Das Stadion geht in den Besitz der Stadt über

Wacker-Arena für Fußball und Breitensport

+

Burghausen - Noch in der Aprilsitzung 2020 des Stadtrates erfolgte die formale Übergabe des Wacker- Stadions von der Wirtschaftsbeteiligungsgesellschaft (WiBG) an die Stadt Burghausen. Nach genau zehn Jahren befindet sich die Wacker-Arena also allein in städtischer Hand.

„Und das ist gut so“, sagen sowohl Erster Bürgermeister Florian Schneider als auch Dr. Thomas Frey, Vorstand des SV-Wacker. Zur offiziellen Übergabe ins Stadion kamen auch der bisherige Eigentümer Anton Steinberger, als Geschäftsführer der WiBG, als auch Geschäftsführer des SV-Wacker Heiko Hiller. „Dass uns die Stadt mit der WiBG vor zehn Jahren durch die Übernahme und Aufwertung des Stadions massiv bei der Erhaltung des Fußballs in Burghausen geholfen hat, steht außer Frage“, blickt Dr. Thomas Frey zurück. Mit dem Ende des Profifußballs sei es damals schnell zu massiven Liquiditäts-Problemen gekommen.


„Durch die Hilfe der Stadt mit der Wirtschaftsbeteiligungsgesellschaft sind wir als Verein und Fußballbeteiligungsgesellschaft handlungsfähig geblieben. Die dritte Liga im Fußball wäre sonst nicht möglich gewesen“, unterstreicht Dr. Frey. Anton Steinberger indes blickt auch auf ein erfolgreiches Investment hinsichtlich des Stadions zurück. Er hat nämlich kurze Zeit nach dem Kauf der Wacker-Arena im Jahr 2010 auf dem großen Flachdach über der Haupttribüne, auf der allein 5.500 Zuschauer Platz finden, eine rentable Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Dadurch sowie durch Mieteinnahmen durch den SV Wacker und weitere Mieter / Großveranstaltungen in der Sportanlage, konnten auch Einnahmen generiert werden.

„Jetzt aber ist es Zeit, dass sich die Wirtschaft aus diesem Projekt zurückzieht“, so Steinberger. Das Stadion diente zuletzt – vor den Einschränkungen im Breitensport durch die Corona-Pandemie – in vielerlei Hinsicht den Bürgern der Stadt. „Sei es durch das Sportabzeichen, die Kinder-Sportschule, die Schulen generell, die die Outdoor-Sportanlagen nutzen und natürlich Firmenevents und Großveranstaltungen“, so Hiller. Nun kommt das Stadion mit der Geschäftsstelle des SV Wacker in den alleinigen Besitz der Stadt Burghausen und damit der Bevölkerung der Sportstadt zugute. „Ich bin durchaus auch in der jetzigen Lage dafür, dass wir das Stadion mit seiner enormen Größe für diverse Veranstaltungen nutzen. Abstand kann hier genug gewahrt werden und jetzt kommt der Sommer“, so Bürgermeister Schneider.

Die Betriebskosten selbst trägt nach wie vor der Verein. Aktuell bietet der SV Wacker dem geltenden Recht entsprechend wieder Tennis, Kinder-Sportschule, Vita-Sport (bis max. fünf Personen) sowie Segeln an.

Kommentare