Bayerns Verkehrsministerin machte eine Probefahrt

"Zero Emission": Was die E-Mobilität im Citybusverkehr in Burghausen kostet

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"Zero Emission": Was die E-Mobilität im Citybusverkehr in Burghausen kostet
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Burghausen – Um in der Herzogstadt von A nach B zu kommen gibt es mehrere Möglichkeiten. Eine davon ist der City-Bus. Er ist bequemer und schneller als zu Fuß aber er hat ein großes Manko: Feinstaubemissionen. Das wird jetzt anders.

Ob von Ost nach West oder von Nord nach Süd oder einfach von A nach B: Burghausen ist groß. Um in der Herzogstadt zum Ziel zu kommen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Man kann zu Fuß gehen, mit dem Rad, Roller oder Auto fahren oder man nimmt den City-Bus. Der Preis für eine Fahrkarte ist wohl angemessen und das Stadtgebiet ist mit den vielen Haltestellen abgedeckt, so gut es eben geht.

Die Citybus-Haltestelle in der Altstadt in Burghausen (Archivaufnahme)

"Zero emissions"

Das Verb "emittere" ist lateinisch und heißt so viel wie "heraus-, abschicken, fortschicken, aus-, entsenden" und genau darum geht es bei der sogenannten E-Mobilität: Das "Herausschicken" und "Entsenden" von Abgasen soll unterbunden werden. Das ist gut für das Klima. 

Sonderfahrt für und mit Bayerns Verkehrsministerin Ilse Aigner in einem von zwei neuen E-Bussen im Citybus-Verkehr in Burghausen

Ist der ÖPNV an und für sich schon klimafreundlicher als wenn alle ins eigene Auto steigen, so wird er jetzt in der Herzogstadt mehr als das: Keine Abgase mehr im City-Bus-Verkehr. Wie das geht? Mit zwei neuen E-Bussen. Am frühen Montagabend hat Bayerns Verkehrsministerin Ilse Aigner eine erste Probefahrt gemacht.

Ilse Aigner (am Fenster) mit Ingrid Heckner, Stephanie Pollmann und Dr. Martin Huber auf Probefahrt in einem von zwei neuen E-Bussen für den Citybus-Verkehr in Burghausen.

Die Eckdaten zu den neuen E-Busse:

  • Sie laufen ausschließlich mit Strom.
  • 338 Batteriezellen sind auf dem Dach verbaut.
  • Eine „Tankfüllung“ reicht für 300 Kilometer (Ein City-Bus fährt pro Tag rund 220 Kilometer).
  • Die Ladezeit beträgt circa sechs Stunden.
  • Mit einer Leistung von rund 310kW bringt ein Citybus eine Leistung von rund 400PS.
  • Kostenpunkt pro Bus: rund 600.000 Euro.
600.000 Euro kostet so ein E-Bus, wie er gleich zweifach demnächst im Citybus-Verkehr in Burghausen im Einsatz sein wird.

Probefahrt mit Bayerns Verkehrsministerin Ilse Aigner:

"E-Busse minimieren die Feinstaubbelastung in der Stadt", lässt Aigner vorab via Pressemeldung wissen. Deshalb werde der Einsatz von der Staatsregierung unterstützt. 57.000 Euro hat der Freistaat für die zwei Burghauser E-Busse locker gemacht. Weiter gab es Fördermittel für eine offenbar bisher einzigartige Ladestation, die auf dem Gelände der Brodschelm GmbH steht. Laut Pressemeldung sollen hier bis zu sieben E-Fahrzeuge gleichzeitig geladen werden können. 

Zum "Tanken" heißt es "Ab an die Steckdose" für den E-Bus.

Auf Nachfrage von innsalzach24.de vor Ort erklärt ein Sprecher der Brodschelm GmbH, dass "Zero Emission" natürlich nicht bedeute, dass der "Sprit" nichts kostet. Im Moment sei man in Verhandlungen mit dem Bayernwerk für einen günstigeren Stromtarif. 

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Vor der Probefahrt mit einem der beiden neuen E-Busse für den Citybus-Verkehr in Burghausen hat Bayerns Verkehrsministerin Ilse Aigner das KV-Güterterminal vor den Toren der Herzogstadt besucht

Schon 2016 hatte es einen ersten Testlauf für den E-Bus um Citybus-Verkehr in Burghausen gegeben.

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