Schneider: „Mehringer Blockade das falsche Zeichen“

Burghausen verabschiedet Stellungnahme und Resolution zur B20-Ortsumgehung

Mit der B20-Ortsumgehung soll ein Großteil des Verkehrs aus der Burgkirchener Straße in Burghausen verlagert werden.
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Mit der B20-Ortsumgehung soll ein Großteil des Verkehrs aus der Burgkirchener Straße in Burghausen verlagert werden.

Die Stadt Burghausen hat eine Stellungnahmen zur Vorentwurfsplanung der B20-Ortsumgehung abgegeben. Um das Projekt zu beschleunigen, wurde zusätzlich eine Resolution verabschiedet. Um den Mehringer Widerstand zu überwinden, stellt Burghausen dem Nachbarn eine verstärkte Zusammenarbeit in Aussicht.

Burghausen - Wenn die B20-Ortsumgehung kommt, würden benachbarte Flächen neu zugeordnet werden. Dadurch könnte ein gemeinsames Gewerbegebiet entstehen. Das hätte laut Bürgermeister Florian Schneider auch Vorteile für Mehring. Das Angebot sei jedoch nichts neues. „Dass die Mehringer dieses Projekt verhindern oder ausbremsen wollen, ist das falsche Zeichen“, so das Burghauser Stadtoberhaupt.

Burghausen verabschiedet Resolution zur B20-Ortsumgehung

Es gehe dabei nicht nur darum, den Verkehr aus Burghausen raus zu bekommen, sondern man müsse es auch als Lückenschluss der B20 sehen. Er selbst hätte die Variante durch das Lengthal besser empfunden, aber die Trassenführung sei jetzt nicht mehr diskutierbar. „Wir müssen jetzt mit dieser Variante vorankommen“, so die Forderung von Schneider. Neben der Stellungnahme, die im wesentlichen einen breiteren Radweg und mehr Lärmschutz vorschlägt, hat das Gremium auch eine Resolution verabschiedet, um die Wichtigkeit erneut zu unterstreichen.

Gegen Letztere stimmt die Fraktion der Grünen. Gunter Strebel (Grünen) begründet dies, dass es bei 250 Ortsumfahrungen sehr viele solcher Forderungen gibt. Vielmehr sei beim Thema Mobilität seit den 90er Jahren nichts passiert. Zum anderen gibt er zu Bedenken, dass der Mehringer Widerstand verständlich sei, da es ein großer Einschnitt ist. Zumal hätten die Bürger eine hohe Erwartungshaltung an der Umfahrung. „Ich denke nicht, dass wir den Verkehr hörbar raus bekommen“, so Strebel.

Kein Verständnis für Mehringer Widerstand

Franz Kammhuber (SPD) dagegen hält jeden Verkehr weniger für die bessere Alternative. Es gehe zudem nicht nur um den Lärm, sondern auch um die Anzahl. Zu den Mehringer Widerständen sei er der Meinung, dass Blockaden manchmal die falschen Entscheidungen sind. Man könne unterschiedlicher Meinung sein, aber es gebe ein übergeordnetes Ziel der Regierung.

Norbert Stranzinger (CSU) fordert dagegen ein Gespräch mit gleicher Chance mit den Mehringer Kollegen. Der Nachbarort hätte sehr viele Vorteile vom Standort Burghausen, sei es das Hallenbad oder der Wöhrsee. Man könne nicht nur profitieren, sondern müsse auch mal entgegenkommen – in diesem Fall bei der Ortsumfahrung. „Wir leben es vor. Für den Widerstand habe ich kein Verständnis“, so Stranzinger.

Sollte es günstig verlaufen, könnte laut dem Staatlichen Bauamt in vier bis fünf Jahren gestartet werden. Die Bauzeit wird auf drei Jahre geschätzt. Doch wie das Bauamt in einer Präsentation im Burghauser Stadtrat im Oktober 2020 erklärte, könnten vier weiter Jahre hinzukommen, wenn es Blockaden in Form von Klagen gibt. Auf Mehringer Seite ist man mit den Plänen derzeit nicht einverstanden. Eine Einigung zwischen Burghausen und Mehring ist derzeit zumindest diesbezüglich nicht in Sicht.

jz

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