Bauministerin Ilse Aigner in der Salzachstadt

"Sehr gut gelungen": Spatenstich für umstrittenes Wohnbauprojekt 

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"Sehr gut gelungen": Spatenstich für umstrittenes Wohnbauprojekt in der Immanuel-Kant-Straße in Burghausen
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Burghausen – Noch Anfang letzten Jahres hatte es Kritik gegeben an dem Wohnbauprojekt auf dem Gelände des ehemaligen Verkehrsübungsplatzes in der Immanuel-Kant-Straße. „Zur Kenntnis genommen“, hatte der Erste Bürgermeister Hans Steindl (SPD) in der entsprechenden Stadtratssitzung gesagt. Am Montag war Spatenstich.

Bezahlbare Qualität im Wohnungsbau: Das ist das Ziel für das Projekt der „Burghauser Wohnbau GmbH“ (BuWoG) in der Immanuel-Kant-Straße auf dem Gelände des ehemaligen Verkehrsübungsplatzes. Es ist ein Projekt, das der Freistaat laut Informationen der Pressestelle von Ilse Aigner (CSU), Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, mit mehr als drei Millionen Euro unterstützt. 45 Wohneinheiten sollen hier entstehen, von der Ein- bis zur Vierzimmerwohnung. Alle sollen barrierefrei sein. Von einem Quadratmeterpreis von 6,50 Euro ist die Rede. Am Montag war Spatenstich.

„Wir hoffen, dass wir im Frühjahr beginnen können“ (Hans Steindl)

Der Erste Bürgermeister der Stadt Burghausen informierte die Ministerin am Montagabend beim Vor-Ort-Termin über den Stand der Dinge. Es habe Probleme mit Anwohnern gegeben. Die Entscheidung für das kommunale Wohnbauprojekt der BuWoG sei im Stadtrat aber einstimmig gefallen.

"Wir hoffen, dass wir im Frühjahr beginnen können", erklärte Burghausens Erster Bürgermeister Hans Steindl beim Spatenstich gegenüber Ministerin Aigner.

Tatsächlich gab es im März 2017 Widerstand gegen die Planungen, in der Immanuel-Kant-Straße ein derartiges Wohnbauprojekt zu realisieren. Die Argumente dagegen: Mit damals angedachten über 50 Wohneinheiten zu groß, zu nahe an der Bahn und die Parkplatzsituation nur mäßig durchdacht. Letztlich wurde die Notwendigkeit eines solchen Projektes gänzlich in Frage gestellt.

So sah es auf dem heutigen Baugrundstück Anfang 2017 aus:

Streit um sozialen Wohnungsbau in Burghausen

„Als Teil einer Praxisstudie sehr gut gelungen“ (Ilse Aigner)

Das Engagement der Stadt Burghausen in der Frage des sozialen Wohnungsbaus sei ausdrücklich zu loben, so Ilse Aigner beim Spatenstich am Montagabend in Burghausen. Die Planungen seien überzeugend, insbesondere in Form der Carports mit darüber liegenden Abstellflächen für die Wohneinheiten mit in Summe gleichzeitiger Funktion als Lärmschutzwand. Aus Kostengründen wird nämlich auf eine Unterkellerung der Wohnanlage verzichtet. 

Bis 2025 wird der Freistaat den Kommunen laut Ilse Aigner mit insgesamt rund einer Milliarde Euro beim kommunalen Wohnungsbau unter die Arme greifen.

Um den Kommunen unter die Arme zu greifen“, habe die Staatsregierung für 2019 bis 2025 ein Förderungspaket in Höhe von rund einer Milliarde Euro auf den Weg gebracht. Eigentlich nämlich sei das aufgelegte Förd erprogramm mit Ende dieses Jahres abgeschlossen. Egal ob kommunale oder freie Träge oder Genossenschaften. Der Freistaat werde auch derartige Projekte auch weiterhin mit bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschussen

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Staatsministerin Ilse Aigner hat am Montag gleich drei Termine in der Stadt Burghausen absolviert.

Zuerst war sie beim KV-Güterterminal"Von der Straße auf die Schiene": Warum das Vorhaben nicht ganz einfach ist.

Dann hat Aigner eine Probefahrt mit einem von zwei neuen E-Bussen gemacht: "Zero Emission": Was die E-Mobilität im Citybusverkehr in Burghausen kostet.

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