Pressemitteilung der Wacker Chemie AG

Wissensforum über fleißige Bakterien, ringförmige Zuckermoleküle und natürliche Aminosäuren

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Biotechnologie verständlich und unterhaltsam erklärt – Dr. Birgit Schwab (li.), Dr. Silke Dlugai-Esser (Mitte) und Dr. Dana Elgeti (re.) von WACKER BIOSOLUTIONS

Burghausen - Wie mache ich Bakterien zu fleißigen Mitarbeitern? Mit einem Einarbeitungsplan, der optimalen Arbeitsumgebung und einer guten Mitarbeiterverpflegung.

Mit diesem lockeren Einstieg erklärte die Biologin Dr. Birgit Schwab die Verwendung der Bakterien vom Stamm Escherichia coli in der Biotechnologie und startete damit ins 12. WACKER Wissensforum. Wie und wofür diese Bakterien industriell verwendet werden und welche Produkte schließlich zum Verbraucher gelangen, das erfuhren an die 350 Besucher in dem einstündigen Vortrag am Dienstagabend im WACKER- Belegschaftshaus. Neben Dr. Birgit Schwab referierten Dr. Silke Dlugai-Esser und Dr. Dana Elgeti. Sie gaben Einblicke in einen stark wachsenden Innovationsbereich, in dem sich chemische Expertise mit biotechnologischem Know-how verbindet.

Der Start in das Wachstumsfeld Biotechnologie bei der Wacker Chemie AG begann vor ca. 35 Jahren mit der Erforschung von Cyclodextrinen. Dr. Dana Elgeti erklärte, wie diese ringförmigen Zuckermoleküle aus Stärke gewonnen und in Bioreaktoren hergestellt werden. Als erstes Biotech-Produkt von WACKER wurde es zunächst in Arzneimitteln zur Stabilisierung und Verbesserung der Löslichkeit von Wirkstoffen eingesetzt. Einen großen Aufschwung nahm die Produktion, als Cyclodextrine als Geruchsblocker bei Textilien Verwendung fand. Die erste Produktionsanlage baute WACKER in Eddyville im US-Bundesstaat Iowa. Dort wird in diesem Jahr das 20-jährige Bestehen gefeiert. In der Produktion von Cyclodextrinen ist WACKER weltweiter Marktführer und beliefert die Pharma-, Lebensmittel- und Kosmetikindustrie.

Ein weiteres Standbein der Biotechnologie ist die Forschung und Entwicklung im Bereich der Cysteine. Dr. Birgit Schwab erklärte, wie es WACKER als erstes Unternehmen gelungen ist, diese natürliche Aminosäure mittels Fermentation herzustellen, warum dazu keine tierischen Bestandteile nötig sind und wie die Produktion ressourcenschonend gelingt. Cysteine werden ebenfalls im Lebensmittelbereich und in der Pharmabranche eingesetzt. Dr. Silke Dlugai-Esser rundete den Vortrag ab mit Erläuterungen zum Zukunftsmarkt der Biopharmazeutika, die von WACKER in zwei patentierten Verfahren mittlerweile in Jena, Halle und in Amsterdam im Kundenauftrag hergestellt werden.

Zu den bereits am Markt verfügbaren Produkten zählen mikrobiell hergestellte Proteine als Arzneimitteln zur Behandlung von Herzinfarkt oder Krebserkrankungen sowie Impfstoff gegen Cholera. Nach dem Vortrag moderierte Dr. Christian Finger die Diskussionsrunde. Zahlreiche Zuhörer nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen und kamen bei der anschließenden Produktausstellung mit den Referentinnen ins Gespräch. Den Link zur Videoaufzeichnung des Vortrags finden Sie in Kürze unter www.wacker.com/wissensforum. Die nächste Veranstaltung der Reihe „WACKER Wissensforum“ findet am Dienstag, 19. November zum Thema „Salz – weißes Gold und Rohstoff für die Industrie“ statt.

Pressemitteilung der Wacker Chemie AG

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