Ideenwerkstatt für Freizeitheim

Viele Ideen, aber noch kein Plan

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Bürgermeister Hans Steindl (rechts) will mit seinen Bürgermeisterkollegen sowie Jugendreferentin Anna Spindler (Mitte) und vielen Freunden des Hauses ein neues Nutzungskonzept entwickeln.

Burghausen: Das Freizeitheim in der Altstadt soll wieder mit Leben gefüllt werden. So lautete der Konsens bei der Auftaktveranstaltung zur „Zukunftswerkstatt“.

„Das Haus soll für Burghauser Bürger jeden Alters, Vereine und Gruppen der Jugendherberge geöffnet werden“, erklärte Bürgermeister Hans Steindl bei der Begrüßung. Als Mitbegründer des Freizeitheims berichtete er viele interessante Details aus der 40-jährigen Geschichte des Hauses.Das Freizeitheim soll wieder ein Forum für Burghauser Bürger werden.

Jugendliche bekommen ein eigenes Domizil

Durch den Weggang von Sozialpädagogin Sabine Heuberger und der ohnehin schwierigen Situation, dass sich die Jugendlichen im Freizeitheim nicht mehr Zuhause gefühlt haben, muss nun eine neue Zielsetzung für das Haus gefunden werden. Außerdem werde in der Neustadt ein Jugendzentrum entstehen, so dass das Freizeitheim ohnehin einer anderen Bestimmung zugeführt werden musste.

Auch der Name des Hauses soll geändert werden, um den Neuanfang deutlich zu machen. Konkrete Namensvorschläge liegen bereits vor. Herbert Beck und Anton Sperl, die das Büro vormittags geöffnet halten, sind die neuen Ansprechpartner in Sachen Raumbelegung. Sie haben sich dazu Gedanken gemacht. „Light-Kultur“ und „Frei-Raum“ sind ihre Vorschläge. Aber weitere Ideen sind sehr willkommen.

Eins steht fest: Es gibt ein Eröffnungsfest

Jugendreferentin Anna Spindler moderierte den Nachmittag. Auf großen Mottotafeln wurden Ideen für die Raumnutzung und neue Angebote notiert. Außerdem soll es ein großes Eröffnungsfest im Januar geben mit vielen Aktionen, Musik und Tanz. Der integrative Aspekt wurde ebenfalls diskutiert. Ein eigenes Teestuben-Team, das es bereits gibt, sucht noch weitere Unterstützer. „Die Teestube soll eigenständig verwaltet und geöffnet werden“, erklärt Anna Spindler.

Durch offene Angebote für Jedermann sollen Menschen jeden Alters und Herkunft miteinander ins Gespräch kommen. Die Küche in der Teestube könnte beispielsweise einmal im Monat durch das Küchenteam der Jugendherberge, die im März nach Sanierung wieder öffnet, zur Kochschule werden. Auch Backkurse wurden vorgeschlagen. „Die Grundidee ist, dass die Nutzer selbst gestalten und nach ihren Bedürfnissen Programme initiieren“, erklärt Anna Spindler.

Gäste-Schüler stehen auf Disco

Bereits vorhandene Kurse wie Yoga aller Art, Atemseminare etcetera sollen bleiben. Die Disco soll wieder verstärkt genutzt werden. „Fast jeder Lehrer, der zu uns kommt, fragt nach der Möglichkeit, einen Discoabend zu gestalten“, weiß Ulrike Abeln, Leiterin der Jugendherberge. Aber auch Burghauser sollen die Möglichkeit erhalten, die Disco etwa für Feiern privat anzumieten oder einen Schulfasching zu veranstalten. Auch Ü30 Feiern seien möglich. Hier könne man auch einen DJ vermitteln.

Außerdem sind Kunststammtische und Kreativworkshops angedacht. Anton Sperl macht sich für eine Zeit-Tauschbörse stark, die Asylbewerbern ohne Arbeitserlaubnis helfen würde, etwa älteren Menschen bei der Gartenarbeit zu helfen und von anderen dann wiederum Zeit geschenkt zu bekommen. Für die Jugendreferentin ist es besonders wichtig, zu betonen, dass alle Interessierten eingeladen sind, sich an der Zukunftsgestaltung des Hauses aktiv zu beteiligen. Stadtoberhaupt Steindl regte ein P-Seminar an den Burghauser Gymnasien an, das sich mit der neuen Nutzung des Freizeitheims beschäftigen soll.

Interessenten bitte melden!

Die „Zukunftswerkstatt“ wurde von Anna Spindler, Anton Sperl, Familienreferentin Dorle Graf, Herbert Beck und begleitend durch Bürgermeister Steindl bereits seit Juli durch eine „Ideenwerkstatt“ vorbereitet. Die Zukunftswerkstatt selbst wertet Anna Spindler als einen großen Erfolg: „Es war spürbar, dass die Zukunft des Hauses für alle sehr wichtig ist und viele Köpfe innovative Ideen entwickeln.“

Wer im Freizeitheim Räume belegen möchte, kann sich bei Anton Sperl und Herbert Beck telefonisch unter 08677/5201 melden. Wer sich einbringen möchte oder Namensvorschläge für das Haus hat, meldet sich am besten per Mail unter: zukunftswerkstatt@burghausen.de.

Pressemitteilung Stadt Burghausen

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