, so Seele. Die OMV wolle die Diskussion um den Verbrennungsmotor nutzen und ein weiteres Mal Flexibilität beweisen, wie etwa, dass man Produkte veredelt. Benzin, Diesel und insbesondere Kerosin werden aber laut Seele weiter zum Kerngeschäft gehören und mehr noch: Mit dem Tankstellennetz wolle die OMV noch mehr in den Endverbrauchermarkt gehen.

„Wir haben sie“ (Manfred Leitner, Downstream Vorstand OMV)

Wir haben eine Position der Stärke entwickelt“, erklärte Manfred Leitner, Downstream Vorstand der OMV. Rückblickend seien es die vielen frühzeitigen Entscheidungen gewesen, welche den Standort Burghausen und die OMV auf diesen Erfolgsweg gebracht hätten, so Leitner. Mitarbeiter, Strategie und die Rahmenbedingungen – alles passe noch heute wunderbar zusammen.

"Wir haben sie" (Manfred Leitner)

Wir hatten sie, wir haben sie und wir werden sie auch noch in Zukunft haben“, sagte Leitner in punkto qualifizierter und hochmotivierter Mitarbeiter. „Man kann das fühlen und sehen.“ Die Mitarbeiter, die Zusammenarbeit mit Politik und Behörden und eine Strategie die aufgegangen ist – für die Zukunft mache er sich keine Sorgen. „Es wird Schließungen geben aber nicht in Burghausen.“

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