„Die Kunden hatten am ersten Tag alle ein Lächeln im Gesicht"

Neue Regeln, Preise, Hygiene: So arbeitet eine Burghauser Friseurin jetzt

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Inhaberin Anna Dudek war mit dem ersten Tag nach der Wiedereöffnung ihres Frieseurladens in Burghausen sehr zufrieden. 

Burghausen – Wegen der Corona-Pandemie waren Friseurgeschäfte sechs Wochen geschlossen. Am Montag, den 4. Mai, durften Kunden unter gewissen Auflagen wieder zum Haare schneiden. So lief der erste Tag bei "Headwork" in Burghausen.

„Die Kunden am ersten Tag hatten alle ein Lächeln im Gesicht. Die Freude konnte man an den Augen ablesen. Alle haben sich gefreut“, berichtet Anna Dudek, Inhaberin von Headwork in Burghausen, gegenüber innsalzach24.de. Es ist ein kleiner Schritt Richtung Normalität in diesen ungewohnten Zeiten. Doch seit dem letzten Besuch der Kunden, hat sich einiges verändert.


Friseure mussten gewisse Schutzmaßnahmen umsetzen, ehe sie ihren Laden wieder öffnen durften. „Die Kunden müssen einige Sachen beachten. Wenn sie in den Laden eintreten, müssen die Kunden sofort die Hände desinfizieren. Ebenfalls ist es Pflicht, ein Dokument auszufüllen, um ihre Anwesenheit zu dokumentieren.“ Anschließend werden sofort die Haare gewaschen. "Ohne Haare waschen geht gar nichts,“ erklärt die Friseurin. Hintergrund für diese Pflicht ist, dass in den Haaren auch Viren sein können, die dann herausgewaschen werden.


Friseurin: "Erfüllung der Hygienestandards nicht einfach"

Die Anzahl ihrer Mitarbeiter habe sich nicht geändert. Im Laden wurden genügend Abstände geschaffen, dass weiterhin je nach Wochentag zwei bis drei ihrer Angestellten im Dienst sind. Die Besorgungen zur Erfüllung der Hygienestandards seien nicht einfach gewesen, da beispielsweise Desinfektionsmittel bei vielen Anbietern ausverkauft war.

Weitere Punkte: Kunden dürfen nicht in Begleitung kommen, Behandlungen im Gesicht sind noch nicht erlaubt und der Mindestabstand von 1,5 Metern muss möglichst eingehalten werden. „Alle Mitarbeiter aber auch die Kunden müssen eine Schutzmaske tragen. Ebenso sind Einwegumhänge und -handtücher ab sofort Pflicht“, so die Inhaberin.

Freie Termine erst in ein paar Wochen

Dennoch sei die Freude darüber, wieder Kunden begrüßen zu dürfen „sehr, sehr groß“. Alle wären sehr froh darüber. „Die größte Umstellung war sicherlich, den ganzen Tag Masken tragen zu müssen. Ebenso, dass wir die Kunden nicht wie üblich begrüßen dürfen. Man würde einen doch gerne mal umarmen oder die Hand geben“, erklärt Dudek die größten Veränderungen für ihr Team.

„Als wir wussten, welche Schutzmaßnahmen auf uns zukommen werden, war die Zeit ein bisschen knapp, um das alles besorgen zu können. In den Baumärkten ist derzeit ja auch viel los. Aber wir haben es geschafft und am ersten Tag hat auch alles wunderbar geklappt“, zog Dudek ein positives Fazit. Zwei bis drei Wochen seien alle Mitarbeiter bereits ausgebucht. „Das Telefon hat am ersten Tag den ganzen Tag geklingelt. Viele Kunden wollten einen Termin ausmachen. Der Mai ist sicherlich bald voll“, teilt Dudek mit.

Zwischen den Kunden muss ab sofort ausreichend Platz sein. ebenso müssen sie einen Einwegumhang tragen. 

Moderate Preiserhöhung decken Unkosten

Eine kleine Preiserhöhung gibt es allerdings auch. „Damit decken wir die Unkosten für Schutzmaßnahmen. Die Herren, die normalerweise einen Trockenhaarschnitt bekommen, müssen sich jetzt auch die Haare waschen lassen. Das kostet statt bisher 17 nun 23 Euro“, so die Friseurin. Ansonsten gebe es überall einen Euro Aufschlag. Diesen begründet der Laden auch darin, dass die Plätze und Werkzeuge nach jedem Kunden gereinigt werden müssen. Das beansprucht Arbeitszeit und es können weniger Kunden, auch wegen dem Mindestabstand, bedient werden.

Zur Freude der Inhaberin haben sich alle an die Vorschriften gehalten. Es hätte diesbezüglich auch keine Beschwerden der Kunden über die Maßnahmen gegeben: „Echt top, ein richtig guter Tag.“ Für ihr Team sei die Umstellung nicht einfach. Dennoch werden alle die neuen Abläufe besser kennenlernen und es wird eine gewisse Routine entstehen.

jz

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