Experte rät zur Eile

Umweltamt Burghausen gibt Tipps zur Bekämpfung des Buchsbaumzünslers

Melina Müller (FÖJ) untersucht einen städtischen Buchsbaum auf Zünsler.
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Melina Müller (FÖJ) untersucht einen städtischen Buchsbaum auf Zünsler.

Burghausen - Burghausen. Nach dem relativ langen Winter haben die Stadtgärtner mit den Mitarbeitern des Freiwilligen Ökologischen Jahres (FÖJ) nun die ersten Raupen des Buchbaumzünsler im Stadtgebiet entdeckt. Schon mehrere Tage über 7°C reichen aus, um die überwinternde Raupenbrut wieder aktiv werden zu lassen. 

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Das Umweltamt der Stadt Burghausen gibt Tipps gegen den Buchsbaumzünsler und rät zur Eile:

Handelt man bereits beim ersten Befall, können sich weniger Schmetterlinge entwickeln. Somit kann man dann die nächsten Zünslergenerationen deutlich reduzieren. Die ersten Maßnahmen wurden von den städtischen Gärtnern schon eingeleitet. Wie so oft, ist die erste Behandlung wieder die Wichtigste.

Die Buchsbaumbestände in Burghausen haben sich zwar grundsätzlich wieder sehr gut erholt, aber man darf sich nicht darüber täuschen lassen, dass die Gefahr eines Totalfrases an den Gehölzen schon vorbei wäre. Für die Raupen sind nur BT-Toxine (Bazillus thuringiensis A.) tödlich (im Handel erhältlich, auch für den ökologischen Landbau geeignet).

BT-Toxine (ein Bakterium) schonen die Nützlinge, v. a. andere Insekten, die nicht am Buchsbaumblatt fressen. Für Mensch und Haustier ist das Bakterium ungefährlich. Wichtig ist, dass der gesamte Strauch durchgesprüht wird, auch im inneren Geäst. Die Wirkung hält einige Zeit (10 bis 14 Tage) an und kann danach nochmal wiederholt werden. Das Mittel wirkt, solange die Raupen noch fressen. Für verpuppte Raupen gilt dies nicht. Sie sehen aus wie grüne Knospen und sind meist eingesponnen in Netze. Selbst völlig verkahlte Buchsbäume konnten dadurch wieder ins Grün gesetzt werden.

Pressemeldung der Stadt Burghausen/Umweltamt

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