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Spektakulären Luftaufnahmen 

Wandkalender 2022: Der Waldrapp im Jahreszyklus 

Der neue Waldrappkalender 2022 besticht mit zwölf faszinierenden Fotos.
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Der neue Waldrappkalender 2022 besticht mit zwölf faszinierenden Fotos.

Burghausen - Die schwarz-glänzenden Waldrappe mit dem langen, roten Schnabel sind die tierischen Stars in Burghausen und haben eine Fangemeinde, die in ganz Europa daheim ist. Deshalb haben sich das Waldrappteam und die Burghauser Touristik (BTG) nach einem Jahr Pause heuer wieder dazu entschlossen, dem Zugvogel einen eigenen Wandkalender zu widmen. Schließlich war der erste Waldrappkalender bis weit über die bayerischen Landesgrenzen hinaus gefragt und bald ausverkauft.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Über den Wolken

Diesmal zieren nicht — wie bei der Erstausgabe — nur Burghauser Motive die zwölf großformatigen Seiten, denn der Kalender begleitet die schwarzen Sonderlinge durch ein ganzes Lebensjahr bis nach Italien: „Zu sehen sind zwölf tolle Bilder von der Balz über das Aufwachsen bis zu Luftaufnahmen des begleiteten Fluges über die Alpen ins Winterquartier in der Toskana“, schwärmt Sigrid Resch, die Geschäftsführerin der BTG, die zusammen mit Oliver Habel und Grafiker Kai Sarnes aus 100 Fotos die besten Motive ausgewählt hat. Natürlich dürfen auch Porträts nicht fehlen, denn so hautnah kommt man den gefiederten Burgbewohnern selten. Fünf Fotografen steuerten ihre Werke zu dem Kalender bei, darunter die Waldrapp-Ziehmütter Helena Wehner, Katharina Huchler und Corinna Esterer sowie die Fotografen Rudolf Beck und Gerhard Nixdorf aus Burghausen.

Population wächst

142 Vögel umfasst die Waldrapp-Population im Moment, 14 Jungvögel wuchsen 2020 in Burghausen auf. Oliver Habel, seit 2015 im Waldrapp-Projekt involviert und Verantwortlicher für die Burghauser Kolonie, freut das, denn auch 13 Altvögel waren dieses Jahr auf der Burg zu Gast. Darunter auch „Zuagroaste“, denn die Zugvögel kennen keine Staatsgrenzen und so vermischen sich die Vögel des Salzburger Standortes bei Kuchl mit denen in Burghausen. Eine gesunde Entwicklung, die Hoffnung auf eine positive Zukunft schürt. Denn nur, wenn die Population auf mindestens 350 wächst, kann sie ohne Hilfe überleben. Umso besser, dass das Projekt zur Wiederansiedlung der Waldrappe ab 2022 zum zweiten Mal von der EU gefördert wird. Seit 2004 ist auch die Stadt Burghausen aktiver Förderer des Brutprojektes. „Das wird auch weiterhin so bleiben“, bekräftigt Bürgermeister Florian Schneider: „Die hervorragende Bilanz bestätigt den Erfolg des wichtigen Projektes, und für mich zählt, dass wir helfen können, einer aussterbenden Vogelart das weitere Überleben zu sichern.“

Waldrappe werden wilder

Für viele Besucher ist ein Treffen der Waldrappe eines der Highlights in Burghausen. Auch die angebotenen Führungen werden gern gebucht. Diese werden sich zukünftig aber ändern: „Durch die Besuchereinschränkungen während der Coronazeit haben wir auch bemerkt, dass die Vögel vorsichtiger gegenüber Menschen geworden sind. Das sehen wir als durchaus positive Entwicklung für die Zukunft, denn es erleichtert den natürlichen Fortgang der Kolonie“, berichtet Habel, der weiterhin seine Waldrappe zeigen möchte – aber nicht mehr ganz so hautnah wie in Anfangszeiten. Damit die Wildvögel wirklich wild werden dürfen.

Waldrapp-Doku des Bayerischen Rundfunks /ARTE

Nicht nur Gäste kommen aus Nah und Fern, um die „Waldis“, wie die Waldrappe in Burghausen liebevoll genannt werden, zu besuchen. Auch das Interesse der Medien nimmt stetig zu. Heuer war die Filmproduktionsfirma „Längengrad” mit dem renommierten Dokumentarfilmer Herbert Ostwald vor Ort, um für den Bayerischen Rundfunk und ARTE einen sehr aufwändigen Film über die Waldrappe in der Salzachstadt zu drehen. Die Doku feiert am Donnerstag, 7. April, im Ankerkino Premiere.

Reinerlös für das Waldrapp-Projekt

Der Kalender ist ab sofort für 25 Euro bei der BTG am Stadtplatz, im Bürgerhaus und in der Buchhandlung Naue erhältlich. Der Reinerlös des Kalenders, der auf 500 Stück limitiert ist, kommt übrigens dem Förderverein des Waldrapp-Projektes und somit auch der Kolonie in Burghausen zugute. 

Pressemeldung der Burghauser Touristik

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