Brennpunkt Parkplatzsituation in Burghausen:

Sommer 2016: Es wird eng in der Stadt!

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Eine besondere Stadtratssitzung im Kloster Raitenhaslach
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Burghausen - Wirtschaftlich geht es der Salzachstadt blendend aber: Woher Parkplätze nehmen, wenn es keine mehr gibt? Ein Thema auf der Stadtratssitzung vom Mittwochnachmittag. 

Ja, Burghausen geht es blendend. Ein Blick auf die Feststellung des Jahresergebnisses für 2015 genügt: Die Rücklagen der Stadt belaufen sich demnach auf rund 48 Millionen Euro. Burghausen ist der größte Kreisumlagen-Zahler. Rund 30 Millionen werden es 2016 sein. Damit bestreitet die Salzachstadt rund 40% des Kreishaushaltes. Das war aber nur ein Thema auf der Stadtratssitzung am Mittwochnachmittag, die ausnahmsweise im Kloster Raitenhaslach stattgefunden hat.

Woher nehmen, wenn nicht neu bauen?

Es gibt ein gewaltiges Problem in der Altstadt: Es fehlen Parkplätze und nicht nur für die Besucher von außerhalb. Gut, man könnte jetzt meinen, dass das doch schon immer so war und dass das in der Natur der Sache liegt: „Historische Altstadt, Raum begrenzt, Denkmalschutz – es gibt halt nicht mehr Parkflächen“. Dennoch: Es sei ein signifikanter Anstieg von Parkern zu verzeichnen, so Burghausens 3. Bürgermeister Norbert Stranzinger (CSU), „und die kommen, wie man an den Nummernschildern sehen kann, meist von außerhalb“.

Nochmal: Burghausen lebt nicht nur von der chemischen Industrie sondern auch von seinen Gästen aber und gerade auch von seinen Bürgern und die in der Altstadt sind vom Problem der Parplatznot betroffen. „Hier muss eine Lösung her!“, sagte der 1. Bürgermeister Hans Steindl (SPD) schließlich zum Thema Parkplatzsituation in der Altstadt.

Es gehe hier nicht nur um die auswärtigen Parker, nein. Es gehe um die Bewohner der Altstadt. „Die können nix dafür, wenn sie keine Garage haben oder sonst irgendwie ihr Auto abstellen können, wenn sie nach der Arbeit nach Hause kommen“, so die einhellige Meinung im Stadtrat. Was aber tun, wenn sie keinen Parkplatz finden und in einer Zone parken, wo man nach der maximalen Parkdauer mit einem Ticket rechnen muss?

An dieser Stelle kommt das Parkhaus Spitalgarten am Wöhrsee ins Spiel: Hier könnten doch Anwohner einen Parkplatz anmieten, so ein Plan zur Lösung des Problems. Was aber, wenn die Anwohner dann doch darauf verzichten mit dem berechtigten Argument, dass die Parkgarage für jeden anderen im Prinzip kostenlos ist? Da komme es im Fall des Falles einfach auf das Glück an, einen zu finden und das könne sich schließlich von Minute zu Minute ändern, man brauche ja nur lange genug „um den Block fahren“. Auf der anderen Seite: Darf man die Anwohner auf dieses Glück vertrauen lassen müssen?

Sommer 2016: Es wird eng in der Altstadt!

In den Sommermonaten mit ihren vielen kulturellen Großveranstaltungen kommt ein weiteres Problem auf Anwohner und Gäste von außerhalb gleichermaßen zu: Noch mehr Autos, die irgendwo abgestellt werden wollen. Von genauerer Betrachtung des tatsächlichen Bedarfs an Motorradparkplätzen bis hin zu einer zweiten Parkebene über dem bisherigen Parkplatz am Finanzamt reichten die ersten Vorschläge. Ein heikles Thema also, das den Stadtrat noch einige Zeit beschäftigen wird.

Über die weiteren Themen der Stadtratssitzung in Burghausen/Raitenhaslach berichtet innsalzach24 am Donnerstag.

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