Diese Gebiete sind betroffen

Nach Absage vom Feuerwerk: Böllerverbot in Burghausen

Burghausen – Wie die Stadt Burghausen in einer Pressemitteilung bekanntgab, gibt es in der Silvesternacht in bestimmten Teilen des Stadtgebietes ein Verbot für das Abbrennen von Feuerwerkskörpern.

Nachdem die Stadt aus Sparmaßnahmen selbst kein großes Feuerwerk an Silvester veranstalten wird, wurde nun auch ein Verbot für das Abbrennen von Feuerwerkskörpern in Teilen des Stadtgebietes ausgesprochen.


Betroffen sind davon die Altstadt sowie die Bereiche in der Neustadt zwischen Glöcklhofer-Kreuzung, Leibnizstraße, Max-Planck-Straße und dem Salzach-Hang, im Umfeld der Kreisklinik Burghausen zwischen den Straßen Am Emetsberger Hof, Burgfrieden, Krankenhausstraße sowie dem Salzachhang. Hier können sie die genauen definierten Bereiche finden: Neustadt, Altstadt und Krankenhaus

Das ausgesprochene Verbot basiert auf dem Paragraphen 24 Abs. 2 der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz. Dadurch wird einer Stadtverwaltung die Möglichkeit gewährt, „dass in bestimmten Bereichen wie der historischen Altstadt und dem Umfeld von Seniorenheimen und Krankenhäusern der Abbrand von pyrotechnischen Gegenständen der Klasse 2 (Feuerwerkskörper für Kleinfeuerwerke) verboten wird“, so der Wortlaut in der Pressemitteilung.


Da in Deutschland zugelassene Feuerwerkskörper eine maximale Steighöhe von 100 Meter erreichen können, dürfen sich beim Zünden einer Rakete im Umkreis von 100 Meter demnach keine Krankenhäuser, Altenheime oder historischen Gebäude befinden. Die Stadtverwaltung bittet dringend, dieses Verbot zu beachten.

Viele Verbote in der Region

Verbote und Einschränkungen werden derzeit vielerorts in der Region diskutiert. Verbote wurden auch schon für die Innenstädte von Laufen und Rosenheim sowie der Altstadt und auf der Burg in Tittmoning erlassen. In Wasserburg gibt es ein Böllerverbot in der Altstadt schon etliche Jahre.  Ramsau wirbt seit 2016 mit einem freiwilligen Verzicht aufs Schießen an Silvester. Inzwischen haben sich alle Gemeinden im Berchtesgadener Land und auch Inzell, Schleching und Kirchanschöring angeschlossen.

Mit der Entscheidung zu einem Böllerverbot ist Burghausen also nicht allein.

Neben der Gefahr ist auch der entstehende Müll ein großes Thema. Bezüglich der Entsorgung von abgebranntem Silvesterfeuerwerk, weist die Stadt Burghausen zusätzlich auf folgenden Sachverhalt hin: „Wer sich am Silvestertag mit Böllern und/ oder Feuerwerk beteiligt, ist verpflichtet, Straßen und Gehwege von den Resten zu säubern, wenn diese ausgekühlt sind. Sie können dann mit dem Hausmüll entsorgt werden.“

jz/Stadt Burghausen

Rubriklistenbild: © picture alliance / Yvo Sali nas/A

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